Studienstart Kleines Abc für Studenten
Auf dem Campus wimmelt es von fremden Begriffen. Da hilft dieses Lexikon – vom "Akademischen Viertel" bis zur "ZVS"
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ECTS, Rigorosum, Modul: Wer ein Studium beginnt, lernt viele neue Begriffe kennen
Akademisches Viertel : Veranstaltungen an Unis beginnen meist nicht zur vollen Stunde, sondern 15 Minuten später, damit genug Zeit ist, den Raum zu wechseln. >>> c. t. und >>> s. t.
Asta : Allgemeiner Studierendenausschuss. Er wird von der Mehrheit des Studierendenparlaments gewählt, um die Interessen der Studenten an der Hochschule zu vertreten
Audimax : Kurz für Auditorium maximum, den größten Hörsaal einer Hochschule
Bachelor : Erster Hochschulabschluss nach sechs bis acht >>> Semestern . Wer sich danach noch spezialisieren oder weiterqualifizieren will, macht im Anschluss einen >>> Master
Bafög : Im Bundesausbildungsförderungsgesetz ist die finanzielle Unterstützung geregelt, die der Staat halb als Geschenk, halb als Darlehen gewährt
Bologna-Prozess : 1999 haben Politiker aus 29 Ländern in Bologna eine Reform der Studienabschlüsse beschlossen, um sie international vergleichbar zu machen. Von 2010 an sollen >>> Bachelor und >>> Master Standard sein
Credit Points : Leistungspunkte, die man sich im Laufe des Studiums erarbeiten muss; oft mit »CP« oder »LP« abgekürzt. Ein »CP« entspricht rund 30 Arbeitsstunden
c. t. : Abkürzung für cum tempore. Die Veranstaltung beginnt eine Viertelstunde später als angegeben. >>> Akademisches Viertel
Dekan : Der gewählte Vorsitzende einer >>> Fakultät ist für die Verwaltung und die Repräsentation dieses Teilbereichs der Hochschule zuständig
Dissertation/Doktorarbeit : Wissenschaftliche Forschungsarbeit. Wer sie schreibt, im >>> Rigorosum verteidigt und danach veröffentlicht, darf den Doktortitel führen. >>> Promotion
ects : European Credit Transfer and Accumulation System. Soll Noten international vergleichbar machen: Ein A bekommen die besten zehn Prozent der Prüflinge eines Kurses, ein E die schwächsten zehn Prozent
Elite-Uni : Landläufige Bezeichnung für eine Universität, die in der >>> Exzellenzinitiative für ihre Forschung ausgezeichnet wurde
Exmatrikulation : Offizielle Abmeldung von der Hochschule am Studienende. Wer Prüfungen wiederholt nicht besteht, kann von der Hochschule zwangsweise exmatrikuliert werden
Exzellenzinitiative : Staatlich initiierter Wettbewerb unter den Universitäten, bei dem die besten Forschungsleistungen ausgezeichnet und zusätzlich gefördert werden. >>> Elite-Uni
Fachbeirat : Gremium, das das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) bei der Erstellung des Hochschulrankings im jeweiligen Fach berät und begleitet. Mitglieder sind Vertreter der >>> Fakultäten- und Fachbereichstage , von Verbänden und Gesellschaften, der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Hochschulkanzler
Fachschaft : Alle Studenten eines Fachbereichs. Oft wird die studentische Interessenvertretung des Fachbereichs so bezeichnet, die streng genommen Fachschaftsrat oder -initiative heißt
Fakultät : Lehr-, Forschungs- und Verwaltungseinheit eines Wissensbereichs an einer Uni
Fakultäten-/Fachbereichstag : Deutschlandweiter Zusammenschluss von Vertretern einer oder mehrerer verwandter Fachrichtungen zum Erfahrungsaustausch und zur gemeinsamen Interessenvertretung
Grundständiges Studium : Alle Studiengänge, die zu einem ersten Hochschulabschluss führen – also mit einem >>> Bachelor , einem Diplom, einem Magister oder einem Staatsexamen abschließen, nicht aber mit einem >>> Master
Habilitation : Verleihung eines akademischen Grades, der auf die >>> Promotion folgen kann. Nur wer habilitiert hat, kann Professor werden; Ausnahme sind die Juniorprofessoren
Hilfskraft, wissenschaftliche (Hiwi) : Student, der Professoren bei ihrer Arbeit unterstützt, indem er zum Beispiel Literatur recherchiert Immatrikulation : Offizielle Einschreibung
Institut : Untereinheit einer >>> Fakultät , die eine bestimmte Fachrichtung betreut
Lehrstuhl : Untereinheit eines >>> Instituts , an deren Spitze ein Professor steht
Master : Wer nach dem >>> Bachelor weiterstudieren möchte, schreibt sich für ein Masterprogramm ein, das drei bis vier Semester dauert
Matrikelnummer : Die Matrikel ist das Personenverzeichnis einer Hochschule. Jeder Student wird mit einer Nummer erfasst
Modul : Lehreinheit zu einem Teilgebiet eines Fachs. Ein Modul besteht in der Regel aus mehreren Veranstaltungen wie >>> Seminaren oder >>> Vorlesungen
NC : Numerus clausus. Gibt es mehr Bewerber als Studienplätze, kommen die mit dem besten Abitur zuerst zum Zug. Die Note, bis zu der noch Studienplätze vergeben wurden, wird als NC bezeichnet
Professor : Lehrer an einer Hochschule, der die >>> Habilitation hinter sich hat und oft auch Inhaber eines >>> Lehrstuhls ist
Promotion : Verleihung der Doktorwürde an einen Wissenschaftler, der seine >>> Dissertation verfasst und das >>> Rigorosum bestanden hat
Regelstudienzeit : Semesterzahl, in der ein Studiengang absolviert werden soll, aber nicht muss
Rektor : Das akademische Oberhaupt einer Hochschule, das nicht nur repräsentiert, sondern auch für die Ausrichtung von Lehre und Forschung verantwortlich ist
Rigorosum : Mündliche Prüfung zur Verleihung der Doktorwürde
Rückmeldung : Verwaltungsvorgang, bei dem ein Student erklärt, dass er das Studium nächstes >>> Semester an derselben Hochschule fortsetzt. Meist reicht die Überweisung des >>> Semesterbeitrags
Semester : Das Studienhalbjahr an einer Hochschule. Zu den sechs Monaten zählen sowohl die Vorlesungszeit als auch die vorlesungsfreie Zeit, die umgangssprachlich mit dem Begriff Semesterferien bezeichnet wird

Was studieren? Wo studieren? Wie studieren? Das größte Ranking für mehr als 250 Hochschulen
Semesterbeitrag : Diese Gebühr setzt sich zusammen aus Verwaltungskosten und den Sozialbeiträgen für >>> Asta und >>> Studentenwerk und ist jeweils zu Semesterbeginn fällig
Seminar : Veranstaltung in Schulklassengröße, in der Studenten Referate halten und wissenschaftliche Fragen diskutieren
Sprechstunde : Zeit, in der Studenten mit einem >>> Professor oder >>> wissenschaftlichen Mitarbeiter Referats- und Hausarbeitsthemen besprechen oder sich Rat holen können
s. t. : Abkürzung für sine tempore, das Pendant zu >>> c. t. Dieses Kürzel im Vorlesungsverzeichnis zeigt an, dass eine Veranstaltung pünktlich beginnt, also ausnahmsweise ohne das >>> akademische Viertel zur Anfangszeit hinzuzurechnen
Stiftung für Hochschulzulassung : So heißt seit Mai dieses Jahres die >>> ZVS
Studentenausweis : Dieses Dokument weist seinen Besitzer als Mitglied einer Hochschule aus. Er kommt damit zum Beispiel billiger ins Kino, ins Theater oder ins Museum
Studentenwerk : Die Studentenwerke betreiben Wohnheime und Mensen und sind außerdem Ansprechpartner in Sachen >>> Bafög , Kinderbetreuung und Lebensberatung
Studiengebühren/-beiträge : Abgaben in Höhe von maximal 500 Euro, welche die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen pro >>> Semester von den Studenten einziehen
Tutor : Student im höheren Semester, der Übungen für Kommilitonen jüngerer Semester leitet und ihnen Grundkenntnisse vermittelt
Vorlesung : Veranstaltung mit großer Teilnehmerzahl, bei der ein >>> Professor zu einem bestimmten Thema referiert
Vorlesungsverzeichnis, allgemeines : Katalog, in dem alle Veranstaltungen einer Hochschule im laufenden >>> Semester mit Dozent, Ortsangabe und Uhrzeit aufgeführt sind. Es ist meist auch im Internet zu finden
Vorlesungsverzeichnis, kommentiertes : Katalog, in dem die Veranstaltungen eines Fachbereichs im laufenden >>> Semester aufgeführt sind. Hier finden sich nicht nur Uhrzeit und Ort, sondern auch eine genaue Beschreibung der Kursinhalte sowie etwaige Zugangsvoraussetzungen
Wissenschaftlicher Mitarbeiter : Angestellter der Hochschule, der eigenständig forscht und Lehrveranstaltungen hält. In der Regel sind wissenschaftliche Mitarbeiter einem >>> Lehrstuhl zugeordnet. Viele bereiten während oder neben der Arbeit ihre >>> Promotion oder >>> Habilitation vor
Workload
: Arbeitszeit, die von den Studenten aufgebracht werden muss, um ein
>>> Modul
zu schaffen. Je nach Workload bekommen sie dafür mehr oder weniger
>>> Credit Points
ZVS
: Die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen in Dortmund heißt seit Mai dieses Jahres Stiftung für Hochschulzulassung. Sie übernimmt bei bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen die Vergabe der Studienplätze. Nähere Informationen finden sich im Internet unter
www.hochschulstart.de
- Datum 01.09.2010 - 18:13 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT Studienführer 2010
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"Semesterbeitrag: Diese Gebühr setzt sich zusammen aus Verwaltungskosten und den Sozialbeiträgen für >>> Asta und >>> Studentenwerk und ist jeweils zu Semesterbeginn fällig"
Leider ist der Semesterbeitrag deutlich vor des Semesterbeginns fällig, was man auf alle Fälle nicht vergessen sollte, da ein zu spät überwiesener Semesterbeitrag und eine somit verpasste Rückmeldung schon mal zur "Exmatrikilation von Amtswegen" führen kann.
50% der Begriffe sind für den Studienanfänger erst mal nicht notwendig. Über den Rest sollte man sich vor Studienbeginn informieren. Oder ist das für einen Abiturienten und angehenden Studenten eine Überforderung?
Viele Begriffe sind zunächst nicht notwendig, und die meisten auch sicher bekannt, allerdings ist die Idee nett und ein, zwei Wissenslücken haben sich einem angehenden Studenten geschlossen. Zudem die Freude an archaischen Begriffen wie "cum tempore"!
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