Gerrit Cziehso, 23, studiert Wirtschaftswissenschaften im 7. Semester an der TU Dortmund

"Meine Familie ist normalerweise weit verstreut, Weihnachten ist das einzige Mal im Jahr, wo wir uns alle sehen. Nach Essen und Bescherung gehe ich Heiligabend mit dem Weihnachtsgeld in der Tasche noch feiern – das ist auch schon Tradition. Was nervt, ist dieser ganze Konsum-Quatsch. Alle drehen komplett durch, weil ja jeder unbedingt das größte Geschenk anschleppen muss. Ich bemühe mich, mich davon nicht anstecken zu lassen."

© Tobias Jochheim

Carlos Villela, 30, promoviert in Entwicklungspolitik an der Ruhr-Uni Bochum

"In diesem Jahr feiere ich gar nicht. Weihnachten fällt einfach aus. Ich stecke mitten in einer Trennung, das wird mein erstes Weihnachtsfest alleine. Geschenke, Essen, Musik – ich halte mich aus allem komplett raus. An Heiligabend werde ich wohl fernsehen und früh ins Bett gehen. Umso mehr freue ich mich auf das neue Jahr. Wie sagt man? 'Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …'"

© Tobias Jochheim

Jana Reuter, 22, studiert Sozialökonomik im 5. Semester an der Uni Erlangen-Nürnberg (derzeit im Auslandssemester in Göteborg)

"Dieses Jahr feiere ich nicht mit meiner Familie, sondern mit vielen internationalen Studenten in einer Gemeinschaftsküche in meinem Göteborger Studentenwohnheim. Mit Weihnachtsschinken, Weihnachtsknäckebrot und Weihnachtsbier. Die Schweden haben von fast allem eine Weihnachtsversion, sogar von der Milchpackung grinst mir eine Kuh mit Nikolausmütze entgegen. Großartig!
Und nervige Musik, aggressive Werbung, überteuerter Glühwein und ein bisschen Geschenke-Stress gehören einfach dazu. Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen bei mir noch richtig Weihnachtsstimmung aufkommt!"