Das neue Ranking von ZEIT ONLINE und dem CHE ist da. Schüler Philipp Barkentin fragt sich: Wo soll ich bloß studieren? An einer Uni mit funktionierendem WLAN natürlich!

Philipp Barkentin macht im nächsten Jahr sein Abi. Mithilfe des CHE-Hochschulrankings will er herausfinden, welche Hochschule am besten zu seinen Interessen passt. Wie er dazu das Hochschulranking nutzen kann, erklärt Petra Giebisch vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE).

Petra Giebisch: Was ist Ihre Ausgangssituation?

Philipp Barkentin: Ich möchte Internationales Management studieren. Wenn Spanisch dabei eine Rolle spielen könnte, wäre das toll, denn seit meinem Austauschjahr in Panama interessiere ich mich für spanischsprachige Länder.

Giebisch: Wissen Sie schon, ob Sie an eine Uni oder eine Fachhochschule gehen möchten?

Barkentin: Ich glaube, eine Fachhochschule passt besser zu mir. Denn ich will Dinge lernen, die ich in der Praxis direkt umsetzen kann.

Giebisch: Unter "Alle Fächer im Ranking" finden Sie für alle im Ranking enthaltenen Fächer Fachporträts, die umfangreiche Informationen bieten. Sie sind so aufgebaut, dass Sie im allgemeinen Teil erfahren, welche typischen Merkmale das Fach hat und welche Aspekte wichtig sind.

Von hier aus gelangen Sie auch zu den Rankingtabellen, die nach den verschiedenen Abschlussarten aufgeteilt sind. Wählen Sie die Abschlussart Fachhochschule/HAW, gelangen Sie zur Rankingtabelle an Fachhochschulen.

Barkentin: Was bedeuten die grünen Punkte in der Tabelle?

Dieser Text stammt aus dem ZEIT Studienführer 2016/17.

Giebisch: Die Farben bilden Ranggruppen ab: Grün steht dabei für die Spitzengruppe (Gelb für die Mittel- und Blau für die Schlussgruppe).

Barkentin: Ich schaue mir Rankings allerdings eher kritisch an. Die beste Uni, wie es oft heißt, muss ja nicht unbedingt zu mir passen.

Giebisch: Stimmt, welche Hochschule für jemanden die richtige ist, ist individuell verschieden. Es kommt darauf an, was einem wichtig ist. Im Hochschulranking gibt es deswegen eine Fülle von verschiedenen Kriterien. für Sie könnte zum Beispiel das Kriterium "Internationale Ausrichtung" interessant sein. Gibt es noch etwas, was Ihnen wichtig ist?

Barkentin: Meine Hochschule sollte auf jeden Fall gut funktionierendes, freies WLAN haben.

Giebisch: Dann können Sie aus der rechten Kriterienbox unter dem Punkt "Ausstattung" das Kriterium "IT-Ausstattung" auswählen. Es wird automatisch in die Rankingtabelle eingefügt.

Barkentin: Das Kriterium "Kontakt zu Studierenden" klingt interessant.

Giebisch: Wenn Sie wissen wollen, was ein Kriterium genau bedeutet, klicken sie einfach auf das Fragezeichen dahinter. Hinter "Kontakt zu Studierenden" zum Beispiel steckt die Frage, wie gut die Studierenden untereinander zusammenarbeiten.

Barkentin: Das finde ich superwichtig.

Giebisch: Ich empfehle immer, auch die "Studiensituation insgesamt" auszuwählen. Die Studenten beurteilen bei dieser Frage die Studiensituation an ihrem Fachbereich "alles in allem". So erfahren Sie, wie zufrieden diejenigen sind, die bereits dort studieren.

Barkentin: Und was ist die "Studierbarkeit"?

Giebisch: Da geht es drum, wie praktikabel das Studium ist, zum Beispiel ob man ohne Probleme einen Platz in den vorgeschriebenen Veranstaltungen bekommt.

Barkentin: Und die Liste mit den Hochschulen ist jetzt das Ergebnis zu meiner Kriterienauswahl?

Giebisch: Ja, zunächst in alphabetischer Reihenfolge. Sie können die Liste aber auch umsortieren und sich die Hochschulen, die bei Ihren Kriterien am besten abschneiden, vorne anzeigen lassen.

Barkentin: Diese 13 Hochschulen sind bei allen von mir gewählten Kriterien jetzt spitze? Von der Hochschule Reutlingen beispielsweise habe ich nur Gutes gehört.

Giebisch: Dann nehmen wir doch die Hochschule Reutlingen, um eine Ebene tiefer einzusteigen. Klicken Sie auf den Hochschulnamen "Reutlingen", gelangen Sie auf die Detailseite der Hochschule, wo Sie viele Informationen wie zum Beispiel die verschiedenen Wirtschaftsstudiengänge finden.

Barkentin: Einen internationalen Doppelabschluss wie das International Management Double Degree (BSc.) kann ich mir gut vorstellen.

Giebisch: Hier sehen Sie jetzt Informationen zum Studiengang, zum Beispiel, dass rund 750 Studenten dort eingeschrieben sind, dass der Anteil fremdsprachiger Lehrveranstaltungen bei 50 Prozent liegt, die häufigsten Austauschhochschulen, aber auch die Zahl der Bewerber für einen Studiengang im Verhältnis zur Zahl der Studienplätze.

Barkentin: 664 Bewerber haben sich auf nur 145 Plätze beworben?

Giebisch: Ja! Deshalb sollten Sie sich auch noch Alternativen anschauen. In der Rankingtabelle gibt es ja noch weitere zwölf Hochschulen, die bei Ihren ausgewählten Kriterien zur Spitzengruppe zählen. Sie können auch mehrere Hochschulen auswählen und ihr Abschneiden im Ranking direkt miteinander vergleichen.

Ich würde ohnehin immer dazu raten, sich an mehreren Hochschulen zu bewerben. Wichtig ist auch, dass man sich am Hochschulort wohlfühlt. Daher sollte man, wenn irgend möglich, zu den Schnupper- und Infotagen, die mittlerweile fast jede Hochschule anbietet, fahren. Dort haben Sie nämlich die Möglichkeit, mit Studenten zu sprechen und zur Studienberatung zu gehen.