ProkrastinationHier gibt's Ablenkung von der Hausarbeit

Lieber im Netz lesen als für die Prüfung zu lernen? Oft fällt es schwer, zu tun, was man sollte. Eine Psychologin gibt im Skype-Interview Tipps gegen das Aufschieben.

ZEIT Campus 4/2012

 Prokrastination – das ist das Fachwort dafür, wenn man etwas Unangenehmes, Schwieriges oder Langweiliges lieber auf morgen verschiebt. Jeder zweite Student neigt dazu, jeder fünfte zählt sich zu den chronischen Aufschiebern. Das zeigen Studien.

Die Uni Münster bietet ihren Studenten bei diesen Problemen Hilfe. Notorische Aufschieber können sich hier in Deutschlands einziger Prokrastinationsambulanz beraten lassen. Deren Leitern, Margarita Engberding, gibt im Skype-Interview Tipps, wie man lernt, anzufangen – und Aufgaben dann auch zu Ende zu bringen.

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Leser-Kommentare
  1. ... müsste ich gerade an meine Diss ran, aber ich schaue mir lieber dieses Interview an :)

    9 Leser-Empfehlungen
  2. Dass die Unart, Unliebsames in der Welt tun zu müssen, als selbstverständlich angesehen wird.

    ICH SAGE: Es ist das natürlichste und angemessenste der Welt, das lesen zu wollen, wo das eigene Urteil sagt: JA DAS IST JETZT RICHTIG, WICHTIG (ALS BEANTWORTUNG FÜR EBENSO SELBST GESTELLTE FRAGEN) UND ES IST INTERESSANT.

    DIe Leute glauben, es muss so sein dass man fremden Autoritäten folgen muss (auswendig lernen), besonders im Fach und Profession ist dieser Glaube stark vertreten. Die Anpassung an die SKlaverei wird als Normalität gesehen (denn um nichts anderes handelt es sich bei unserer Gesellschaftsform).
    Und das Ungesunde daran nicht begriffen. Wir Menschen sind eben keine geborenen Wesen, die nur FOlge zu leisten hätten. Ohne eigenstndig geschulte Urteilskraft sind wir reduziert auf Funktionierende (des Status Quo). Und diese Urteilsfähigkeit kann nun einmal kein DIPLOM ersetzen.

    So sind diese ganzen Tips nur Tips, um besser zu funktionieren: Das Lernen in der heutigen Verblödungsgesellschaft (weil es keine Bildung beinhaltet), bleibt völlig auf der Strecke. Das wirkliche Lernen...

    3 Leser-Empfehlungen
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    Ähm, sorry, aber lese ich ihren Beitrag richtig: Nur das tun wozu man (gerade) Bock hat? Dann würde mich 'mal interessieren, wer Bock darauf hat, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten - also quasi Arbeiten gegen Bezahlung.

    Ich glaube nämlich, dass ich von jemandem dafür bezahlt werde, irgendwas für irgendwen zu tun, was ich andernfalls nicht tun würde, sonst gäbe es meine Leistung ja auch gratis und keiner müsste dafür bezahlen. Oder?

    Ihr Lamento, alles würde stets nur dazu dienen, dass wir besser funktionieren um besser ausgebeutet zu werden oder ständig fremden Autoritäten zu folgen halte ich für maßlos überzogen, ganz zu schweigen vom schwülstigen Pathos der Sklaverei.

    Geht's auch 'ne Nummer kleiner?

    Ähm, sorry, aber lese ich ihren Beitrag richtig: Nur das tun wozu man (gerade) Bock hat? Dann würde mich 'mal interessieren, wer Bock darauf hat, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten - also quasi Arbeiten gegen Bezahlung.

    Ich glaube nämlich, dass ich von jemandem dafür bezahlt werde, irgendwas für irgendwen zu tun, was ich andernfalls nicht tun würde, sonst gäbe es meine Leistung ja auch gratis und keiner müsste dafür bezahlen. Oder?

    Ihr Lamento, alles würde stets nur dazu dienen, dass wir besser funktionieren um besser ausgebeutet zu werden oder ständig fremden Autoritäten zu folgen halte ich für maßlos überzogen, ganz zu schweigen vom schwülstigen Pathos der Sklaverei.

    Geht's auch 'ne Nummer kleiner?

  3. 3. [...]

    Entfernt. Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke, die Redaktion/lv

  4. Ähm, sorry, aber lese ich ihren Beitrag richtig: Nur das tun wozu man (gerade) Bock hat? Dann würde mich 'mal interessieren, wer Bock darauf hat, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten - also quasi Arbeiten gegen Bezahlung.

    Ich glaube nämlich, dass ich von jemandem dafür bezahlt werde, irgendwas für irgendwen zu tun, was ich andernfalls nicht tun würde, sonst gäbe es meine Leistung ja auch gratis und keiner müsste dafür bezahlen. Oder?

    Ihr Lamento, alles würde stets nur dazu dienen, dass wir besser funktionieren um besser ausgebeutet zu werden oder ständig fremden Autoritäten zu folgen halte ich für maßlos überzogen, ganz zu schweigen vom schwülstigen Pathos der Sklaverei.

    Geht's auch 'ne Nummer kleiner?

    3 Leser-Empfehlungen
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    Das was sie da als Gegenargument bringen ist der Marx'sche Fetisch: Die Angewohnheit ALLES als Ware zu verstehen, die einen Gegenwert hat, der erarbeitet werden muss.

    Wir sind in unserer Gesellschaftsform so darin verhangen, dass man schon misstrauisch ist, wenn einem jemand etwas schenkt. Dabei sind die schönsten Dinge des Lebens kostenlos und fragen auch nicht nach dem Diplom.

    Das was sie da als Gegenargument bringen ist der Marx'sche Fetisch: Die Angewohnheit ALLES als Ware zu verstehen, die einen Gegenwert hat, der erarbeitet werden muss.

    Wir sind in unserer Gesellschaftsform so darin verhangen, dass man schon misstrauisch ist, wenn einem jemand etwas schenkt. Dabei sind die schönsten Dinge des Lebens kostenlos und fragen auch nicht nach dem Diplom.

  5. Entfernt. Bitte diskutieren Sie das konkrete Thema. Danke, die Redaktion/mk

    • 2eco
    • 04.07.2012 um 17:30 Uhr

    jetzt habe ich mich wieder selbst ertappt :D

    Also schnell zurück an die Arbeit.

    Tipp Nummer 1: Niemals den Browser offen lassen wenn man arbeitet ;) ....WLAN ausschalten ist sogar noch besser ;)

    Eine Leser-Empfehlung
  6. ihr hab ,,vergessen`` die überschrift zu löschen.

    • keibe
    • 04.07.2012 um 20:41 Uhr

    "Eine Psychologin gibt im Skype-Interview Tipps gegen das Aufschieben."

    Kleiner Seitenhieb (nicht gegen die Psychologin):

    Ich bin sicher, dass auch ein gewisser Karl-Theodor zu G. gewisse, an der Realität geschärfte Instrumente bereit zu stellen vermag, um Hausarbeiten ihren Nimbus der Anstrengung nehmen zu können und Studenten, die "lieber im Netz lesen" willkommene Wege aufzuzeigen vermag, das Leidige (die Hausarbeit) mit dem Nützlichen ("lieber im Netz lesen") sinnvoll zu koppeln.

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