Erfundene Studiengänge Vorlesung mit Loriot
Genug mit langweiligen Seminaren und lebensferner Theorie. ZEIT CAMPUS-Autoren wünschen sich Masterstudiengänge, die zu studieren sich wirklich lohnt.
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Pflichtlektüre für Beziehungswissenschaften: Loriots gesammelte Werke über Mann und Frau
Johanna Schoener, Autorin ZEIT CAMPUS
Relationik (Beziehungswissenschaften )
Der Masterstudiengang richtet sich an Interessenten, die mindestens eine Beziehung abgeschlossen haben und solche, die in Zukunft eine führen wollen. Er befasst sich mit allen Fragen des dauerhaften Zusammenlebens. Zu den Grundlagen gehört die "Einführung in genderspezifische Unterschiede im Telefonverhalten" sowie eine Paarübung mit Kommilitonen – wahlweise "Bei Ikea eine Küche kaufen" oder "120 Kilometer im Stau stehen". Darauf aufbauend wählen die Teilnehmer vertiefende Seminare wie "Der verschnupfte Mann – Mythos und Wahrheit", "Zur Typologie des Beischlafs", "Frauen und Kindernamen".
Die Relationik ist ein noch junger Studiengang, der mit deutlich praxisbezogenen Schwerpunkten auf die Aufgaben in der Beziehungsarbeit vorbereitet. Perspektiven ergeben sich aus dem menschlichen Bedürfnis heraus: Aufgrund wachsender Trennungszahlen ist zu erwarten, dass der Bedarf an hoch qualifizierten Relationikern steigen wird.
Zur Vorbereitung: Loriot, Szenen einer Ehe; Arthur Schnitzler, Traumnovelle; Edward Albee, Wer hat Angst vor Virginia Woolf.
- Datum 01.04.2010 - 10:26 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Über Twitter haben wir schon einige Vorschläge für weitere dringend fehlende Studiengänge bekommen.
Zum Beispiel von projecthires: Master of saving the planet oder wahlweise master of choice editing for a better world.
tcmoustache würde in Zeiten des Raubtierkapitalismus "Master of Economic Social Consciousness" werden. (kh)
euer ernst sein?! Was sind denn das für Studiengänge?
Wie heißt denn der nächste? Nimm mich an die Hand damit ich in der großen weiten Welt zurechtkomme???
Das ist doch nur n Lacher wert...
... na dann viel Spass.
Ganz lustig sind sie ja, die Vorschläge, aber das Vorbild sollte nicht unterschlagen werden: die Akademie für Vergleichende Irrelevanz, in der man unnütze oder unmögliche Fächer studieren kann, die in Umcerto Ecos Roman vorkommt.
Im Dialog zwischen Belbo und Diatellevi sind bereits so gute Ideen entstanden wie die Abteilung Tetrapilotomie, in der gelehrt wird, ein Haar in vier Teile zu teilen, sowie die Abteilung der Adynata oder Impossibilia, an der man zum Beispiel Zigeunerische Urbanistik studieren kann.
Zugegbenermaßen etwas weniger praxisorientiert als ihre Studiengänge, ach Bologna!
Nach Ecos Vorbild existiert die Akademie für Analytische Irrelevanz bereits seit mehreren Jahren und freut sich auf ihren Besuch www.irrelevanz.de.
Für die Zeit-Autoren wäre vielleicht ein Diplom in Autodidaktik noch empfehlenswert:
http://www.uni-koenigsber...
Viel Spaß!
Mir würde noch ganz dringend das Fach "Humoristik" fehlen.
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