Studentisches Unternehmen Mein Bus ist dein Bus
Im Auslandssemester stellten drei Studenten aus Friedrichshafen fest, wie gut man mit dem Bus über Land reisen kann. Mit Mietbussen machen sie der Bahn Konkurrenz.
Viel reisen, wenig studieren: Das tat Ingo Mayr-Knoch, 25, im Auslandssemester in Spanien. Er fuhr nach Toledo, Barcelona und Sevilla. Er besuchte kleine Bergdörfer und schaute sich die große Alhambra in Granada an. Alles mit dem Bus. Das war praktisch und bequem. Und viel günstiger als in Deutschland mit der Bahn zu reisen.
Zurück an der Zeppelin-Universität in Friedrichshafen saß Ingo mit seinen Kommilitonen Alexander Kuhr, 26, und Christian Janisch, 28, in der Mensa. Warum gibt es in Deutschland eigentlich kaum Fernverkehr mit dem Bus, fragten sie sich. Alexander hatte gerade Osteuropa so erkundet und war wie Ingo begeistert vom Reisen mit dem Bus. Die drei forschten und fanden heraus: Schuld ist das über 70 Jahre alte Personenbeförderungsgesetz. Es schreibt vor, dass eine neue Buslinie nur genehmigt werden darf, wenn sie eine "wesentliche Verbesserung" bereits vorhandener Verbindungen von Eisenbahnen darstellt. "Man bräuchte einen eigenen Bus", sagte Alexander.
Die drei BWL-Studenten wälzten Gesetzestexte, telefonierten mit Behörden und fanden schließlich eine Lücke in besagtem Gesetz: Gemäß §49 darf jeder Mensch einen Bus mieten und sich mit anderen zusammentun. Die Mitfahrer müssen allerdings ein "zusammengehöriger Personenkreis" und sich über Ziel und Ablauf der Fahrt einig sein. Im Frühjahr vergangenen Jahres kam ihnen die Idee: Wir erstellen ein Onlineportal, in dem Reisende ihre Strecke wählen können. Wollen mindestens 15 andere diese Strecke ebenfalls fahren, kann es losgehen. Wie eine Mitfahrzentrale mit Bussen. Die drei Studenten plünderten ihr Erspartes; Eltern, Großeltern, Verwandte und Freunde gaben Geld dazu. Viel Startkapital hatten sie nicht, aber es reichte. Geschäftsführer Alexander erarbeitete und analysierte das Geschäftsmodell von Deinbus für seine Bachelorarbeit, Professoren halfen mit Ideen und Rat. DeinBus war gegründet.
Gerade erst sind die Jungunternehmer nach Offenbach bei Frankfurt gezogen, in ein größeres Büro. Darüber freuen sie sich, aber Ingo kann seit der Gründung trotzdem nicht mehr ruhig schlafen. Mit Mitte zwanzig ein eigenes Unternehmen zu gründen, ist schon eine große Herausforderung. Ein Unternehmen im Fernverkehr eine besonders große: "Wir hatten nicht bedacht, dass die rechtliche Komponente für unser Start-up so eine extrem große Rolle spielen wird", erklärt Alexander. "Wir müssen nicht nur unsere Busse voll kriegen. Die meiste Zeit geht für die einzelnen Genehmigungsbehörden drauf. Das macht es ein wenig kompliziert."
- Datum 22.08.2010 - 09:07 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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europäisches Recht, das das Monopol der Reichenbahn weiter auferhalten wird.
man sieht z.B. an Italien, wie günstig man auch mit der Bahn fahren könnte. Aber neben dem Monopol auf der Schiene besitzt die Bahn auch Bus-Unternehmen wie Autokraft. Echter Wettbewerb ist also ausgeschlossen. Also: Jungs, weitermachen! Ich gehe gleich mal bei euch auf die Seite und buch eine Reise!
Super Idee. Was so alles dabei herauskommt, wenn man sich mehr Zeit im Studium lässt. 25,26,28 Jahre trafen sich in der Mensa ;) Bin auch an DeinBus interessiert.
25, 26, 28 Jahre ist ja jetzt nicht so alt, und wir wissen ja auch nicht wie alt die damals waren. Ich habe mich zwar auch gewundert und habe mal diese Zeppelin Uni gegooglt und wenn man deren Website glauben schenken darf muss man wohl auch schon was geleistet haben um dort überhaupt angenommen zu werden. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das wohl auch das Ziel der Uni solche "outputs" zu generieren....
Vielleicht meldet sich ja jemand der die Uni kennt....
25, 26, 28 Jahre ist ja jetzt nicht so alt, und wir wissen ja auch nicht wie alt die damals waren. Ich habe mich zwar auch gewundert und habe mal diese Zeppelin Uni gegooglt und wenn man deren Website glauben schenken darf muss man wohl auch schon was geleistet haben um dort überhaupt angenommen zu werden. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das wohl auch das Ziel der Uni solche "outputs" zu generieren....
Vielleicht meldet sich ja jemand der die Uni kennt....
25, 26, 28 Jahre ist ja jetzt nicht so alt, und wir wissen ja auch nicht wie alt die damals waren. Ich habe mich zwar auch gewundert und habe mal diese Zeppelin Uni gegooglt und wenn man deren Website glauben schenken darf muss man wohl auch schon was geleistet haben um dort überhaupt angenommen zu werden. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das wohl auch das Ziel der Uni solche "outputs" zu generieren....
Vielleicht meldet sich ja jemand der die Uni kennt....
... die Frisches und neue Ideen in die Runde werfen ;)
Es scheitert zwar auch öfters mal im Praktischen, aber es ist ein unverzichtbarer Teil der Gesellschaft!!!
trifft es wohl am besten. Sich mit der Bahn anzulegen, ein Monopol anzugreifen, das ganze mit Mitte, Ende 20. Und noch dazu in Deutschland wo man nicht behaupten kann dass jungen Unternehmern der Bauch gepinselt wird. Genau solche Leute braucht dieses Land und diese Gesellschaft, die vorhandenes in Frage stellen und sich radikal darin versuchen ihre eigene Umwelt zu gestalten und eben nicht nur anzunehmen und zu konsumieren.
Mich würde interessieren wie schwer ist es zu gründen? Ist der Dönerbudenbesitzer von nebenan auch ein Unternehmer, kommt der Mut zu so einer Unternehmung aus dem Elternhaus, der Universität oder der Not?
Chapeau! Weiter so!
...es langfristig erfolgreich am Markt zu halten dagegen sehr.
Für Ersteres reichen 20€ (je nach Rechtsform auch mehr) und ein Gang zum Amt (Gewerbeschein). Für Letzteres braucht es Verstand, ein durchdachtes Konzept, Kapital, eine passende Zielgruppe und das Quentchen Glück ;-)
...es langfristig erfolgreich am Markt zu halten dagegen sehr.
Für Ersteres reichen 20€ (je nach Rechtsform auch mehr) und ein Gang zum Amt (Gewerbeschein). Für Letzteres braucht es Verstand, ein durchdachtes Konzept, Kapital, eine passende Zielgruppe und das Quentchen Glück ;-)
Ich studiere auch an der Zeppelin University (kurz ZU) und muss schon sagen, dass wir zu Gründungen und Projekten ermutigt werden. Das ist auch gut so. Gewollt werden "Querdenker und Pioniere". Ob das immer was wird? Fraglich!
Die Ideen müssen von uns kommen, die Uni hilft uns nur die Welt zu hinterfragen (Warum ist das eigentlich so? Macht das überhaupt Sinn? etc). Und ich würde dem Kommentar oben nicht unebdingt zustimmen, viele bei uns haben zwar schon einiges geleiste, aber es gibt auch "ganz normale" Studenten die sich erst an der Uni entwickeln und solche Dinge leisten, das allerdings unterstützt die Uni dann oft aktiv. Sicherlich gäbe es sowas öfter, aber an einer Uni mit nur 650 Studenten fällt man schneller auf un dkriegt wahrscheinlich mehr Betreung als anderswo. Also sind wir nicht unbedingt besser, kreativer oder ähnliches. Wir werden nur ermutigt und haben den besseren Betreungsschlüssel ;)
Und zum Abschluss: Ich glaube nicht,dass die Idee entstanden ist, weil die 3 sich Zeit mit dem Studium gelassen haben, das findet man bei uns an der Uni nicht oft ;)
Ich habe gerade nochmal ein wenig rumgeschaut und festgestellt das sich an der Zeppelin Uni zehn mal mehr Leute bewerben als es Studienplätze gibt. Was sind denn dann die Bedingungen um durch das Auswahlverfahren zu kommen. Die Website gibt da ja nicht wirklich Aufschluss.
Ich kann mich nicht ganz dem Eindruck entledigen, dass die Zeppelin eine Elite Uni ist/sein will. Zumindest nutzt sie die Rezepte dazu: kleine Gruppen, nach deiner Aussage auch intensive Betreuung und Förderung, etc.
Täuscht mich denn jetzt dieser Eindruck?
Ich habe gerade nochmal ein wenig rumgeschaut und festgestellt das sich an der Zeppelin Uni zehn mal mehr Leute bewerben als es Studienplätze gibt. Was sind denn dann die Bedingungen um durch das Auswahlverfahren zu kommen. Die Website gibt da ja nicht wirklich Aufschluss.
Ich kann mich nicht ganz dem Eindruck entledigen, dass die Zeppelin eine Elite Uni ist/sein will. Zumindest nutzt sie die Rezepte dazu: kleine Gruppen, nach deiner Aussage auch intensive Betreuung und Förderung, etc.
Täuscht mich denn jetzt dieser Eindruck?
Bahn fahren; gerne auch Bahn fahren optimieren - aber braucht es sowas?
Alleine schon, damit bald auch Bahnfahren durch die Konkurrenz wieder billiger wird.
Es ist ja im Grunde nur die logische Weiterentwicklung der studentischem Mitfahrzentralen, die schon lange die einzige guenstige und umweltfreundliche Alternative zur Bahn bilden.
Alleine schon, damit bald auch Bahnfahren durch die Konkurrenz wieder billiger wird.
Es ist ja im Grunde nur die logische Weiterentwicklung der studentischem Mitfahrzentralen, die schon lange die einzige guenstige und umweltfreundliche Alternative zur Bahn bilden.
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