Sie sind jung und brauchen das Geld: Vor allem in den Semesterferien wollen zahlreiche Studierende wieder ihr Konto füllen – haben viele doch erst nach fristgerecht eingereichten Hausarbeiten und geschriebenen Klausuren endlich genügend Zeit, um Geld zu verdienen. Doch welche Jobs eignen sich für die vorlesungsfreie Zeit? Und welche Regeln sollten Studenten beachten?

Die Suche nach einem geeigneten Ferienjob kann durchaus schwierig sein. Denn obwohl es eine Vielzahl an allgemeinen Jobbörsen gibt, bietet keine einen umfassenden Überblick über Stellenangebote in den Semesterferien. Mithilfe der Berufs- und Branchenspezifischen Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit lassen sich immerhin schon mal jene Jobs finden, die inhaltlich von Interesse sein könnten. Leider gilt hierbei jedoch meist die Faustregel: Gut für die Karriere, wenig Geld .

Andere Börsen, wie last-minute-job.com oder studentenjobs24.de haben zumindest aktuelle Angebote, die sich gezielt an Studenten richten. Nicht nur Unternehmen schalten hier Gesuche, auch über private Jobangebote, sortiert nach Bundesländern , können sich Arbeitswillige informieren. So ist es laut der Bundesagentur für Arbeit der Normalfall, dass man an gute Stellen häufig durch Verwandte und Bekannte kommt – oder eben durch Klinkenputzen. Eine weitere Möglichkeit ist deshalb, bei Unternehmen direkt anzufragen.

Wer spontan einen Job sucht, sollte körperliche und intensive Arbeit übrigens nicht scheuen. Zwar verdienen Umzugs- oder Gartenhelfer, Chauffeure oder Übersetzer in kurzer Zeit oft gut, doch braucht es zum Kisten schleppen (Vier-Stunden-Umzug in Berlin, bis zu 41 Euro pauschal), Rasenmähen oder Unkraut zupfen (im Schnitt 8 Euro pro Stunde) doch einiges an Puste und Muskelkraft.

Laut einer Umfrage der studentischen Unternehmensberatung Univativ und der Commerzbank rangieren Jobs im Büro (15 Prozent) oder als Kellner (13,3 Prozent) beziehungsweise Barkeeper ganz oben auf der Liste der häufigsten Nebentätigkeiten von Studenten. Verdienen Kellner im Schnitt sechs Euro pro Stunde plus Trinkgeld, liegt der Durchschnittsverdienst aller Jobs ungefähr bei neun Euro pro Stunde. Das ist nicht sonderlich viel. Daher ist es gut zu wissen, dass in der vorlesungsfreien Zeit ordentlich geschuftet werden kann. Denn bei Arbeitsverhältnissen, die sich ausschließlich in den Sommer-Semesterferien abspielen, gibt es keine Einschränkungen der Stundenzahl.

Ansonsten muss bei Studentenjobs das Studium immer im Vordergrund stehen. Sollte der Job also nun so sehr gefallen oder man durch seinen Eifer einen so guten Eindruck machen, dass auch neben den Vorlesungen regelmäßig weiter gearbeitet wird, dann darf die Arbeitszeit 20 Stunden pro Woche nicht überschreiten. Eine andere Variante ist zum Beispiel, dass die Arbeitszeit im Rahmen einer kurzfristigen Beschäftigung auf nicht mehr als 50 Arbeitstage im Jahr verteilt wird – dann dürfen Studenten auch mehr als 20 Stunden pro Woche jobben.

Wichtig ist auch, den Verdienst im Blick zu behalten. Um nicht sozialversicherungspflichtig zu werden, darf der Minijob pro Monat nicht mehr als 400 Euro einbringen. Für Bafög-Empfänger gelten gesonderte Regelungen . Zudem gilt es zu bedenken, dass die Kindergeldgrenze bei einem Jahresverdienst von 8004 Euro* liegt. 

*Text von der Redaktion geändert