Syrien: Ein Student im Kampf gegen das Assad-Regime
Mohammed lebt in Aleppo, das seit Tagen erneut von syrischen Truppen bombardiert wird. Einst demonstrierte er für die Revolution, jetzt bleibt ihm nur noch die Flucht.
Neben Mohammed Schadi liegt ein Kalaschnikow-Gewehr. Der Elektroingenieur-Student lebt versteckt in einem Haus der umkämpften syrischen Stadt Aleppo, die am Donnerstag von Regierungstruppen unter Beschuss genommen wurde.
Sein Leben richtet sich nach dem Rhythmus der Kämpfe: In ruhigen Momenten liest er auf seinem Laptop die jüngsten Kommentare zur Lage, denn im Internet begann nach seiner Ansicht vor fast anderthalb Jahren der Protest gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.
"Seit März 2011 war ich bei Facebook in Gruppen, die mit Syrien zu tun hatten", sagt der 24-Jährige. "Damals dachte ich, die Regierung werde in sechs Monaten gestürzt sein." Der junge Mann erinnert sich noch genau an seine erste Demonstration am 15. März 2011. Höchstens 400 Demonstranten waren damals in Aleppo auf der Straße, aus der Ferne beobachtet von den Schabiha-Milizen, Assads Handlagern. "Wir hatten nur Zeit, zweimal 'Allah Akbar' (Gott ist groß) zu rufen, dann haben die Schabiha begonnen zuzuschlagen", schildert Mohammed den Verlauf der Kundgebung.
Vier Tage Prügel
Im Laufe der Wochen engagiert sich der Student wie viele andere Kommilitonen in der Protestbewegung gegen das Assad-Regime. Die Universität von Aleppo, der strategisch wichtigen Wirtschaftsmetropole im Nordwesten, wird zur zentralen Anlaufstelle, immer mehr Studenten schließen sich den Protesten an. Von Monat zu Monat wird die Auseinandersetzung mit Assads Truppen härter: Die Schabiha gehen mit Elektroschockern, Knüppeln und Messern gegen die Demonstranten vor. "Um uns zu verteidigen, haben wir Steine geworfen, aber sie haben dann Schusswaffen eingesetzt", sagt Mohammed.
Sein Freund Maher muss für neun Monate ins Gefängnis. Mohammed wird vorsichtiger und schläft stets woanders. Als das neue Studienjahr beginnt, nimmt der 24-Jährige Kontakt zu Kleinkriminellen auf, die die Demonstranten für rund 15 Euro beschützen sollen. "Die Schabiha haben sie auch eingesetzt, warum wir nicht?", sagt er. Im Oktober wird Mohammed zum ersten Mal festgenommen und vier Tage lang in einer Zelle des Militärgeheimdienstes verprügelt.
Doch die Gewalt schreckt ihn nicht ab: Wenige Monate später demonstriert er wieder mit 200 Studenten. Die Schabiha wollen die Demonstration auflösen. Nachdem ein Schuss fällt und ein Milizionär sein Gewehr erneut lädt, ergibt sich Mohammed. Es folgen acht Tage in einer Zelle der Militärsicherheit mit Dutzenden anderen Gefangenen.
Mohammed soll von der Universität ausgeschlossen werden
Jeden Tag wird Mohammed verhört und schon im Gang geschlagen, mit verbundenen Augen. "Bist du bereit zu reden?", wird er gefragt. Als Mohammed ausweichend antwortet, folgen neue Schläge. Die Peiniger wollen wissen, woher Mohammed von der Demonstration wusste, ob er Geld für die Teilnahme bekam und ob er zum Terrornetzwerk Al-Kaida gehört.
Manchmal werden mehrere Gefangene kniend aufgereiht, die Hände auf dem Rücken zusammengebunden. Dann bekommt jeder eine Frage gestellt. "Eine schlechte Antwort bedeutete fünf oder zehn Stockschläge auf die Fußsohlen. Dann mussten wir eine Runde rennen", sagt der Student.
Nach acht Tagen verfügt ein Richter seine Freilassung. Doch Mohammed erfährt, dass er von der Universität ausgeschlossen werden soll und sich wohl nicht mehr frei bewegen kann. "Da wollte ich das Land verlassen." Er schickt seinen Bruder Ahmed los, um einen Pass zu besorgen. Doch dieser wird ebenfalls festgenommen und 20 Tage lang gefoltert.
Mohammed will nun "der Revolution von außerhalb helfen". Dass Assad irgendwann abtreten wird, gilt für den Studenten als sicher. Doch Frieden werde dann noch lange nicht herrschen. Dafür gebe es zu viele Waffen unter den Rebellen und den islamistischen Gruppen. "Sie haben Waffen an 15- bis 17-jährige Jungen verteilt. Das macht mir Angst."








deuten an wie wenig Informationen es zu den Rebellengruppen gibt und was das Land erwartet nachdem genug Kleinwaffen aus westlichen Produktionsfabriken an die Syrer verteilt wurden.
"Doch Frieden werde dann noch lange nicht herrschen. Dafür gebe es zu viele Waffen unter den Rebellen und den islamistischen Gruppen."
Hier besteht ein großer Bedarf an objektiver Berichterstattung und realistischer Szenarioentwicklung. Es reicht vermutlich ein social media kompetenter Redakteur der Arabisch lesen kann...
als ein friedliches Aufbegehren stattfand und westliche Geheimdiesnte diese Demonstationen als Anlaß nahmen einen blutigen Umsturz unter Beihilfe von Al-Kaida herbeizuführen.
Doch wer denk Al-Kaida geht jetzt wieder nach hause nach Pakistan irrt gewaltig. Deutschland sllte sich endlich von den US Machenschaften distanzieren. Wenn Syrien ausfällt könnte Deutschland den Platz im Wiederstandgegen die US Aggressionen einnehmen - es wäre ein günstiger Moment.
Achtung! Wir erinnern uns alle an die Geschichten der heroischen Turnschuhrebellen im Kampf gegen den Tyrannen Gaddhafi. Wieviel davon war wahr und wieviel Propaganda?
...auch beim lesen des "Artikels" gedacht ;-)
P.S. Was folgern wir aus einem derartigen Artikel?
mit Libyen aussagen? Und wieviel wahr und Propaganda ist, kann man auch bei manchem Beitrag im Zeit Forum mit Fug und Recht stellen. Worauf wollen Sie also hinaus?
Das wohl nicht. Eher ein sehr selektives Berichten über einige nicht repräsentative Individuen.
Warum tun die hiesigen Medien das? Welcher Deutsche kann sich schon mit einem stark gläubigen Dorfsyrer identifizieren, der zur Zeit von der Hand zum Mund lebt?
Lieber falsche Hoffnungen auf ein kommendes Demokratiesystem nach westlichem Vorbild verbreiten, indem man suggeriert der Revolution würden hauptsächlich westliche Werte zugrunde liegen.
So wollen wir es haben. Häppchenweise eingelullt. Bloß nicht das Verdauungssystem überstapazieren.
...auch beim lesen des "Artikels" gedacht ;-)
P.S. Was folgern wir aus einem derartigen Artikel?
mit Libyen aussagen? Und wieviel wahr und Propaganda ist, kann man auch bei manchem Beitrag im Zeit Forum mit Fug und Recht stellen. Worauf wollen Sie also hinaus?
Das wohl nicht. Eher ein sehr selektives Berichten über einige nicht repräsentative Individuen.
Warum tun die hiesigen Medien das? Welcher Deutsche kann sich schon mit einem stark gläubigen Dorfsyrer identifizieren, der zur Zeit von der Hand zum Mund lebt?
Lieber falsche Hoffnungen auf ein kommendes Demokratiesystem nach westlichem Vorbild verbreiten, indem man suggeriert der Revolution würden hauptsächlich westliche Werte zugrunde liegen.
So wollen wir es haben. Häppchenweise eingelullt. Bloß nicht das Verdauungssystem überstapazieren.
...auch beim lesen des "Artikels" gedacht ;-)
P.S. Was folgern wir aus einem derartigen Artikel?
Anscheinend soll hier der Versuch unternommen werden, in "gute" und "böse" Rebellen zu unterteilen, um angesichts der bekannt gewordenen Tatsachen zur islamistischen Ausrichtung, dem sogenannten "Aufstand" wieder mehr Legitimität zu verleihen.
Ja, sie wollen keinen Krieg, haben immer Namen, sind sympathische Jungs mit soliden Ausbildungen (Elektrotechnik), und keine Ganoven, Söldner und Killer aus aller Herren Länder.
"Um uns zu verteidigen, haben wir Steine geworfen, aber sie haben dann Schusswaffen eingesetzt", sagt Mohammed."
Der Artikel versucht, ein Bild zu entwerfen, in dem die syrischen Truppen die Angreifer sind, was ja wichtig für die vorgeblich Legitimität eines Krieges ist.
Das entspricht meiner Ansicht nach nicht den Tatsachen dieses Konflikts, in dem Schwerbewaffnete auf beiden Seiten kämpfen, und der syrische Staat einen berechtigten Kampf um seine staatliche Souveränität führt.
Das sind aber mickrige Zahlen für einen Volksaufstand.
Assad-Diktatur 200 Leute demonstrieren, dann hat das was zu heißen. Das mag Leuten, die ungestört überall ihre Meinung frei sagen können, merkwürdig vorkommen, aber es hat seinen Grund.
Haben Sie gelesen, was dem Student nach seinem friedlichen Protest passiert ist? Wenn ja, hat man den Eindruck, Sie hätten es nicht recht begriffen.
Assad-Diktatur 200 Leute demonstrieren, dann hat das was zu heißen. Das mag Leuten, die ungestört überall ihre Meinung frei sagen können, merkwürdig vorkommen, aber es hat seinen Grund.
Haben Sie gelesen, was dem Student nach seinem friedlichen Protest passiert ist? Wenn ja, hat man den Eindruck, Sie hätten es nicht recht begriffen.
..der Repressionen eines Unrechts-Regimes.
Alles, was Assad diesen jungen Leuten antut, die die Zukunft Syriens darstellen, wird sich eines Tages rächen, und den Diktator nicht mehr ruhig schlafen lassen.
Man kann nur hoffen, dass er nicht völlig die contenance verliert, da sein Protokollchef übergelaufen ist, und viele Unschuldige mit in den Tod nimmt.
....die contenance verloren. Schauen Sie, er schlaegt wild um sich herum. Ganz wie ein Monster, der von vielen Jaegern umgebend ist. Was dem Schlafen angeht, da schlaeft er lange nicht mehr ruhig. Seit siebzehn Monaten genauer gesagt. Der Grund hierfuer liegt wohl auf der Hand.
....die contenance verloren. Schauen Sie, er schlaegt wild um sich herum. Ganz wie ein Monster, der von vielen Jaegern umgebend ist. Was dem Schlafen angeht, da schlaeft er lange nicht mehr ruhig. Seit siebzehn Monaten genauer gesagt. Der Grund hierfuer liegt wohl auf der Hand.
Noch extremer sind Berichte über ungenügende Versorgung von Flüchtlingen.
Die aber sofort in ihre Häüser zurückkehren/wiederaufbauen würden. Voraussetzung,die Rebellen wären fort.
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