Feiertage Wie Studenten Weihnachten verbringen

Bei den Eltern in der deutschen Provinz, im Studentenwohnheim im Ausland oder allein zuhause? Wir haben uns unter Studenten umgehört, was sie an Weihnachten machen.

Gerrit Cziehso, 23, studiert Wirtschaftswissenschaften im 7. Semester an der TU Dortmund

"Meine Familie ist normalerweise weit verstreut, Weihnachten ist das einzige Mal im Jahr, wo wir uns alle sehen. Nach Essen und Bescherung gehe ich Heiligabend mit dem Weihnachtsgeld in der Tasche noch feiern – das ist auch schon Tradition. Was nervt, ist dieser ganze Konsum-Quatsch. Alle drehen komplett durch, weil ja jeder unbedingt das größte Geschenk anschleppen muss. Ich bemühe mich, mich davon nicht anstecken zu lassen."

Carlos Villela, 30, promoviert in Entwicklungspolitik an der Ruhr-Uni Bochum

"In diesem Jahr feiere ich gar nicht. Weihnachten fällt einfach aus. Ich stecke mitten in einer Trennung, das wird mein erstes Weihnachtsfest alleine. Geschenke, Essen, Musik – ich halte mich aus allem komplett raus. An Heiligabend werde ich wohl fernsehen und früh ins Bett gehen. Umso mehr freue ich mich auf das neue Jahr. Wie sagt man? 'Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …'"

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Jana Reuter, 22, studiert Sozialökonomik im 5. Semester an der Uni Erlangen-Nürnberg (derzeit im Auslandssemester in Göteborg)

"Dieses Jahr feiere ich nicht mit meiner Familie, sondern mit vielen internationalen Studenten in einer Gemeinschaftsküche in meinem Göteborger Studentenwohnheim. Mit Weihnachtsschinken, Weihnachtsknäckebrot und Weihnachtsbier. Die Schweden haben von fast allem eine Weihnachtsversion, sogar von der Milchpackung grinst mir eine Kuh mit Nikolausmütze entgegen. Großartig!
Und nervige Musik, aggressive Werbung, überteuerter Glühwein und ein bisschen Geschenke-Stress gehören einfach dazu. Ich hoffe, dass in den nächsten Tagen bei mir noch richtig Weihnachtsstimmung aufkommt!"

Leser-Kommentare
  1. MINT-Studenten sind mal wieder sehr zahlreich zu Wort gekommen.

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    • dojon
    • 22.12.2011 um 9:18 Uhr

    Liegt wohl and der Zusammensetzung des Zeit Redaktionsteams

    Entfernt. Bemühen Sie sich um einen sachlichen und konstruktiven Kommentarstil. Die Redaktion/mak

    • dojon
    • 22.12.2011 um 9:18 Uhr

    Liegt wohl and der Zusammensetzung des Zeit Redaktionsteams

    Entfernt. Bemühen Sie sich um einen sachlichen und konstruktiven Kommentarstil. Die Redaktion/mak

  2. .. finde ich sehr gut!

    3 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Kirche"
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    Warum?

    Warum?

  3. Es wurde ja hier schon oft angesprochen, dass MINT-Studenten hier systematisch ausgeklammert werden. Woher rührt nur diese nicht mehr ganz so latente Abneigung der Zeit-Redaktion?
    Da werden einerseits Artikel über die Wahl des "richtigen" Studienfachs geschrieben und dann ständig diese Art der Selektion.

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    Tja, warum keine MINT-Studenten?

    Als MINT-Student sehe ich da zwei Gründe, die allerdings sehr subjektiver Natur sind:

    Zum einen: MINT-ler sind weniger in den "lauten" Dingen engagiert, weil die meisten Studiengänge der "klassichen Wissenschaften" (Mathe Physik, Chemie, Biologie und andere) einfach extrem (zeit-)aufwendig sind. Da bleibt eben wenig bis gar keine Zeit, sich medienwirksam zu engagieren.

    Auf der anderen Seite werden die MINT-Fächer immer als unverzichtbar, aber irgendwie mit einem Makel behaftet (so jedenfalls meine, begrenzte Wahrnehmung) gesehen. Besonders, weil ohne Mathematik nichts geht, was für die meisten "nicht Eingeweihten" sowieso eine Erfindung des Teufels ist. (Auch das größte Hindernis in der Schule: Nicht der schlechte Unterricht, sondern die Einstellung von vorn herein: "Mathe verstehe ich sowieso nicht, ist alles Mist!" zu sagen. )

    Allerdings muss man als "Auserwählter (ja, in diesem Beitrag ist (Selbst-)Ironie zu finden)fair sein und sich die Zahlen anschauen, es gibt einfach mehr Leute, die nicht-MINT-Fächer studieren. In einer Stichprobe von diesem sehr kleinen Umfang ist es da nicht weiter verwunderlich, dass sie weniger vertreten sind. Allerdings, für ein Gesamtbild wäre es schön gewesen, generell eine breitere Fächerbasis darzustellen.

    Tja, warum keine MINT-Studenten?

    Als MINT-Student sehe ich da zwei Gründe, die allerdings sehr subjektiver Natur sind:

    Zum einen: MINT-ler sind weniger in den "lauten" Dingen engagiert, weil die meisten Studiengänge der "klassichen Wissenschaften" (Mathe Physik, Chemie, Biologie und andere) einfach extrem (zeit-)aufwendig sind. Da bleibt eben wenig bis gar keine Zeit, sich medienwirksam zu engagieren.

    Auf der anderen Seite werden die MINT-Fächer immer als unverzichtbar, aber irgendwie mit einem Makel behaftet (so jedenfalls meine, begrenzte Wahrnehmung) gesehen. Besonders, weil ohne Mathematik nichts geht, was für die meisten "nicht Eingeweihten" sowieso eine Erfindung des Teufels ist. (Auch das größte Hindernis in der Schule: Nicht der schlechte Unterricht, sondern die Einstellung von vorn herein: "Mathe verstehe ich sowieso nicht, ist alles Mist!" zu sagen. )

    Allerdings muss man als "Auserwählter (ja, in diesem Beitrag ist (Selbst-)Ironie zu finden)fair sein und sich die Zahlen anschauen, es gibt einfach mehr Leute, die nicht-MINT-Fächer studieren. In einer Stichprobe von diesem sehr kleinen Umfang ist es da nicht weiter verwunderlich, dass sie weniger vertreten sind. Allerdings, für ein Gesamtbild wäre es schön gewesen, generell eine breitere Fächerbasis darzustellen.

  4. Also die Umfrage und der Text sind ja ganz schön, aber die Fotos erinnern mich doch eher an mein kleines Lokalblatt, die keine Mittel haben und der Redakteuer selbst mit seiner Billigknipse im Vorbeigehen schnell ein paar Fotos macht.
    Das hat mich doch schon sehr erstaunt so eine Qualität, technisch wie auch kompositorisch, in der Zeit zu finden.

    Leider wurde ich erneut in meiner Entscheidung die Zeit nicht mehr im Abo zu haben, bestätigt. Schade.

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  5. Tja, warum keine MINT-Studenten?

    Als MINT-Student sehe ich da zwei Gründe, die allerdings sehr subjektiver Natur sind:

    Zum einen: MINT-ler sind weniger in den "lauten" Dingen engagiert, weil die meisten Studiengänge der "klassichen Wissenschaften" (Mathe Physik, Chemie, Biologie und andere) einfach extrem (zeit-)aufwendig sind. Da bleibt eben wenig bis gar keine Zeit, sich medienwirksam zu engagieren.

    Auf der anderen Seite werden die MINT-Fächer immer als unverzichtbar, aber irgendwie mit einem Makel behaftet (so jedenfalls meine, begrenzte Wahrnehmung) gesehen. Besonders, weil ohne Mathematik nichts geht, was für die meisten "nicht Eingeweihten" sowieso eine Erfindung des Teufels ist. (Auch das größte Hindernis in der Schule: Nicht der schlechte Unterricht, sondern die Einstellung von vorn herein: "Mathe verstehe ich sowieso nicht, ist alles Mist!" zu sagen. )

    Allerdings muss man als "Auserwählter (ja, in diesem Beitrag ist (Selbst-)Ironie zu finden)fair sein und sich die Zahlen anschauen, es gibt einfach mehr Leute, die nicht-MINT-Fächer studieren. In einer Stichprobe von diesem sehr kleinen Umfang ist es da nicht weiter verwunderlich, dass sie weniger vertreten sind. Allerdings, für ein Gesamtbild wäre es schön gewesen, generell eine breitere Fächerbasis darzustellen.

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  6. ...MINT?

    3 Leser-Empfehlungen
    • gnaaa
    • 21.12.2011 um 19:50 Uhr
    7. Kirche

    Krass. Keiner geht in die Kirche

    2 Leser-Empfehlungen
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    .. finde ich sehr gut!

    .. finde ich sehr gut!

    • CCJosh
    • 21.12.2011 um 23:03 Uhr

    es jedoch für sehr gut Halte das Menschen irrationale Überzeugungen jeder Art ablehnen find ich dies sehr gut.

    2 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Ernstgemeinte Frage:"

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