Studienfinanzierung Auf der Habenseite
Irgendwo muss das Geld ja herkommen: So finanzieren Studenten ihr Studium mit Bafög, Darlehen und Nebenjobs.
Im Schnitt haben Studenten monatlich 770 Euro zum Leben. Der Löwenanteil (448 Euro) kommt der Sozialerhebung des Studentenwerks zufolge von den Eltern. 90 Prozent aller Studenten werden von ihnen unterstützt. Eltern sind gesetzlich verpflichtet, ihren Kindern eine Ausbildung zu finanzieren. Stipendien sind eine weitere Möglichkeit, die Kasse aufzufüllen (alles zu diesem Thema im Extraheft ZEIT Stipendienführer). 64 Prozent aller Studenten arbeiten nebenher und verdienen damit durchschnittlich etwas mehr als 300 Euro pro Monat.
Bafög
Weil niemand aus Geldmangel auf ein Studium verzichten soll, springt bei 330.000 Studenten der Staat ein und zahlt während der Regelstudienzeit Bafög. Der Höchstsatz wird zum Wintersemester 2010 voraussichtlich um zwei Prozent aufgestockt: Statt maximal 648 Euro pro Monat erhält ein Student dann bis zu 661 Euro. Liegt das Einkommen der Eltern unter 1555 Euro monatlich, wird es nicht angerechnet. Von Herbst 2010 an steigt dieser Freibetrag um drei Prozent auf rund 1600 Euro. Bis 4800 Euro pro Jahr dürfen Studenten selbst dazuverdienen, ohne dass das Geld beim Bafög berücksichtigt wird. Die eigenen Ersparnisse dürfen 5200 Euro nicht überschreiten. Wer Miete für eine Wohnung bezahlt oder Geschwister in Ausbildung hat, bekommt mehr.
Die Hälfte des Bafög ist ein staatlicher Zuschuss und damit ein Geschenk. Die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen, von dem maximal 10000 Euro zurückgezahlt werden müssen. Fällig wird dies fünf Jahre nach dem Abschluss; bis zu 20 Jahre hat man insgesamt Zeit für die Rückzahlung. Wer schnell und mit guten Noten studiert oder das Darlehen vorab tilgt, dem können bis zu 50 Prozent der Rückzahlung erlassen werden.
Alle Formulare können unter www.das-neue-bafoeg.de heruntergeladen werden; dort finden sich auch die Adressen der Bafög-Ämter. Dem Antrag muss man den Einkommensbescheid der Eltern und unter Umständen auch eine Mietkostenbescheinigung beilegen. Weil der Andrang zu Semesterbeginn groß ist, sollte man sich einige Wochen vorher darum kümmern. Bafög gibt es ab Antragstellung, frühestens jedoch mit Semesterbeginn. Belege können nachgeliefert werden. Im Notfall genügt ein formloses Schreiben mit dem Satz: "Ich beantrage Bafög", und dem Hinweis, dass alles Weitere nachgereicht wird.
Weitere Infos unter www.das-neue-bafoeg.de oder www.bafoeg-rechner.de. Kostenlose Bafög-Hotline des Bildungsministeriums: 0800-2236341
Darlehen und Studienkredite
Bei den Banken gibt es drei Formen der Studienfinanzierung: von der Bank vermittelte staatliche Studiengebühren-Darlehen, allgemeine Studienkredite und Bildungsfonds.
Auf ein staatliches Darlehen hat jeder Student Anspruch, der Studiengebühren zahlt. Die Summe entspricht der der Gebühren – maximal 1000 Euro im Jahr – und darf nur für diesen Zweck verwendet werden. Die Darlehen, deren durchschnittlicher Zinssatz derzeit um die 4,5 Prozent liegt, werden in den Bundesländern mit Studiengebühren durch die staatliche KfW Förderbank sowie einige Landesbanken vergeben. Zurückgezahlt werden muss das Geld erst, wenn das Einkommen nach Studienabschluss eine bestimmte Höhe überschreitet.
- Datum 07.07.2010 - 12:59 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 04.05.2010 Nr. 01
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Und wie siehts eigentlich mit Kindergeld aus?
Dürfte meinem Verständnis nach, bis zum 25 Lebensjahr 9 Monate Zivildienst ausbezahlt werden. Das Studentenbafög wird (zu 50% ?!) dem Freibetrag von ca. 8000 Eur / Jahr angerechnet. Stimmt das so?
25. Lebensjahr 9 Monate Wehr / Zivildienst
25. Lebensjahr 9 Monate Wehr / Zivildienst
25. Lebensjahr 9 Monate Wehr / Zivildienst
ausgiebigst beantworten:
http://www.studis-online.de/
..jedoch habe ich genau daher meine Information. Um sicher zugehen es dort richtig verstanden zuhaben, dachte ich mir hier eine Bestätigung einzuholen.
Achja, hatte mich zuvor doch nicht verschrieben. Das "Plus-Zeichen" wird wohl in den Kommentaren getilgt o.O
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