Zeichnende Studentin Dicke Katzen überall
Junge Frauen dominieren die Mangazeichner-Szene. Eine davon ist die Studentin Olivia Vieweg aus Weimar, die nach sieben Jahren Mangazeichnen nun mit Cartoons debütiert.
© Christian Werner

Zeichnerin Olivia Vieweg bei der Arbeit
Zugegeben, es könnte inszeniert sein. Als Zeichnerin Olivia Vieweg den Schlüssel zu ihrem Altbau-Loft in der Weimarer Innenstadt herumdreht, sitzt da zur Begrüßung eine Katze. Nicht so dick und so bunt wie die Hauptfigur in ihrem ersten Buch Warum Katzen besser sind als Männer. Aber eine Katze mit fragenden Augen. "Miau?" Olivia stellt vor: "Das ist Shelli. Meine Familie hatte immer schon Katzen, ich bin mit Katzen groß geworden." Also doch nicht inszeniert.
"Es ist wirklich ein schlimmes Chaos bei mir", hatte sie gewarnt, aber das stimmt natürlich nicht. Eher erinnert das Loft an eine Bibliothek. Etwa tausend bunte Bände Mangas, Comics und Kunstbücher stapeln sich in meterhohen Regalen. Hier wohnt Olivia, und hier zeichnet sie ihre Geschichten. In denen spielen Katzen eine große Rolle. Aber auch bunte Füchse oder Mädchen mit roten Haaren.
Olivia ist 22 Jahre alt und studiert Visuelle Kommunikation an der Weimarer Bauhaus-Universität. In diesem Jahr konnte sie einen schönen Erfolg feiern. Ihr erstes Buch, ein Ratgeber für Katzen-Fans und Männergeplagte im Cartoon-Stil, erschien im Carlsen Verlag. Ein zweiter Band, Warum Katzen die glücklicheren Menschen sind, soll im Frühjahr herauskommen.

Ihr erstes Buch
Im Cartoonbereich ist Olivia zwar Debütantin. Liebhaber von Mangas kennen sie aber schon seit langem. Als VenusKaiô veröffentlicht sie seit sieben Jahren ihre Zeichnungen, zum Beispiel auf dem Manga-Portal Animexx. Über 50 Geschichten und mehrere hundert Einzelbilder finden sich dort von ihr. Zwei gedruckte Bände hat sie außerdem im Eigenverlag veröffentlicht und an einer handvoll weiterer mitgewirkt. Etwa an dem Subway to Sally-Storybook, für den mehrere Zeichner Songs der gleichnamigen Band in Bilder übersetzt haben.
Disney und "eine echt tolle Kunstlehrerin" brachten sie schon als Kind zum Zeichnen. Ihre Begeisterung für Mangas entdeckte sie erst später, mit elf Jahren. "Da gab es plötzlich etwas, das völlig anders war als Donald Duck. Diese Ästhetik, der rasante Erzählstil und dazu noch tiefe Emotionen."
Die deutsche Manga-Szene ist dominiert von sehr jungen Künstlern. Die meisten sind Anfang bis Mitte 20, viele sogar noch jünger. Und fast alle sind Frauen. Judith Park, das Zeichnerinnenteam DuO oder Anna Hollmann, die kürzlich den Comicpreis "Sondermann 2009" gewann, sind feste Größen. "Ich schätze, 95 Prozent der Zeichner sind weiblich", sagt Dorota Grabarczyk von DuO.
"Das ist in Ländern wie Japan, Frankreich oder den USA auch so", sagt Kai-Steffen Schwarz, Programmleiter Manga im Carlsen Verlag. "Es zeichnen wohl mehr Mädchen als Jungs. Außerdem haben Mädchen keine Probleme damit, Jungs-Mangas zu lesen, andersherum ist das nicht so. Das ist auch ein Grund, warum Mädchen und junge Frauen in dem Bereich einfach stärker sind."
- Datum 05.11.2009 - 16:34 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Die auf großen Comicmessen direkt ins Auge stechende Olivia Vieweg hat mir ihrem Debut wahrlich ein kleines Meisterwerk geschaffen. Schade allerdings, dass ihr Co-Autor und langjähriger Verleger aus dem Hause Schwarzer Turm, Michael Möller, nicht erwähnt wurde. Lesenswert ist der Band allemal und auf der Internetpräsenz des Carlsen Verlages findet sich zudem eine kurze, aber feine Leseprobe.
Katzeist besser als Maenner, weil es kein Kater ist.
wenn man tief in Augen der Katze sieht, hat man den Gefuehl ins tief Abgrund sieht, es scheint mysterioes und unberechbar. Genau wie deutsche Frauen, ihre Stimme, Figur, sehen zwar weiblich aus, aber sie koennen so hart wie Eisstein sein.
Hund sind viel besser, ihre Augen strahlt nur nett, treu aus, oh wie gross Schwaeche habe ich fuer Goldredvier.
Man hofft dass die junge Kuenstlerin stark fuer lieben Hund macht. Die Geschicht ist schon parat, "Runzheim und sein Kodi":
Herr Runzheim bringt jeden Tag seinen Goldredvier Kodi zu deutschen Unterichte. Kodi ist suesser Stoffhund. Wenn die Studierden richtig Deutsch aussprechen, gibt Kodi ihnen mal Kusschen. Wenn jemander falsch sagt, dreht Kodi um, schwenkt seinen Hinten, macht mal Furzen.
Einigs Tags fragt einer: " Herr Runzheim, wieso lieben Sie kodi so sehr?"
" Weil Kodi nichts von mir verlangt."
... die dicke Katze. ;-) Aber Katzen essen die Schlachtabfälle aus der Massentierhaltung. Das ist ziemlich doof.
Der Grund dafür, dass das weibliche Geschlecht bei den Mangazeichnern stärker vertreten ist, dürfte seinen Grund eher darin haben, dass die typische Mangafigur meist vom Kindchenschema geprägt ist (große Augen, kleine Nase, hilfsbedürtftig usw.). Und das spricht nun mal evolutionär bedingt Frauen eher an als Männer.
Davon abgesehen, habe ich auch noch keinen Manga gesehen, der mich interessiert hätte - lahme Handlungen, immergleiche langweilige Bildästhetik. Kulturell und unterhaltungsspezifisch ein leider völlig uninteressantes Phänomen - kindische Trivialliteratur.
Davon abgesehen, habe ich auch noch keinen Manga gesehen, der mich interessiert hätte - lahme Handlungen, immergleiche langweilige Bildästhetik. Kulturell und unterhaltungsspezifisch ein leider völlig uninteressantes Phänomen - kindische Trivialliteratur.
Davon abgesehen, habe ich auch noch keinen Manga gesehen, der mich interessiert hätte - lahme Handlungen, immergleiche langweilige Bildästhetik. Kulturell und unterhaltungsspezifisch ein leider völlig uninteressantes Phänomen - kindische Trivialliteratur.
Das trifft vielleicht auf einen Großteil der für Jugendliche produzierten Manga zu, aber derart zu generalisieren ist einfach falsch. Genau wegen dieser landläufig vertretenen Meinung tun sich die anspruchsvollen Comics auf dem deutschen Markt so schwer und es reizt die Verlage, sie ganz aus dem Programm zu nehmen und durch kurzweilige, kindische Serien zu ersetzen, die es natürlich auch wie Sand am Meer gibt und die diese Vorurteile fördern. Die Japaner oder auch die benachbarten Franzosen sehen das aber anders und dort decken die Comics auch ein viel breiteres Themenspektrum ab. Probieren Sie doch einmal eines der Werke von Jiro Taniguchi, dieser Künstler hat sich hierzulande noch am Meisten durchgesetzt (auch wenn die Auflagen im Vergleich zu Manga wie "Sailor Moon" oder "Naruto" leider gering sind und sich das dann auch im Preis niederschlägt - aber das erwachsene Publikum ist auch eher bereit das zu zahlen).
Es sind eigentlich nur solche nicht genug rum gekommen, die den Manga als kindische Trivialliteratur bezeichnen.
Und der weiß wahrscheinlich auch nicht, dass es auch in anderen Literaturrichtungen etwas für jede Zielgruppe dabei ist.
Und leider weiß er auch nicht, dass der Manga auch einen schlechten Ruf als schlechten Porno hat.
Ups, die ausgeliehene DVD sollte man dem Kind doch lieber wegnehmen.
Klar ist es schade, dass der Shojo, den viele als den typischen Manga bezeichnen, hier in Deutschland ganz groß raus kommt.
Doch wer will, der kann auch interessantere Comics finden.
Man ordnet die Mangas nicht nur in die typisch japanischen Schubladen ein, man ordnet sie auch in die bekannten Genres ein.
Ich sage jetzt bewusst Comics, denn Mangas sind nichts anderes als Comics. Die Japaner verwenden den Begriff nicht für irgendeine ausgedachte Definierung, sondern eben für Comics.
Aber wem sag ich das alles?
Die Mangaszene, die im Durchschnitt 20 Jahre alt ist und jedes Jahr älter wird, sind alle eigentlich 16 Jahre und total quietschbunt. Röschtösch!
Das trifft vielleicht auf einen Großteil der für Jugendliche produzierten Manga zu, aber derart zu generalisieren ist einfach falsch. Genau wegen dieser landläufig vertretenen Meinung tun sich die anspruchsvollen Comics auf dem deutschen Markt so schwer und es reizt die Verlage, sie ganz aus dem Programm zu nehmen und durch kurzweilige, kindische Serien zu ersetzen, die es natürlich auch wie Sand am Meer gibt und die diese Vorurteile fördern. Die Japaner oder auch die benachbarten Franzosen sehen das aber anders und dort decken die Comics auch ein viel breiteres Themenspektrum ab. Probieren Sie doch einmal eines der Werke von Jiro Taniguchi, dieser Künstler hat sich hierzulande noch am Meisten durchgesetzt (auch wenn die Auflagen im Vergleich zu Manga wie "Sailor Moon" oder "Naruto" leider gering sind und sich das dann auch im Preis niederschlägt - aber das erwachsene Publikum ist auch eher bereit das zu zahlen).
Es sind eigentlich nur solche nicht genug rum gekommen, die den Manga als kindische Trivialliteratur bezeichnen.
Und der weiß wahrscheinlich auch nicht, dass es auch in anderen Literaturrichtungen etwas für jede Zielgruppe dabei ist.
Und leider weiß er auch nicht, dass der Manga auch einen schlechten Ruf als schlechten Porno hat.
Ups, die ausgeliehene DVD sollte man dem Kind doch lieber wegnehmen.
Klar ist es schade, dass der Shojo, den viele als den typischen Manga bezeichnen, hier in Deutschland ganz groß raus kommt.
Doch wer will, der kann auch interessantere Comics finden.
Man ordnet die Mangas nicht nur in die typisch japanischen Schubladen ein, man ordnet sie auch in die bekannten Genres ein.
Ich sage jetzt bewusst Comics, denn Mangas sind nichts anderes als Comics. Die Japaner verwenden den Begriff nicht für irgendeine ausgedachte Definierung, sondern eben für Comics.
Aber wem sag ich das alles?
Die Mangaszene, die im Durchschnitt 20 Jahre alt ist und jedes Jahr älter wird, sind alle eigentlich 16 Jahre und total quietschbunt. Röschtösch!
Was hat die Künstlerin für Probleme mit Männern? Warum hat sie ausgerechnet diesen Titel gewählt? Hat sie einen Freund? Warum fragt die ZEIT hier nicht nach?
Das trifft vielleicht auf einen Großteil der für Jugendliche produzierten Manga zu, aber derart zu generalisieren ist einfach falsch. Genau wegen dieser landläufig vertretenen Meinung tun sich die anspruchsvollen Comics auf dem deutschen Markt so schwer und es reizt die Verlage, sie ganz aus dem Programm zu nehmen und durch kurzweilige, kindische Serien zu ersetzen, die es natürlich auch wie Sand am Meer gibt und die diese Vorurteile fördern. Die Japaner oder auch die benachbarten Franzosen sehen das aber anders und dort decken die Comics auch ein viel breiteres Themenspektrum ab. Probieren Sie doch einmal eines der Werke von Jiro Taniguchi, dieser Künstler hat sich hierzulande noch am Meisten durchgesetzt (auch wenn die Auflagen im Vergleich zu Manga wie "Sailor Moon" oder "Naruto" leider gering sind und sich das dann auch im Preis niederschlägt - aber das erwachsene Publikum ist auch eher bereit das zu zahlen).
Es sind eigentlich nur solche nicht genug rum gekommen, die den Manga als kindische Trivialliteratur bezeichnen.
Und der weiß wahrscheinlich auch nicht, dass es auch in anderen Literaturrichtungen etwas für jede Zielgruppe dabei ist.
Und leider weiß er auch nicht, dass der Manga auch einen schlechten Ruf als schlechten Porno hat.
Ups, die ausgeliehene DVD sollte man dem Kind doch lieber wegnehmen.
Klar ist es schade, dass der Shojo, den viele als den typischen Manga bezeichnen, hier in Deutschland ganz groß raus kommt.
Doch wer will, der kann auch interessantere Comics finden.
Man ordnet die Mangas nicht nur in die typisch japanischen Schubladen ein, man ordnet sie auch in die bekannten Genres ein.
Ich sage jetzt bewusst Comics, denn Mangas sind nichts anderes als Comics. Die Japaner verwenden den Begriff nicht für irgendeine ausgedachte Definierung, sondern eben für Comics.
Aber wem sag ich das alles?
Die Mangaszene, die im Durchschnitt 20 Jahre alt ist und jedes Jahr älter wird, sind alle eigentlich 16 Jahre und total quietschbunt. Röschtösch!
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