Ob Blind Dates für die Mensa oder ein Garten auf dem Uni-Dach: Auf der Website unigestalten.de ist aus Vorschlägen von Studenten, Professoren und Ehemaligen ein riesiger Fundus an Ideen für den Hochschulalltag entstanden. Hervorgegangen ist das Portal aus einem Ideenwettbewerb der Jungen Akademie, einem Zusammenschluss verschiedener Nachwuchswissenschaftler und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Wir präsentieren zehn Ideen, mit denen jeder seinen Uni-Alltag ein kleines bisschen besser machen kann.

Nickerchen zwischen den Vorlesungen
Wer viel lernt, muss auch viel feiern – da kommt der Schlaf gerne mal zu kurz. Um den Uni-Alltag dennoch ausgeruht meistern zu können, bieten sogenannte Schlaf- oder Napboxen die Möglichkeit für ein Nickerchen zwischen den Vorlesungen. An Flughäfen hat das Konzept bereits Erfolg: Für ein paar Euro mieten müde Geschäftsleute die Boxen im Halbstundentakt. Noch steckt das Modell in den Kinderschuhen; der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Wie wäre es etwa mit Doppelbett-Boxen?

Gegen Lampenfieber bei Referaten
Das Herz schlägt bis zum Hals, die Knie werden weich: Ein Referat ist für manche ein Horrorerlebnis. Wie wär’s mit Rat von Bühnen-Profis? Schauspieler und Regisseure kennen eine Menge Tipps für den sicheren Auftritt: Atemtechniken und Rhetoriktricks mindern nicht nur die Nervosität, sondern kitzeln auch die Freude am Vortragen heraus. Professoren aus Jena und Heidelberg haben bereits Fortbildungen für nervöse Doktoranden initiiert. Wer solch ein Seminar auch an seiner Uni anbieten will, fragt einfach bei der nächsten Schauspielschule an – oder wendet sich an einen schauspielenden Kommilitonen.

Aus Filmen lernen
Ob Jurassic Park, Matrix oder Avatar – die futuristischen Technologien in Filmen werden immer ausgefeilter und wirken manchmal erstaunlich realistisch. Doch was steckt wirklich hinter den Ideen aus Hollywood? Das könnte man bei einem Filmabend mit dem Prof untersuchen. Erst den Film schauen, dann die Visionen der Hollywood-Autoren auf ihre Umsetzbarkeit prüfen. Auch die Kooperation mehrerer Fachrichtungen ist möglich: Während Naturwissenschaftler der Frage nachgehen, ob aus einem Tropfen Dinosaurierblut tatsächlich eine ganze Art wiederbelebt werden kann, könnten Geisteswissenschaftler die Parallelen zwischen Matrix und Platons Höhlengleichnis untersuchen.

Blind Dates für die Mensa
Tobi schmatzt, Maria lästert und Celine redet ohne Pause: Wer keine Lust hat, immer mit den gleichen Kommilitonen in der Mensa zu sitzen, sollte an seiner Uni die "Lunch Buddy"-Idee umsetzen. Über eine Internetplattform meldet man sich zum akademischen Blind Date an. Ein Zufallsgenerator entscheidet, wer mit wem an einem Tisch sitzt. Denkbar ist auch, die Paarungen nach vorher angegebenen Vorlieben zusammenzustellen. So trifft Tobi einen Sitznachbarn, dem innere Werte wichtiger sind als Tischmanieren. Maria findet eine Lästerschwester. Und Celine einen wortkargen Kommilitonen, der ihren Worten gebannt lauscht.

Gute Ideen für den Uni-Alltag sammeln
In vielen Unternehmen sind Ideenwerkstätten schon etabliert: Portale im Intranet, auf denen Mitarbeiter ihre Ideen und Anregungen für einen besseren Alltag veröffentlichen. Das kann ein moderner Seifenspender sein oder flexiblere Arbeitszeiten. Da im Hochschulalltag bekanntlich nur wenig wirklich rund läuft, sind Tipps, die den Alltag erleichtern, Gold wert. Als Anreiz werden die Ideengeber finanziell prämiert, sobald ein Konzept realisiert worden ist.