Umfrage Wie viel Geld haben Sie fürs Studium?
Wie viel Geld haben Studenten monatlich zur Verfügung und wofür geben Sie es aus? Eine Umfrage

Johann Steffen, 23, Fahrzeugbau: "Mit dem Bafög, meiner Arbeit als Werksstudent und dem Kindergeld komme ich auf 920 Euro im Monat. 320 Euro kostet meine Wohnung, mit dem Rest komme ich gut über die Runden. Mehr Geld könnte ich auch gar nicht verdienen, sonst würde mir das Kindergeld gestrichen. Abends auf Partys zu gehen ist aber leider wirklich teuer, das kann ich mir nicht so häufig leisten."

Ann-Katrin Michel, 24, BWL: "Gut ein Viertel meines monatlichen Budgets gebe ich für meine eigene Wohnung aus. Ich habe viele Hobbys, mache gern Sport und Musik. Außerdem bin ich häufig mit meinen Freunden unterwegs, gehe zum Beispiel ins Kino. Auf solche Freizeitaktivitäten verzichte ich ungern. Fernsehen dagegen ist mir nicht so wichtig, das wäre das Erste, woran ich sparen würde."

Tilman Rautenstrauch, 26, studiert Kulturmanagement: "Meine Eltern unterstützen mich, und ich arbeite nebenbei. Insgesamt habe ich so etwa 700 Euro im Monat zur Verfügung, die Hälfte davon geht für die Miete drauf – obwohl ich in einer WG wohne. Eine Zeit lang habe ich nur billiges Essen gekauft und bin dafür häufiger weggegangen. Inzwischen ist gutes Essen für mich ein Standard, auf den ich nicht verzichte."

Katrin Held, 23, BWL: "Drei Jahre lang habe ich während des Bachelorstudiums in einer WG in Münster gewohnt. Die Lebenserhaltungskosten in Hamburg sind viel höher, hier gibt es nicht an jeder Ecke günstige Angebote für Studenten. Eine eigene Wohnung ist mir trotzdem wichtig, ich möchte mich ganz aufs Studium konzentrieren können. Und auch auf das Essengehen mit Freunden will ich nicht verzichten."
- Datum 29.09.2010 - 13:50 Uhr
- Quelle ZEIT CAMPUS Ratgeber
- Kommentare 43
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Genau dieselbe Frage habe ich mir auch eben gestellt..
Vor allem die letzte Studentin berichtet von ihrer eigenen Wohnung in Hamburg und das gelegentliche Essen gehen. Ich studiere selber in Hamburg - und weiß wie teuer es hier sein kann, da würde mich doch wirklich mal interessieren wie viel Geld sie hat und wer die Studiengebühren & den Semesterbeitrag zahlt...
Also ich weiß ja wirklich nicht, was DAS für Studenten sein sollen, aber Ich muss jeden Monat alleine 260Euro sparen, damit ich mir zum Ende des Semesters die Gebühren und das Material leisten kann!
Schade das hier mal wieder nicht darauf eingegangen wird das es Studiengänge gibt, wo die Zeit neben dem lernen nicht so großzügig bemessen ist. Die Unterschiede sind immens (bei mir an der Uni kommt ein BWL Student auf 18 SWS, ich habe 32), trotzdem müssen beide ja irgendwie arbeiten.
Ich frage mich auch woher die immer ihrer Jobs bekommen, bei Papa im Unternehmen oder wie? Ich bin ständig auf der Suche und finde trotzdem immer nur kurzfristige Stellen die sich mit meinem Stundenplan vertragen oder völlig überzogene Profil-Vorstellungen (Beruferfahrung und Führerschein zum Putzen (!) im Rewe z.B.).
Das ist bei 35€ Bafög nicht einfach.
...haben nach eigenen Angaben 700,-€ und 920,-€ zur Verfügung. Der eine hat 600,-€, der andere 350,-€ zur Verfügung - nach Abzug der Mietkosten. Wie, um alles in der Welt, soll man damit auskommen können? Bei Studiengebühren von über 100,-€ (incl. Semesterticket) in Baden-Württemberg beispielsweise. Plus Krankenkassenbeitrag von ca. 70,-€ (incl.Pflegevers.) über 25 Jahre oder Privatversicherung, Wieviel steht den beiden Damen zur Verfügung? Weshalb verschweigen sie die absoluten Zahlen? Übrigens: Der gesetzlich festgelegte Bedarf eines Studenten mit eigener Wohnung liegt bei 640,-€ - Ein Witz!
wenn ich an Freunde denke oder auch nur an meine eigenen, gegen 920€, lächerlichen 500€ im Monat bei 300€ Miete und 500€ Studiengebühren, kommen mir die angegebenen Summen doch sehr positiv vor.
Übrigens ist das Semesterticket beispielsweise in Mannheim nicht in den 500€ Studiengebühren enthalten. Somit bezahle ich nochmals 135€ für das Ticket und, um das am Rande zu erwähnen, noch 99€ Studentenwerksbeitrag.
Da das absolut nicht reicht, werde ich wohl einen Kredit aufnehmen müssen. Bafög bekomme ich nicht und mein Vater will mir nichts mehr dazu geben.
Ein Studium zu finanzieren ist schon eine derartig hohe Kunst, das heutige Studenten nicht mehr als faul bezeichnet werden können, da sie die meiste Zeit damit verbringen in ihren Köpfen nachzurechnen, wie oft sie sich das 2€ Essen in der Mensa pro Monat erlauben bzw. leisten können.
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Ich kenne keine Hochschule in Deutschland, bei der die Gebühren für das Semesterticket in den Studiengebühren über 500€ enthalten sind.
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Ich kenne keine Hochschule in Deutschland, bei der die Gebühren für das Semesterticket in den Studiengebühren über 500€ enthalten sind.
Ich bekomme etwa 550€ von meinen Eltern, und das die jeden Monat soviel abdrücken, finde ich eine super Leistung. 300 gehen für die Miete drauf, habe also noch 250 zum leben. Damit kommt man locker aus, wenn man pfiffig ist (Obst, Gemüse nur was im Angebot ist, Brot vom vortag, in der Mensa für 1€ Salat und dann zum Nachschlag...). Da denke ich immer, mensch was machen die Hartzer mit mit 360€,Kleidergeld,etc....Also für mich als Student kann es nur aufwärts gehen!
250 Euro zahlen Sie - neben den Ausgaben für Nahrungsmittel - auch Ihre Krankenversicherung, Wasser, Telefon, Strom, Kleidung, Bücher, Waschmaschinenreparaturen und Studiengebühren? Interessant.
Falls es "im Notfall" doch immer mal wieder noch einen Zuschlag von den Eltern gibt, wenn auch nur zu besonderen Anlaessen wie Weihnachten oder Geburtstag, sollten Sie mit Bemerkungen über das Budget von AlgII Empängern etwas vorsichtiger sein.
250 Euro zahlen Sie - neben den Ausgaben für Nahrungsmittel - auch Ihre Krankenversicherung, Wasser, Telefon, Strom, Kleidung, Bücher, Waschmaschinenreparaturen und Studiengebühren? Interessant.
Falls es "im Notfall" doch immer mal wieder noch einen Zuschlag von den Eltern gibt, wenn auch nur zu besonderen Anlaessen wie Weihnachten oder Geburtstag, sollten Sie mit Bemerkungen über das Budget von AlgII Empängern etwas vorsichtiger sein.
...kann man ja schon als stinkreich bezeichnen. 920€ ist als Student ein Haufen Zeug. Ich kann auch gar nicht den letzten Satz nachvollziehen. Bei so viel Geld könnte man ordentlich weggehen. Außerdem muss man sehen, dass er mit 23 noch bei den Eltern versichert ist. Dieses Glück habe ich auch noch, aber wenn ich mir Freunde anschaue, die Monat für Monat rumkrebsen müssen um jetzt auch noch die Krankenversicherung bezahlen zu können. Oder Freunde die schon, bevor sie mit dem Studium beginnen einen Kredit aufnehmen müssen, weil das Bafög hinten und vorne nicht ausreicht, da es aus was für Gründen auch immer viel zu niedrig bemessen ist, dann denke ich mir, dass das hier wirklich die positiven Fälle sind, die hier aufgezeigt werden. Ich bin sowieso dafür, dass alle Bafög erhalten und alle den gleichen Satz. Nur weil jemandes Eltern viel Geld haben, heisst das noch nicht automatisch, dass sie ihre Kinder beim Studium unterstützen. Gleichzeitig würde man einen enormen bürokratischen Aufwand reduzieren und die Studenten könnten sich mehr auf das Studium oder das anderweitige Geldverdienen konzentrieren, als dem Bafög-Antrag hinterherrennen zu müssen.
Da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Ich kenne keine Hochschule in Deutschland, bei der die Gebühren für das Semesterticket in den Studiengebühren über 500€ enthalten sind.
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