Die Website des Wissenschaftsmagazins Nature © Loic Venance/AFP/Getty Images

Fachzeitschriften sind nicht nur etwas für Profs. Hier können auch schon Studenten schreiben. Meist werden die Aufsätze, zumindest bei renommierten Heften, ohnehin »doppeltblind« geprüft: also von zwei Experten, die den Autor und seinen Lebenslauf gar nicht kennen dürfen. Ein Sonderfall sind die Naturwissenschaften. Für gute Studien braucht man in diesen Fächern normalerweise ein Labor. Eine Veröffentlichung ist also leichter als Mitglied einer Arbeitsgruppe, etwa als Hilfskraft oder Doktorand, zu bewerkstelligen.

Doch mit dem Platz im Magazin klappt es nur, wenn der Aufsatz neues Wissen präsentiert – und das Thema für die Zeitschrift interessant ist. Aber welche ist die richtige? »Dazu geben Professoren die besten Tipps«, sagt Anne Neumann, VWL-Juniorprofessorin an der Universität Potsdam. Wer eine Wissenschaftskarriere anpeile, solle möglichst angesehene Zeitschriften wählen. So hoch wie nur irgendwie möglich einzusteigen, dieses Prinzip gilt auch schon für Anfänger, denn der Trend geht zu Qualität statt Quantität.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewirbt beispielsweise derzeit ein neues Konzept für Auswahlverfahren und Drittmittelanträge: Bewerber sollen dabei nur ihre besten Publikationen angeben – und keine langen Listen. Und weil beim »doppeltblinden« Prüfverfahren keine Lebensläufe und Publikationslisten eingereicht werden können, steigert es die Chancen bei den »Großen« nicht, wenn man bereits andernorts viele Aufsätze veröffentlicht hat.