Irak: Studieren nach Saddam Hussein
Im kurdischen Teil des Iraks entstehen Universitäten. Viele Absolventen wollen auch nach der Uni in ihrer Heimat leben und arbeiten. Von Mathias Hamann
© Mathias Hamann

Campus der American University
Im Irak arbeiten, und auch noch als Frau? "Am Anfang haben mich einige Kollegen für verrückt erklärt", sagt Britta Bergemann. "Aber es ist ein toller Lehrauftrag." Die Professorin lehrt Internationales Marketing an der Hochschule Furtwangen und im Rahmen eines Masterprogramms auch an der American University in Suleimanija, einer jungen Hochschule im kurdischen Teil des Irak.
"Ich habe hier keine Angst", sagt Bergemann. "Höchstens vor einem Autounfall." Über die Sicherheit in der autonomen Region Kurdistan wachen die Peschmerga. Einst kämpften sie in den Bergen gegen Saddam Hussein, heute kontrollieren die Männer an Checkpoints Fahrzeuge. Während im Süden des Irak die Bomben explodieren, prosperiert der kurdische Teil: Vielerorts entstehen neue Wohnhäuser und Einkaufszentren. Auf den breiten Straßen blitzen neue weiße Autos, trotz Radarfallen kommt es allerdings immer wieder zu schweren Unfällen. Laut Zählung des
Ministeriums für Planung und Entwicklung
gab es 2003 drei Universitäten, 2009 waren es schon 18.
Das Studium an staatlichen Hochschulen ist für jeden Kurden gratis, egal ob er aus der Türkei, Syrien, dem Irak oder Iran kommt. Wer es nicht auf eine der staatlichen Unis schafft, versucht es an einer privaten, wie der American University. Amerikanisch an ihr ist das Ausbildungssystem: Eine Art Studium Generale mit Kursen in Geschichte, Philosophie aber auch Mathematik. Später spezialisieren sich die Absolventen. Amerikanisch ist auch das Gebührensystem: 10.000 Dollar kostet der Besuch der Uni im Jahr. Wer ein bestimmtes Niveau beim Eingangstest erreicht, bekommt Rabatt oder ein Stipendium.
Karwan Gaznay bekommt ein Teilstipendium, seine Eltern zahlen den Rest. Der 21-Jährige möchte sich an der American University auf Internationale Beziehungen spezialisieren. Neben Stipendien ist Sponsoring eine weitere Möglichkeit, die Gebühren nicht selbst zu zahlen. Als Sponsoren treten Firmen oder auch die öffentliche Verwaltung auf. Um in den Genuss dieser Förderung zu kommen, braucht es nicht unbedingt Begabung oder Leistung, es reicht Wasta. Das kurdische Wort lässt sich übersetzen als Verbindungen, Vernetzung oder Vetternwirtschaft. "Wasta läuft meistens über die Familien", sagt Karwan Gaznay. Seine Familie hat zwar etwas Geld für die Studiengebühren aber nicht genug Wasta für ein Sponsoring. Sie kennen nicht die richtigen Leute.







Toll, dass es Menschen wie Frau Bergemann gibt.
Und interessant, dass der US-Einmarsch tatsächlich auch gutes gebracht hat.
Der Artikel ist doch ein blanker Hohn für die Toten, durch den Ami Angriffskrieg befindet sich der Irak seit fast 8 Jahre in einem Bürgerkriegszustand bei dem hunderttausende getötet wurden und es ist immer noch keine Ende in Sicht.
Der Artikel ist doch ein blanker Hohn für die Toten, durch den Ami Angriffskrieg befindet sich der Irak seit fast 8 Jahre in einem Bürgerkriegszustand bei dem hunderttausende getötet wurden und es ist immer noch keine Ende in Sicht.
Der Artikel ist doch ein blanker Hohn für die Toten, durch den Ami Angriffskrieg befindet sich der Irak seit fast 8 Jahre in einem Bürgerkriegszustand bei dem hunderttausende getötet wurden und es ist immer noch keine Ende in Sicht.
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Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er
Dürften die Menschen vorher nicht studieren?
Die Peshmerga zeichnete immer aus, dass sie den richtigen Spagat zwischen den Traditionen, einer sozialverträglichen Politik und allgemeiner Akzeptanz bei der Bevölkerung hinbekamen. Das ist genau das Problem der PKK im kurdischen Teil der Türkei, die ideologisch aufgeladen und nicht allgemein akzeptiert ist, ganz zu schweigen von deren Methoden der Kriegführung. Aber es freut mich, dass es mehr oder weniger nun einen freien kurdischen Staat gibt, der sich selbst verwaltet - und noch dazu eine sinnvolle Verwendung für die alten Kämpfer findet.
die sunnitischen kurden vereinen mit den sunnitürken,danach den syrien und dn iran unjd den libanon angreifen,die armen kurden,sie werden als hunde benutzt.sie machen es aber bewusst damit sie einen staat auf die beine bekommen.
welche gruppe werden sich demnächst als hunde an die russen und chinesen verkaufen?
Es freut mich zu lesen, dass meine kurdischen Landsleute vorankommen, während anderswo, Araber, sich selbst geiseln, und Türken, sich ihre Fortschrittlichkeit, dem Kemalismus, von anatolischen Bauern berauben lassen.
Ich hoffe, wir bekommen Nord-Syrien und den Osten der Türkei noch und gliedern uns als föderaler Staat einem iranischen Konstrukt, das sich in der Mitte findet, eben fortschrittlich, laizistisch und konservativ, traditionell.
Möge Kurdistan auferstehen, und sich wieder, wie Israel es vorgemacht hatte, seinen alten Tagen besinnen; in der Kurdistan, als medisches, guttisches und mittanisches Reich von sich Reden lassen hat. Die Hochkultur ist wieder am kommen, haltet euch Fest Araber und Türken!
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