Uni-Absolventen Viele Angsthasen, kaum Unternehmergeister
Deutschlands Studenten eint ein gemeinsames Ziel: die Festanstellung. Eine Unternehmensgründung wagen die wenigsten. Es sei denn, das Startkapital beträgt nur fünf Euro.
Sein eigener Chef sein – das klang für Sebastian Winkler schon immer verlockend. Die Geschäftsidee dafür tüftelte der 29-jährige Diplominformatiker in seinem Wohnzimmer zusammen mit drei Freunden aus: Eine Software für Smartphones, mit der man große Datenmengen versenden kann.
Unterstützung suchten die Nachwuchsunternehmer beim Gründerzentrum der Berliner Humboldt-Universität (HU). "An dem Antrag haben wir Monate gefeilt", sagt Winkler. Mit Erfolg: Für ihr Geschäftsmodell bekommt das Team nun ein Jahr lang ein Stipendium und Büroräume, die sie kostenlos benutzen dürfen.
Mit ihrem Traum einer eigenen Firma sind Winkler und seine Kollegen hierzulande Exoten. Die Universität St. Gallen befragte jüngst 93.000 Studenten aus 26 Ländern, wie sie zu einer Unternehmensgründung stehen. Ergebnis: Die deutschen Studenten sind zusammen mit Finnen, Japanern und Niederländern am gründungsunwilligsten. 78 Prozent der angehenden Akademiker hierzulande wollen lieber als Angestellte arbeiten.
Jede fünfte Gründung geht pleite
Woran liegt das? Eine Antwort gibt Volker Hofmann von der Humboldt-Innovation, dem Gründungszentrum der HU Berlin. Deutschland habe im internationalen Vergleich einen innovativen Mittelstand, deshalb sei es für viele Studenten attraktiv, bei einer Firma angestellt zu sein. "Viele Studenten schreckt das Risiko ab, das eine Unternehmensgründung mit sich bringt." Die Angst ist nicht ganz unberechtigt: Jede fünfte Gründung von HU-Studenten geht früher oder später pleite.
Auch an der TU Dresden weiß man um Finanzierungsschwierigkeiten. Etwa 50 Studenten versuchen hier jedes Jahr, ein eigenes Unternehmen aufzubauen. "Es ist wichtig, frühzeitig mit vielen potenziellen Käufern ins Gespräch zu kommen", sagt Frank Pankotsch, Geschäftsführer des Gründerzentrums. Dann seien die Chancen höher, einen Investor zu finden.
- Datum 08.10.2012 - 17:23 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Dass aus Studenten gleich Unternehmer werden sollen, ist doch eine reichlich naive Vorstellung. Ausnahmen gibt es immer wieder, aber sinnvoll ist es meiner Ansicht nach nicht. Viel mehr Sinn macht es doch, erstmal ein paar jahre Berufserfahrung zu sammeln, um seine eigenen Stärken kennenzulernen. Hat man sich in einem Bereich entsprechend eingearbeitet, besitzt die notwendigen Kontakte, und stößt dann an innerbetriebliche Grenzen, dann ist der Sprung in die Selbstständigkeit möglich und ratsam. Der Gründer kann dann auch sehr viel besser einschätzten, auf was er sich einlässt. Entsprechend größer dürften die Chancen auf einen Erfolg stehen.
Dass sich Uni-Absolventen einen entsprechenden Lebensplan zurecht legen, hat also weniger mit Angst sondern mit Vernunft zu tun.
Grundsätzlich gilt jedoch, Existenzgründer sollten allgemein großzügig unterstützt werden, soweohl finanziell als auch durch Beratung.
Es gibt allerdings einige Nachteile, zuerst einige Jahre Berufserfahrung zu sammeln.
Als Student ist man in der Regel jung und hat kaum (finanzielle) Verpflichtungen. Wenn man einige Jahre gearbeitet hat und ein gewisses Gehalt bezogen hat, ist man vielleicht in eine größere Wohnung gezogen, man hat sich auf einen (höheren) Lebensstandard gewöhnt etc. Ferner spielt man vielleicht mit dem Gedanken, eine Familie zu gründen.
Wenn man sich in so einer Situation unabhängig macht, dann riskiert man mehr.
Es gibt allerdings einige Nachteile, zuerst einige Jahre Berufserfahrung zu sammeln.
Als Student ist man in der Regel jung und hat kaum (finanzielle) Verpflichtungen. Wenn man einige Jahre gearbeitet hat und ein gewisses Gehalt bezogen hat, ist man vielleicht in eine größere Wohnung gezogen, man hat sich auf einen (höheren) Lebensstandard gewöhnt etc. Ferner spielt man vielleicht mit dem Gedanken, eine Familie zu gründen.
Wenn man sich in so einer Situation unabhängig macht, dann riskiert man mehr.
und wenn ein mutiger "Unternehmergeist" dann pleite geht und von ALG II lebt, gibt's einen neuen Artikel über Sozialschmarotzer.
Wozu sollte ich denn das Risiko einer Unternehmensgründung eingehen?
Pro:
- man ist sein eigener Chef (und evtl. der seiner Angestellten)
Contra:
- man ist IMMER auf Arbeit
- man trägt das Risiko (finanziell und bei techn. Produkten o.ä. auch noch rechtlich)
- der bürokratische Aufwand ist enorm
- man begibt sich in Geiselhaft beim Kreditgeber
- hat man Glück und besetzt eine Niche im Markt, wird man bald aufgekauft oder von Big Playern verdrängt
- hat man Pech und geht Pleite, sind Lebensjahre weg, die man als junger, gesunder Mensch vielleicht nicht unbedingt mit Dauerarbeit und Stress verbringen will
Vielleicht kan mir ja mal jemand nen überzeugendes Argument für ne Unternehmensgründung sagen.
@HorstVomForst
Du bewertest offensichtlich alles rein ökonomisch. Arbeit ist für dich scheinbar ein negativ behafteter Begriff (Stichwort: IMMER auf Arbeit). Im Grunde bin ich momentan 24/7 mit meiner Gründung beschäftigt. Leide ich darunter? Bin ich unglücklich? Das absolute Gegenteil ist der Fall. Ich habe mich noch nie so gut gefühlt. Ich schaffe etwas, was vorher nicht da war. Ich nehme Einfluss auf das Denken und Handeln anderer Menschen. Ich verändere, verbessere einen Markt. Ich gestalte damit die Zukunft mit. Ich fühle mich wirklich frei. Geldzwänge, Risiken, die gehören dazu. Das ist Teil des Geschäfts. Jede Medaille hat zwei Seiten. Es kommt aber immer darauf an, auf was man sich konzentriert. Was einem Wichtig ist. Wir scheinen da also zwei grundweg verschiedenen Typen zu sein. Und das ist auch ok, es muss ja nicht jeder Unternehmer werden.
Aber hierzulande, regiert leider deine Einstellung. Und das ist für Innovation und Fortschritt auch nicht Förderlich.
Vor Allem wenn du dir eines klar machst. Damit Leute wie du in "Sicherheit" ihren Job als Angestellte machen können, mussten irgendwann einmal in der Vergangenheit andere Menschen, unkalkulierbare Risiken eingehen. D.h. es ist ein Wechselspiel. Wollen wir wirklich eine Konsolidierung und Bündelung bei immer weniger, extrem großen Unternehmen erleben, die den Menschen nur noch als Ressource sehen? Es braucht Innovation und Unternehmergeist, damit die Gesellschaft funktioniert!
Pro Gründung
- Man kann all die Ideen, die man hat, in die Tat umsetzen
- Wozu braucht man Urlaub? Den braucht man nur, wenn man arbeitet, also etwas nur wegen des Geldes macht, das man eigentlich nicht machen will.
Macht man aber etwas, das man immer schon machen wollte, ist das wie Hobby. Und wer braucht schon Urlaub vom Hobby machen? Insofern sind diese Lebensjahre auch eine sehr angenehme Erfahrung.
- Man kann ein Zigfaches von dem verdienen, als das, was man als Befehlsempfänger verdient. Sozusagen als Beweis für die Richtigkeit der eigenen Idee,
- Risiko - Als guter Unternehmer versucht man das Risiko
natürlich immer zu minimieren, der Gegenspieler Staat versucht durch neue Regeln und Bestimmungen das Risiko auf den Unternehmer abzuwälzen und auch noch hinterher, nachdem man sich gegen den Staat doch erfolgreich behaupten Konnte, am Gewinn zu partizipieren.
Dem kann man in der heutigen Zeit schon durch Strukturplanung entgegenwirken. Die jüngste unserer Neugründungen arbeitet z.B. mit freien Mitarbeitern in 5 Ländern (das zum Argument Infrastruktur) im virtual office übers Internet. Man spart so viel Büro und Bürokratie und Leiden wie Mindestlohn gibts auch nur, wenn man lokal gebundene Dienste (Handwerk) anbietet. Lieber gleich in der Planung weltweit denken, als eine spätere Funktionsverlagerung steuerlich bestraft zu bekommen.
- Und selbst aus einer Pleite kann man durchaus gestärkt hervorgehen - sie bedeutet nicht das Ende sondern ein Mehr an Erfahrung.
Es ist schön und ich freue mich aufrichtig für Sie, dass Sie Ihr Unternehmertum so positiv empfinden. Hoffentlich bleibt es so.
Ich frage mich, was Ihr Erfolgsrezept ist und stelle mal ein paar Vermutungen an:
Möglicher weise machen Sie irgendwas mit Medien, Beratung oder was Kreatives.
Sie haben keine oder wenige Mitarbeiter und wurden noch nicht in skurrile, arbeitsrechtliche Probleme verwickelt.
Ebenso hat Ihnen wohl auch noch kein Betriebsprüfer Zeit geraubt, Absurditäten unterstellt und Sie wegen Bagatellen in längere Schriftwechsel verwickelt.
Ihre Kunden zahlen die Rechnungen pünktlich, Kredit benötigen Sie keinen und Sie haben immer genug Geld in der Kasse.
Sie haben auch keine Absatzprobleme, denn Ihre Dienstleistung verkauft sich von alleine.
Vermutlich ist Ihr Unternehmen klein, denn wenn es größer wäre würden weite Teile der Gesellschaft und Politik sie als profitgierigen Ausbeuter betrachten, der mit einer dreißig prozentigen Vermögensabgabe und Frauenquote zu belegen ist.
Sie sind vermutlich hoch diszipliniert (motiviert sowieso) und vielleicht auch sehr genügsam.
Dafür bewundere ich Sie ernsthaft und - wie gesagt - freue mich aufrichtig für Sie. Ich hoffe, dass sich Ihr Unternehmen prächtig entwickelt – auch ökonomisch.
Wozu sollte ich denn das Risiko einer Anstellung eingehen?
Pro:
- man kriegt monatliches Einkommen und hat den Puffer einer ca. 3monatigen Kündigungsfrist
Contra:
- man ist nie sein eigener Chef
- man ist IMMER auf Arbeit, ohne dass man das selbst bestimmen kann
- man trägt das Risiko bei fehlenden Aufträgen nach 3 Monaten draußen zu stehen und private Kredite (Haus) nicht mehr bedienen zu können
- der bürokratische Aufwand (Zielvereinbarungen etc.)ist lästig, die Bewertung oft sinnlos und ungerecht
- man begibt sich in Geiselhaft beim Arbeitgeber
- hat man Glück und wird genommen, kann die schlechte Auftragslage einen arbeitslos machen, ohne dass man irgendeinen Einfluss auf die Konzernmutter und deren Entscheidungen am grünen Tisch hat
- hat man Pech und wird arbeitslos, sind Lebensjahre weg, die man als junger, gesunder Mensch vielleicht nicht unbedingt mit Dauerarbeit und Stress für die Brieftasche eines Konzerns verbringen will
????
Also das Lohnarbeit nen reichlich überholtes und gelinde gesagt dummes System ist, hab ich schon früher begriffen. Aber da ist ja noch die normative Kraft des Faktischen.
@HorstVomForst
Du bewertest offensichtlich alles rein ökonomisch. Arbeit ist für dich scheinbar ein negativ behafteter Begriff (Stichwort: IMMER auf Arbeit). Im Grunde bin ich momentan 24/7 mit meiner Gründung beschäftigt. Leide ich darunter? Bin ich unglücklich? Das absolute Gegenteil ist der Fall. Ich habe mich noch nie so gut gefühlt. Ich schaffe etwas, was vorher nicht da war. Ich nehme Einfluss auf das Denken und Handeln anderer Menschen. Ich verändere, verbessere einen Markt. Ich gestalte damit die Zukunft mit. Ich fühle mich wirklich frei. Geldzwänge, Risiken, die gehören dazu. Das ist Teil des Geschäfts. Jede Medaille hat zwei Seiten. Es kommt aber immer darauf an, auf was man sich konzentriert. Was einem Wichtig ist. Wir scheinen da also zwei grundweg verschiedenen Typen zu sein. Und das ist auch ok, es muss ja nicht jeder Unternehmer werden.
Aber hierzulande, regiert leider deine Einstellung. Und das ist für Innovation und Fortschritt auch nicht Förderlich.
Vor Allem wenn du dir eines klar machst. Damit Leute wie du in "Sicherheit" ihren Job als Angestellte machen können, mussten irgendwann einmal in der Vergangenheit andere Menschen, unkalkulierbare Risiken eingehen. D.h. es ist ein Wechselspiel. Wollen wir wirklich eine Konsolidierung und Bündelung bei immer weniger, extrem großen Unternehmen erleben, die den Menschen nur noch als Ressource sehen? Es braucht Innovation und Unternehmergeist, damit die Gesellschaft funktioniert!
Pro Gründung
- Man kann all die Ideen, die man hat, in die Tat umsetzen
- Wozu braucht man Urlaub? Den braucht man nur, wenn man arbeitet, also etwas nur wegen des Geldes macht, das man eigentlich nicht machen will.
Macht man aber etwas, das man immer schon machen wollte, ist das wie Hobby. Und wer braucht schon Urlaub vom Hobby machen? Insofern sind diese Lebensjahre auch eine sehr angenehme Erfahrung.
- Man kann ein Zigfaches von dem verdienen, als das, was man als Befehlsempfänger verdient. Sozusagen als Beweis für die Richtigkeit der eigenen Idee,
- Risiko - Als guter Unternehmer versucht man das Risiko
natürlich immer zu minimieren, der Gegenspieler Staat versucht durch neue Regeln und Bestimmungen das Risiko auf den Unternehmer abzuwälzen und auch noch hinterher, nachdem man sich gegen den Staat doch erfolgreich behaupten Konnte, am Gewinn zu partizipieren.
Dem kann man in der heutigen Zeit schon durch Strukturplanung entgegenwirken. Die jüngste unserer Neugründungen arbeitet z.B. mit freien Mitarbeitern in 5 Ländern (das zum Argument Infrastruktur) im virtual office übers Internet. Man spart so viel Büro und Bürokratie und Leiden wie Mindestlohn gibts auch nur, wenn man lokal gebundene Dienste (Handwerk) anbietet. Lieber gleich in der Planung weltweit denken, als eine spätere Funktionsverlagerung steuerlich bestraft zu bekommen.
- Und selbst aus einer Pleite kann man durchaus gestärkt hervorgehen - sie bedeutet nicht das Ende sondern ein Mehr an Erfahrung.
Es ist schön und ich freue mich aufrichtig für Sie, dass Sie Ihr Unternehmertum so positiv empfinden. Hoffentlich bleibt es so.
Ich frage mich, was Ihr Erfolgsrezept ist und stelle mal ein paar Vermutungen an:
Möglicher weise machen Sie irgendwas mit Medien, Beratung oder was Kreatives.
Sie haben keine oder wenige Mitarbeiter und wurden noch nicht in skurrile, arbeitsrechtliche Probleme verwickelt.
Ebenso hat Ihnen wohl auch noch kein Betriebsprüfer Zeit geraubt, Absurditäten unterstellt und Sie wegen Bagatellen in längere Schriftwechsel verwickelt.
Ihre Kunden zahlen die Rechnungen pünktlich, Kredit benötigen Sie keinen und Sie haben immer genug Geld in der Kasse.
Sie haben auch keine Absatzprobleme, denn Ihre Dienstleistung verkauft sich von alleine.
Vermutlich ist Ihr Unternehmen klein, denn wenn es größer wäre würden weite Teile der Gesellschaft und Politik sie als profitgierigen Ausbeuter betrachten, der mit einer dreißig prozentigen Vermögensabgabe und Frauenquote zu belegen ist.
Sie sind vermutlich hoch diszipliniert (motiviert sowieso) und vielleicht auch sehr genügsam.
Dafür bewundere ich Sie ernsthaft und - wie gesagt - freue mich aufrichtig für Sie. Ich hoffe, dass sich Ihr Unternehmen prächtig entwickelt – auch ökonomisch.
Wozu sollte ich denn das Risiko einer Anstellung eingehen?
Pro:
- man kriegt monatliches Einkommen und hat den Puffer einer ca. 3monatigen Kündigungsfrist
Contra:
- man ist nie sein eigener Chef
- man ist IMMER auf Arbeit, ohne dass man das selbst bestimmen kann
- man trägt das Risiko bei fehlenden Aufträgen nach 3 Monaten draußen zu stehen und private Kredite (Haus) nicht mehr bedienen zu können
- der bürokratische Aufwand (Zielvereinbarungen etc.)ist lästig, die Bewertung oft sinnlos und ungerecht
- man begibt sich in Geiselhaft beim Arbeitgeber
- hat man Glück und wird genommen, kann die schlechte Auftragslage einen arbeitslos machen, ohne dass man irgendeinen Einfluss auf die Konzernmutter und deren Entscheidungen am grünen Tisch hat
- hat man Pech und wird arbeitslos, sind Lebensjahre weg, die man als junger, gesunder Mensch vielleicht nicht unbedingt mit Dauerarbeit und Stress für die Brieftasche eines Konzerns verbringen will
????
Also das Lohnarbeit nen reichlich überholtes und gelinde gesagt dummes System ist, hab ich schon früher begriffen. Aber da ist ja noch die normative Kraft des Faktischen.
Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion/mak
... Stipendien an, wieviele Stipendien gibt es denn gerechnet auf die Zahl an Hochschulabsolventen? Selbst wenn sich nur 10% der Absolventen selbstständig machen wollten, kämen auf diese Zahl vielleicht 0.1% Stipendiatsstellen.
Die Zuschrift ist nicht nur zugespitzt, sie verkennt die Ernsthaftigkeit einer Unternehmensgründung und generalisiert Menschen, die berechtigte Bedenken an einer Selbstständigkeit haben, als Menschen denen der Mut abginge. Das ist unrichtig, frech und verkennt die Komplexität einer Unternehmensgründung.
Wer Duckmäuser züchtet, wird Duckmäuser ernten. Das ist doch eine recht einfache Gleichung.
Wenn ich mir ansehe, wie die Universitäten verschult wurden, der darf sich nicht wundern, dass da keine Unternehmer entwachsen. Die privaten Unis formen ihre Absolventen mit viel Geld auch eher zu gleichförmigen, angestellten "Top-Managern" und in der Regel auch nicht zu Unternehmern - wodurch dann Geld und Macht ungefährdet in den immer gleichen Händen bleibt.
Zuletzt: Unternehmensfinanzierung ist in Deutschland auch ein Trauerspiel: Öffentliche, "verlorene" Zuschüsse für innovative Unternehmen werden an unerfüllbare Auflagen geknüpft und mit einem Controlling abgewürgt, die garantiert jede Freude an der Innovation bis zum kalten Kot*** abwürgt. Aber gut - dass die Amerikaner mit dem Drucken der Weltreservewährung die Kohle lockerer sitzen haben ist nur zu verständlich: Die lassen es sich ja von den Bürgern der Welt über die Abrechnung in US-Dollar zurück zahlen, was Europa mit dem Euro nicht kann.
Ach doch, einer ist noch da: Die Ververtung guter Ideen durch Großkonzerne: Bei den erneuerbaren Energien passiert sieht man gerade, wie strukturelle Innovationsförderung aus ideologischen Gründen von schwarz/gelb zerstört wird: Mit den falschen Anreizen und fehlender Unterstützung werden die Assets der rot/grünen Energiewende aufgezehrt oder den Großkonzernen zugeführt. Ein Google wäre in Deutschland niemals selbstständig geblieben, sondern zu Siemens geworden und pleite gegangen ..
wollten denn die Unternehmen nicht solche Absolventen? Die haben sich doch vor mehreren Jahren sehr dafür eingesetzt, auf Bachelor bzw. Master umzustellen und waren der Meinung, die früheren Studenten wären zu theorielastig gewesen. Ich kann mich noch an die damaligen Debatten erinnern.
wollten denn die Unternehmen nicht solche Absolventen? Die haben sich doch vor mehreren Jahren sehr dafür eingesetzt, auf Bachelor bzw. Master umzustellen und waren der Meinung, die früheren Studenten wären zu theorielastig gewesen. Ich kann mich noch an die damaligen Debatten erinnern.
Auch wir bewerben uns nun für staatliche Gründerförderung. Aber wir machen unsere Gründung davon nicht abhängig. Wenn es nicht klappt, überlegen wir uns eben einen anderen Plan. Tenor: Wir wollen die Gründung, kostet es was es wolle. Man bekommt nichts geschenkt. Man muss Dinge einfach mal mit Willensstärke und Konsequenz verfolgen, ohne sich von seinem Pfad abbringen zu lassen. Nörgler und Zweifler wird es immer geben. Und auch ich muss ständig meine inneren Dämonen bekämpfen, die mich für verrückt erklären. Glaubt denn wirklich irgendjemand, dass erfolgreiche Wissenschaftler, Gründer, Journalisten, Schauspieler etc. ihre Position geschenkt bekommen haben? Wir sehen immer nur das "Ziel", das "Endresultat", aber nie den steinigen Weg dorthin.
Viele meiner Exkommillitonen, Freunde usw. finden es toll, dass ich ein Unternehmen gründe. Scherzhaft heißt es dann: Wenn es dann läuft, steig ich bei dir ein. Aber selber machen? Fehlanzeige. Und das ist so eine unfassbare Verschwendung von Potenzial!! Denn Unternehmensgründungen sind kein Hexenwerk. Kein Buch mit sieben Siegeln. Man muss sich nur freimachen von der Angst zu Scheitern. Denn warum haben wir diese Angst? Richtig, weil wir bereits an den übernächsten Schritt denken. Was mache ich, wenn es scheitert? Wer nimmt mich dann noch? Habe ich dann noch eine Chance? So entscheidet man nicht mehr selber über sein Leben, sondern überlässt es "hypothetischen, zukünftigen Dritten". (Vor Allem Arbeitgebern)
sich von solchen Gedanken, wie sie Sie in Ihrem zweiten Abschnitt schildern, freizumachen. Nur so sind Sie imstande, die nötige Konsequenz bei Ihren Entscheidungen an den Tag zu legen und die nötige Tatkraft zu aktivieren.
Zudem ist es i.d.R. so, dass da, wo nichts ist, auch keine Förderung hinfließt.
richtig und gut, was Sie schreiben; nur: nicht jeder ist zum Unternehmer geboren bzw. dazu fähig, ein Unternehmen zu gründen oder zu führen. Im Übrigen ist das nichts Neues; auch vor hundert Jahren hat nicht jeder sein eigenes Geschäft gegründet - und da gabs bestimmt weniger Vorschriften als heute. Und die Unternehmen, die damals gegründet wurden, sind inzwischen zu 99 % untergegangen, durch Auflösung oder Verkauf. Man sollte sich nicht nur an den großen Markennamen orientieren, wie Siemens u.a., die waren technisch sehr innovativ; aber jeder damalige Bäcker, Florist, Schneider etc. taucht im heutigen Gedächtnis garnicht mehr auf - und das waren auch Unternehmensgründer.
sich von solchen Gedanken, wie sie Sie in Ihrem zweiten Abschnitt schildern, freizumachen. Nur so sind Sie imstande, die nötige Konsequenz bei Ihren Entscheidungen an den Tag zu legen und die nötige Tatkraft zu aktivieren.
Zudem ist es i.d.R. so, dass da, wo nichts ist, auch keine Förderung hinfließt.
richtig und gut, was Sie schreiben; nur: nicht jeder ist zum Unternehmer geboren bzw. dazu fähig, ein Unternehmen zu gründen oder zu führen. Im Übrigen ist das nichts Neues; auch vor hundert Jahren hat nicht jeder sein eigenes Geschäft gegründet - und da gabs bestimmt weniger Vorschriften als heute. Und die Unternehmen, die damals gegründet wurden, sind inzwischen zu 99 % untergegangen, durch Auflösung oder Verkauf. Man sollte sich nicht nur an den großen Markennamen orientieren, wie Siemens u.a., die waren technisch sehr innovativ; aber jeder damalige Bäcker, Florist, Schneider etc. taucht im heutigen Gedächtnis garnicht mehr auf - und das waren auch Unternehmensgründer.
zwangsläufig mit finanziellen Risiken zusammenhängt. Daran werden Stipendien, Anstoßfinanzierungen und günstige Gründungskonditionen auf Dauer nichts ändern.
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