Humboldt-Universität Berlin Hörsaal zu verkaufen
Wirtschaftsstudenten der Humboldt-Uni suchen Paten für die Stühle in ihrem größten Hörsaal. Warum tun sie das? Ein Interview mit der Projektkoordinatorin Eva Heberer
© www.platzstiften.de

Es sind noch Plätze frei: Hörsaal 201
ZEIT ONLINE: Frau Heberer, Sie suchen mit dem studentischen Projekt platzstiften.de Stifter für die Stühle des größten Vorlesungssaals der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Wie kam es dazu?
Heberer: Unsere Fakultät feierte 2008 ihr hundertjähriges Bestehen und wird derzeit komplett saniert. Dabei werden auch die großen Hörsäle neu bestuhlt, die zurzeit in einem schlimmen Zustand sind. Die Stühle sind etwa 20 Jahre alt; geschätzte 60.000 Studenten haben auf ihnen gesessen. Zum Wintersemester 2010 soll der neu bestuhlte Raum 201 eingeweiht werden. Für diese neuen Stühle suchen wir Stifter, das Geld soll in die Verbesserung der Lehre fließen. Die Stühle werden mit den Namen der Stifter gekennzeichnet, fünf Jahre für Unternehmen und zehn Jahre für private Stifter.
ZEIT ONLINE: Wie teuer ist ein Stuhl?
Heberer: Das fängt bei 250 Euro an. Wir haben aber mehrere Sonderaktionen geplant, zurzeit sind zehn ausgewählte Stühle um 50 Prozent reduziert.
ZEIT ONLINE: Wen wollen Sie ansprechen?
Heberer: Die Idee ist, dass sich die Alumni verewigen können und wir gleichzeitig Spenden zur Verbesserung der Lehre erhalten. Es gibt mittlerweile viele Ehemalige, die gut verdienen und ihrer Uni etwas zurückgeben möchten. Natürlich wollen wir auch Unternehmen gewinnen. Sie können sich so den Studenten präsentieren und für sich werben.
ZEIT ONLINE: Wer steckt hinter dem Projekt?
- Datum 25.11.2009 - 14:43 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Ich denke das ist eine gute Idee. Ich würde an meiner Uni gerne so einen Stuhl kaufen, wenn ich fertig bin.
Das Interview beginnt mit einer (halben) Luege. Richtig ist, dass die Fakultaet 2008 ihr hundertjaehriges Bestehen gefeiert hat. Falsch ist, dass die Fakultaet 2008 bereits hundert Jahre bestand. Gegruendet wurde die Fakultaet nach dem zweiten Weltkrieg durch den Zusammenschluss der bestehenden Staatswissenschaftlichen Fakultaet und der juengeren (seit 1908) exisiterenden Handelsschule. Frau Heberer ist diese Konfusion natuerlich nicht anzulasten.
Ich finde dies eine supertolle Idee - leider werden wohl nicht viele spenden, denn für die Lehre ist es ja für ein Unternehmen nicht gerade sexy - und dann wird von diesen Unternehmen wieder in Sonntagsreden nach mehr Bildungausgaben gerufen, wo Sie hier selbst kannst cool helfen könnten.
Und dann noch weiter bemängeln, wie schlecht die Ausbildung der Studenten ist.
Aber so ist das in Deutschland !
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