Stress im Studium "Ich sah nicht, wie das alles gehen soll"
Er fühlte sich wie in einer Dauerprüfung und konnte irgendwann nicht mehr: Philipp wollte nicht mehr leben. Nach einer Therapie geht er jetzt zurück an die Uni.

Viele Studenten leiden an psychischen Problemen. Häufig werden sie nicht ernst genommen
Ein halbes Jahr ist es jetzt her. Da stand Philipp auf dem Dach und wollte springen. Heute weiß er nicht mehr, ob ihn die Angst vor dem Schmerz oder ein Rest Lebenswille davon abhielt, es wirklich zu tun. Philipp ist 25 Jahre alt, eigentlich heißt er anders. Bisher studierte er Maschinenbau auf Bachelor in Berlin. Er sitzt in seiner Küche, starrt an die Wand und schüttelt den Kopf. „Ich habe Höhenangst. Eigentlich war es also eine komische Idee zu springen. Aber ich habe nicht mehr gesehen, wie das alles funktionieren soll.“
So wie Philipp geht es auch anderen Studenten. Viele fühlen sich ausgebrannt, leiden unter Depressionen, Angstattacken, Schlafstörungen oder Magenkrämpfen. "Besonders häufig betroffen sind Bachelor-Studenten, die neben dem Studium arbeiten", sagt der Psychologe Burkhard Seegers, der in einer Beratungsstelle des Berliner Studentenwerks Studenten mit seelischen Problemen betreut. Komme dann noch eine Trennung oder ein Todesfall in der Familie hinzu, sei die Belastung für viele nicht mehr zu bewältigen. "Eine Krise kann so schnell existenziell werden. Dann kann auch die Gefahr der Suizidalität auftauchen."
Als Philipp nicht mehr konnte, brachte ein Freund ihn in eine psychiatrische Klinik, dort kam er in die geschlossene Abteilung. "Da bekam ich viele Medikamente. Am Anfang habe ich dadurch erstmal viel geschlafen." Nach zwei Monaten konnte er zum ersten Mal wieder alleine zu Hause übernachten. In einer Tagesklinik wurde er in der Zeit ambulant betreut. "Dort traf ich Menschen, die ähnliche Probleme hatten. So konnte ich mich intensiv damit auseinandersetzen, wie es zu all dem gekommen war."
- Studie der TK
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Die Techniker Krankenkasse und die Universität Bielefeld haben in einer Untersuchung festgestellt, dass Studenten gesünder sind als Gleichaltrige, die arbeiten. Für die Studie (2007) wurden 3300 Studenten an 16 Hochschulen in Nordrhein-Westfalen befragt. Der allgemein gute Gesundheitszustand darf aber nicht über die überproportional auftretende psychischen Erkrankungen hinwegtäuschen. Von den Arzneimitteln, die Studenten verschrieben werden, sind 10 Prozent Antidepressiva.
16 Prozent der Befragten gaben an, unter depressiven Verstimmungen zu leiden, 11 Prozent nannten Albträume, 9 Prozent Ängste und Phobien. 17 Prozent der Studenten leiden unter Beschwerden im Bereich Magen-Darm, 40 Prozent unter Konzentrationsschwierigkeiten und 37 Prozent haben Schulter- und Nackenschmerzen.
- Sozialerhebung
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Die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes (2006) kam zu dem Ergebnis, dass 19 Prozent der Studenten gesundheitliche Schäden haben. Seit dem Jahr 2000 ist diese Zahl deutlich angewachsen.
Psychische Erkrankungen geben 9 Prozent der männlichen und 12 Prozent der weiblichen Befragten an.
- Studie PH Freiburg
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Aus einer repräsentativen Studie der Pädagogischen Hochschule Freiburg (2009) geht hervor, dass 58 Prozent der Studenten Arbeitsaufträge vor sich herschieben. Jeder Dritte klagt über Leistungsängste, jeder Fünfte berichtet von Lernstörungen.
Als Gründe für letztere nannten die Befragten vor allem anstehende mündliche Prüfungen, Klausuren und Abgabetermine für Arbeiten. Mängel in der Organisation des Studiums und Unklarheit über die Leistungsanforderungen sorgen zusätzlich für Frust.
Wie erklärt er es sich selbst heute? Die Versagensängste waren groß. Ein Seminarprojekt war so arbeitsaufwändig, dass es in seinem Leben außer diesem Projekt fast nichts anderes mehr gab. Er vernachlässigte seine Freundin, gab seine Hobbys auf und konnte irgendwann nicht mehr abschalten. Kurz vor Ende des dritten Semesters gab er die Arbeit ab. "In der Zeit fühlte ich mich dem Endbahnhof sehr nahe", sagt er. Noch im selben Semester begann ein neues Projekt, fünf Prüfungen standen an. Philipp spürte, wie seine Kraft zu kämpfen schwand. Er konnte sich nicht mehr richtig aufs Lernen konzentrieren, dachte nur noch darüber nach, wie er wohl alles schaffen könnte. Ihm schien, als würde er auf der Stelle treten. "Das Pensum muss doch so gemacht sein, dass man es schaffen kann", sagte er sich und katapultierte sich in einen Strudel der Selbstzweifel.
Hausaufgaben, Projekte, Klausuren - jeder Schritt im Bachelor-Studium wird bewertet und fließt in die Abschlussnote ein. Und diese entscheidet, ob man einen der raren Masterplätze bekommt oder nicht. "Ich habe mich gefühlt wie in einer dreijährigen Dauerprüfung", sagt Philipp. "Ein Freund von mir hat das Studium mit 1,4 abgeschlossen, aber keinen Masterplatz bekommen."
Philipps Zweifel übertrugen sich auf die Beziehung zu seiner Freundin Klara. Irgendwann stellte er alles infrage. Seine Gefühle für Klara waren wie weg geschoben, als hätte die Arbeit den ganzen Platz in seinem Körper eingenommen. "Ich konnte einfach nicht abschalten. Die Uni war immer präsent", erinnert er sich. "Selbst als ich mich von Klara getrennt habe, konnte ich an nichts anderes denken als an das Projekt, das ich fertig machen musste."
"Ich habe ihm geraten, sich die Zeit zu nehmen abzuschalten. Doch das konnte er nicht", sagt Katrin. Katrin ist Philipps große Schwester. Wenn sie über ihren Bruder spricht, merkt man, wie sehr sie das alles mitgenommen hat. "Ich habe gemerkt, dass er Probleme hat", sagt sie, und fängt an zu weinen. "Wer sagt denn, dass er nicht doch springt, wenn es ihm wieder schlechter geht?"
Die Ohnmacht, die sie und die ganze Familie empfand, war groß. "Man kann nicht richtig helfen, nur zeigen, dass man da ist", sagt Katrin. Nicht alle in der Familie zeigten soviel Verständnis. Die Großeltern konnten nicht verstehen, wie ihr Enkel zusammenbrechen konnte. Sie erklärten es sich mit Philipps angeblich schlechten Schulnoten. So jemand solle einfach nicht studieren, finden sie. Dass Philipp das Abitur mit 2,2 bestand, spielte keine Rolle.
Dass Familienmitglieder die Probleme von Kindern oder Geschwistern häufig nicht verstehen können, weiß auch der Sozialwissenschafter Ulf Banscherus, der über den Bologna-Prozess geforscht hat. "In der Vergangenheit war das Studium auch ein Schutzraum, in dem sich der Student entwickeln konnte", sagt er. "Diese Freiheit existiert nicht mehr. Das Klischee des faulen Studenten hingegen ist noch immer präsent." Psychische Erkrankungen bei Studenten passten nicht mit dem Bild zusammen, dass diese Menschen jung und dynamisch seien und würden daher häufig nicht ernst genommen. Banscherus vermutet, dass die Zahl der Erkrankungen mit dem strafferen Studium steigen wird.
"Die deutsche Gesellschaft muss sich die Frage stellen, wie sie die Menschen integriert, die sensibel sind", sagt Burkhard Seegers. Einen ersten Schritt sieht er in der Verbesserung der finanziellen Situation der Studenten. Beim Lernen müsste seiner Meinung nach das Individuum stärker im Vordergrund stehen. "Für unterschiedliche Studenten muss es unterschiedliche Fördermöglichkeiten geben. Da kann man viel machen, ohne dass es Geld kostet."
Philipp will nun einen Neuanfang wagen und ein neues Studium beginnen: Energie- und Prozesstechnik statt Maschinenbau. Noch helfen ihm die Medikamente, und nun waren gerade Semesterferien, er konnte sich weiter erholen. Im Oktober geht es los. "Es geht mir gut und ich habe im letzten halben Jahr viel über mich gelernt. Aber ich habe trotzdem Angst, dass ich mir was vormache und noch nicht so weit bin". Versuchen will es Philipp trotzdem.
- Datum 01.10.2009 - 13:03 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Tja, Wilkommen in der Welt des technischen Studiums. Wo man einem bei einem Leistnungsruck eines Topmanagers und dem Einkommen eines Harz IV Empfängers zurechtkommen muss. Wo man für den Professor nur eine Nummer auf der Klausuranmeldung ist und einem die Eltern immer nur eine Frage stellen: Wann wirst du endlich fertig? Schließlich will man ja den eigenen Spross mit dem Spruch "schaut mal unser Kind hat es zu was gebracht" den Verwandten präsentieren. Hinzu kommt eigenartiergweise auch noch der Konkurenzdruck unter den eigenen Kommilitonen.
Und zu finaziellen Situation kann ich nur sagen: Schlimm genug dass das meiste was man an staatlicher Förderung bekommt zurückzahlen muss, aber es gibt ja seit kurzem auch noch die "lustigen" Studiengebühren! Hier da hat der Vater Staat natürlich auch eine tolle Lösung gefunden: die Studienkredite!
Im Wahlkampf wurde viel über den Mindestlohn und Lohnsteuer diskutiert, aber se ist kaum ein Wort über die Studenten gefallen. Sind wir etwa zu einer Minderheit verkommen die keinen Politiker mehr interressiert?
"Sind wir etwa zu einer Minderheit verkommen die keinen Politiker mehr interressiert?"
So scheint mir das auch.
Die Studienkredite wären ja noch okay, wenn man sie länger als nur während der letzten beiden Studienjahre beanspruchen könnte. Aber viele kommen aus finanziellen Gründen gar nicht erst in die Verlegenheit, dorthin zu gelangen.
das wir uns(die Bundesregierung) die Studenten und Universitäten nicht mehr leisten können. Ausländische Doktoren, Ingenieure, Volkswirte, ... "kosten" nur einen Bruchteil. Die Beschaffungskosten für "hochgebildetes" Humankapital in Deutschland scheinen zu groß zu sein.
(Sorry das ich nur mit Zynismus antworten konnte, die andauernde Bildungsdiskussion in DE langweilt mich langsam zu Tode.)
Bzgl. des Artikels kann ich viel Verständnis für Tobias finden, da ich mich oft wie er im Studium gefühlt habe. Bereue deswegen mein Studium noch heute.
Ein Teil der Überforderung kann man aus der Tatsache erkennen, dass die Anforderungen in der Schule seit Jahrzehnten zurückgefahren werden. Rate dies bzgl. einfach mal einen langjährigen Lehrer zu fragen. War selbst überrascht im Studium, wie viel besser ein Marokkanischer Student im Bereich Mathematik war. Obwohl ich im bayrischen Abitur die Note Eins hatte.
"Sind wir etwa zu einer Minderheit verkommen die keinen Politiker mehr interressiert?"
So scheint mir das auch.
Die Studienkredite wären ja noch okay, wenn man sie länger als nur während der letzten beiden Studienjahre beanspruchen könnte. Aber viele kommen aus finanziellen Gründen gar nicht erst in die Verlegenheit, dorthin zu gelangen.
das wir uns(die Bundesregierung) die Studenten und Universitäten nicht mehr leisten können. Ausländische Doktoren, Ingenieure, Volkswirte, ... "kosten" nur einen Bruchteil. Die Beschaffungskosten für "hochgebildetes" Humankapital in Deutschland scheinen zu groß zu sein.
(Sorry das ich nur mit Zynismus antworten konnte, die andauernde Bildungsdiskussion in DE langweilt mich langsam zu Tode.)
Bzgl. des Artikels kann ich viel Verständnis für Tobias finden, da ich mich oft wie er im Studium gefühlt habe. Bereue deswegen mein Studium noch heute.
Ein Teil der Überforderung kann man aus der Tatsache erkennen, dass die Anforderungen in der Schule seit Jahrzehnten zurückgefahren werden. Rate dies bzgl. einfach mal einen langjährigen Lehrer zu fragen. War selbst überrascht im Studium, wie viel besser ein Marokkanischer Student im Bereich Mathematik war. Obwohl ich im bayrischen Abitur die Note Eins hatte.
... der Stress hört ja nicht mit dem Abschluss des Studiums auf.
Gerade als Ingenieur in der freien Wirtschaft hat man oft harten Leistungsdruck, das Studium bietet nur einen Vorgeschmack.
Ich weiß auch nicht wo so viele Leute das Problem sehen Ausbildungsjobs oder leichtere Studienfächer zu erlernen,
sicher verdient man als Maschinenbauingenieur nicht schlecht,
aber der Spaß an der Arbeit sollte doch im Vordergrund stehen.
Wir leben nunmal in der so schön bezeichneten "Leistungsgesellschaft",
ich studiere sehr gerne und mag den Druck.
Wie sollte die Alternative aussehen? Wir lassen alle problemlos
durchs Studium und haben einen total überschwemmten Arbeitsmarkt?
Es geht ja nicht darum, dass das Studium zu schwer wäre. Das Problem ist, dass man ungeschickterweise ein ganzes Diplomstudium in ein dreijähriges Bachelorstudium gequetscht hat, sodass es für Studenten keinen Freiraum mehr gibt. Außerdem müssen viele Studenten arbeiten. Möglicherweise trifft das auf dich nicht zu.
Ich bin auch nicht dafür, dass alle problemlos durch das Studium kommen. Aber der Zeitdruck im Bachelorstudium scheint dann doch zu weit zu gehen. Im Studium geht es darum, etwas zu lernen und nicht übereilt massenhaft Stoff einzupauken, den man nach den Prüfungen gleich wieder vergisst, weil man sich schon auf die nächste Prüfung vorbereiten muss.
Es geht ja nicht darum, dass das Studium zu schwer wäre. Das Problem ist, dass man ungeschickterweise ein ganzes Diplomstudium in ein dreijähriges Bachelorstudium gequetscht hat, sodass es für Studenten keinen Freiraum mehr gibt. Außerdem müssen viele Studenten arbeiten. Möglicherweise trifft das auf dich nicht zu.
Ich bin auch nicht dafür, dass alle problemlos durch das Studium kommen. Aber der Zeitdruck im Bachelorstudium scheint dann doch zu weit zu gehen. Im Studium geht es darum, etwas zu lernen und nicht übereilt massenhaft Stoff einzupauken, den man nach den Prüfungen gleich wieder vergisst, weil man sich schon auf die nächste Prüfung vorbereiten muss.
Es geht ja nicht darum, dass das Studium zu schwer wäre. Das Problem ist, dass man ungeschickterweise ein ganzes Diplomstudium in ein dreijähriges Bachelorstudium gequetscht hat, sodass es für Studenten keinen Freiraum mehr gibt. Außerdem müssen viele Studenten arbeiten. Möglicherweise trifft das auf dich nicht zu.
Ich bin auch nicht dafür, dass alle problemlos durch das Studium kommen. Aber der Zeitdruck im Bachelorstudium scheint dann doch zu weit zu gehen. Im Studium geht es darum, etwas zu lernen und nicht übereilt massenhaft Stoff einzupauken, den man nach den Prüfungen gleich wieder vergisst, weil man sich schon auf die nächste Prüfung vorbereiten muss.
"Sind wir etwa zu einer Minderheit verkommen die keinen Politiker mehr interressiert?"
So scheint mir das auch.
Die Studienkredite wären ja noch okay, wenn man sie länger als nur während der letzten beiden Studienjahre beanspruchen könnte. Aber viele kommen aus finanziellen Gründen gar nicht erst in die Verlegenheit, dorthin zu gelangen.
Ich kann den Artikel sehr gut nachvollziehen,es ist schon ein extremer Leistungsdruck der auf den heutigen Studenten lastet.Studiere selbst ein technisches Fach und muss mir nebenher mein Studium größtenteils selbst finanzieren,da ist es manchmal wirklich schwer den Kopf frei zu kriegen und einfach mal abzuschalten,sicherlich ist das hier geschliderte Beispiel ein Extrem,aber grundsätzlcih sehe ich auch unter meinen Kommilitionen einige die mit dem extremen Leistungsdruck und Konkurrenzdruch nur sehr schwer umgehen können.Wenn dann trotz größter Bemühnungen das Studium trotzdem nicht so recht laufen will bricht für viele dann halt ihre Welt zusammen weil das Studium einfach zu sehr ins Zentrum des Lebens gerückt ist.Fakt ist einfach,möchte man eine vernünftige Beziehung,Sport Freund Uni etc unter einen Hut bekommen braucht man schon ein sehr gutes Zeitmanagement,mit Spaaa am Lernen hat das wenig zu tun.Natürlich kann man wie vorher beschrieben einfachere Ausbildungsgänge wählen,das ist aber keine Lösung des eigentlichen Problems,die schlechte finanzielle Situatiom vieler Studenten und die extrem starren Stundenpläne bzw. Vorgaben üben insbesondere den starken druck aus..Daran wird sich wohl leider nicht ändern,kein Wunder dass das sogenannte Bulemielernen eher zur Regel wird denn zur Ausnahme.
Ich kann den Artikel sehr gut nachvollziehen,es ist schon ein extremer Leistungsdruck der auf den heutigen Studenten lastet.Studiere selbst ein technisches Fach und muss mir nebenher mein Studium größtenteils selbst finanzieren,da ist es manchmal wirklich schwer den Kopf frei zu kriegen und einfach mal abzuschalten,sicherlich ist das hier geschliderte Beispiel ein Extrem,aber grundsätzlcih sehe ich auch unter meinen Kommilitionen einige die mit dem extremen Leistungsdruck und Konkurrenzdruch nur sehr schwer umgehen können.Wenn dann trotz größter Bemühnungen das Studium trotzdem nicht so recht laufen will bricht für viele dann halt ihre Welt zusammen weil das Studium einfach zu sehr ins Zentrum des Lebens gerückt ist.Fakt ist einfach,möchte man eine vernünftige Beziehung,Sport Freund Uni etc unter einen Hut bekommen braucht man schon ein sehr gutes Zeitmanagement,mit Spaaa am Lernen hat das wenig zu tun.Natürlich kann man wie vorher beschrieben einfachere Ausbildungsgänge wählen,das ist aber keine Lösung des eigentlichen Problems,die schlechte finanzielle Situatiom vieler Studenten und die extrem starren Stundenpläne bzw. Vorgaben üben insbesondere den starken druck aus..Daran wird sich wohl leider nicht ändern,kein Wunder dass das sogenannte Bulemielernen eher zur Regel wird denn zur Ausnahme.
Ich kann den Artikel sehr gut nachvollziehen,es ist schon ein extremer Leistungsdruck der auf den heutigen Studenten lastet.Studiere selbst ein technisches Fach und muss mir nebenher mein Studium größtenteils selbst finanzieren,da ist es manchmal wirklich schwer den Kopf frei zu kriegen und einfach mal abzuschalten,sicherlich ist das hier geschliderte Beispiel ein Extrem,aber grundsätzlcih sehe ich auch unter meinen Kommilitionen einige die mit dem extremen Leistungsdruck und Konkurrenzdruch nur sehr schwer umgehen können.Wenn dann trotz größter Bemühnungen das Studium trotzdem nicht so recht laufen will bricht für viele dann halt ihre Welt zusammen weil das Studium einfach zu sehr ins Zentrum des Lebens gerückt ist.Fakt ist einfach,möchte man eine vernünftige Beziehung,Sport Freund Uni etc unter einen Hut bekommen braucht man schon ein sehr gutes Zeitmanagement,mit Spaaa am Lernen hat das wenig zu tun.Natürlich kann man wie vorher beschrieben einfachere Ausbildungsgänge wählen,das ist aber keine Lösung des eigentlichen Problems,die schlechte finanzielle Situatiom vieler Studenten und die extrem starren Stundenpläne bzw. Vorgaben üben insbesondere den starken druck aus..Daran wird sich wohl leider nicht ändern,kein Wunder dass das sogenannte Bulemielernen eher zur Regel wird denn zur Ausnahme.
"Das Problem ist, dass man ungeschickterweise ein ganzes Diplomstudium in ein dreijähriges Bachelorstudium gequetscht hat, sodass es für Studenten keinen Freiraum mehr gibt."
Allgegenwärtiger Irrglaube. Das so zu pauschalisieren ist falsch. Die Sache ist von Universität zu Universität unterschiedlich geregelt. Eine zum Diplom vergleichbare Qualifikation kann und wird nur der Masterabschluss mit sich bringen. Der Bachelor kann nicht berufsqualifizierend sein, da er größtenteils nur Vordiplomstoff und ein paar wenige Dinge aus den Diplomsemestern mit sich bringt. Immerhin ist der Bachelor ja auch zwei Semester länger als bis zum Vordiplom (bei Regelstudienzeit wohlgemerkt).
Das es keinen Freiraum gibt kann natürlich nur doppelt unterstrichen werden. Verpasste Praktika (in den Semesterferien) führen zu einem nicht vollendeten Modul (zB, Klausur Praktikumsnote etc) welches Vorraussetzung für eine andere Vorlesung bzw. Klausur ist. Teilweise werden äusserst wichtige Termine/Anmeldungen, zu denen man dann natürlich persönlich an der Universität erscheinen soll mitten in die (je nach Studiengang ;) ) raren Semesterferien gelegt.
Alles nur ein kleiner Ausschnitt, bei Bedarf mehr aus der Bachelorette...
Naja, das ganze Diplom-Studium hat man wahrscheinlich nicht in das Bachelor-Studium untergebracht. Fest steht, dass die Umstellung in Deutschland schlecht organisiert worden ist. Die übermäßige Verschulung und der Zeitdruck wirkt, wenn man an das Ziel geringere Abbrecherquoten denkt, eher kontraproduktiv.
Dass der Bachelor mit dem Diplom zu vergleichen wäre, habe ich nicht behauptet. Dafür ist schon eher der Master erforderlich
Naja, das ganze Diplom-Studium hat man wahrscheinlich nicht in das Bachelor-Studium untergebracht. Fest steht, dass die Umstellung in Deutschland schlecht organisiert worden ist. Die übermäßige Verschulung und der Zeitdruck wirkt, wenn man an das Ziel geringere Abbrecherquoten denkt, eher kontraproduktiv.
Dass der Bachelor mit dem Diplom zu vergleichen wäre, habe ich nicht behauptet. Dafür ist schon eher der Master erforderlich
das wir uns(die Bundesregierung) die Studenten und Universitäten nicht mehr leisten können. Ausländische Doktoren, Ingenieure, Volkswirte, ... "kosten" nur einen Bruchteil. Die Beschaffungskosten für "hochgebildetes" Humankapital in Deutschland scheinen zu groß zu sein.
(Sorry das ich nur mit Zynismus antworten konnte, die andauernde Bildungsdiskussion in DE langweilt mich langsam zu Tode.)
Bzgl. des Artikels kann ich viel Verständnis für Tobias finden, da ich mich oft wie er im Studium gefühlt habe. Bereue deswegen mein Studium noch heute.
Ein Teil der Überforderung kann man aus der Tatsache erkennen, dass die Anforderungen in der Schule seit Jahrzehnten zurückgefahren werden. Rate dies bzgl. einfach mal einen langjährigen Lehrer zu fragen. War selbst überrascht im Studium, wie viel besser ein Marokkanischer Student im Bereich Mathematik war. Obwohl ich im bayrischen Abitur die Note Eins hatte.
Naja, das ganze Diplom-Studium hat man wahrscheinlich nicht in das Bachelor-Studium untergebracht. Fest steht, dass die Umstellung in Deutschland schlecht organisiert worden ist. Die übermäßige Verschulung und der Zeitdruck wirkt, wenn man an das Ziel geringere Abbrecherquoten denkt, eher kontraproduktiv.
Dass der Bachelor mit dem Diplom zu vergleichen wäre, habe ich nicht behauptet. Dafür ist schon eher der Master erforderlich
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