StudentenarmutNach der Uni zur Tafel
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"Ich bin eine Überlebenskünstlerin"

Wer kein Bafög oder Geld von den Eltern bekommt, dem bleibt als letztes Mittel, einen Kredit aufzunehmen. Aller Wahrscheinlichkeit nach würde Sarah einen Studienabschlusskredit auch bekommen. Aber sie will keine Schulden machen. Lieber will sie versuchen, irgendwie zu überleben, anstatt sich Geld zu leihen und nicht zu wissen, ob sie es zurückzahlen kann. Sie hat von Leuten gehört, deren Konto gepfändet wurde. Davor hat sie Angst.

Natürlich könnte sie das Studium auch schmeißen. Dann stünden die Chancen nicht schlecht, dass sie ein finanziell besseres Leben führen könnte – ein Aushilfsjob oder das Lehrgehalt eines Auszubildenden würden dafür schon reichen. Darüber hat Sarah aber nie nachgedacht. Für sie war immer klar: Ich habe Abitur gemacht, also studiere ich auch. "Das Studium ist meine Hoffnung, dass ich hier rauskomme", sagt Sarah. So schnell es geht, will sie nicht mehr in der Schlange der Tafel stehen, sondern mit einem Referendariatsplatz in einer Rechtsanwaltskanzlei sitzen. Das ist ihr Wunsch.

Nach außen stark

Dieses Ziel hätte sie schon erreicht, glaubt Sarah, wenn Sie nicht dauernd mit dem Überleben beschäftigt wäre. Sie sagt das nicht vorwurfsvoll, auch wenn sie findet, dass der Staat eigentlich in die Bildung junger Menschen investieren sollte. Drei Mal in der Woche arbeitet sie beim Rechtsanwalt, an einem Vormittag in der Woche geht sie zur Tafel. "Ich bin eine Überlebenskünstlerin", sagt Sarah. Am Wochenende steht sie auf dem Trödelmarkt, um nicht immer die gleichen Klamotten tragen zu müssen. "Man wahrt seine heile Welt. Was dahinter passiert, müssen nicht alle wissen."

Sie erzählt niemandem, dass sie zur Tafel geht. Kommilitonen sollen ihr keinen Drink ausgeben, weil sie bedürftig ist. Als Sarah, die Jura-Studentin mit dem Job in der Rechtsanwaltskanzlei, sollen die Menschen sie kennenlernen. Sie will stark sein und zeigen, dass sie ihr Ziel erreichen kann: das Staatsexamen. Ob und wenn ja wie sie es erreichen wird, weiß sie nicht. Sie muss erst einmal irgendwie über den Monat kommen.

Sarah weiß, dass es viele andere Studenten gibt, denen es schlecht geht, und die es irgendwie schaffen. Wütend wird sie nur, wenn Kommilitonen behaupten, sie hätten nicht viel Geld – und dann ihr iPhone aus der Tasche holen.

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Leserkommentare
  1. Eine Jurastudentin, die Angst davor hat, dass ihr das Konto gepfändet wird... und dann lieber bei den Tafeln echten Bedürftigen, denen niemand mehr einen Kredit geben würde, die Reste wegessen.

    Neinnein, ich will jetzt nicht dem Schuldenmachen das Maul reden, aber zur Selbstverantwortung gehört m.E. auch dazu, dass man in einer solchen Lage die Backen zusammenkneift, sich die Hilfe holt, die einen weiterbringt - einen Studienabschlusskredit - und dann die freiwerdenden Ressourcen dazu nutzt, das Examen zu stemmen.

    Mit dieser Rumeierei zwischen Minijob, Ämtergängen und Essenspenden organisieren kommt man doch auch nicht wirklich weiter. So hat sie dann im schlimmsten Fall das Examen erneut vergeigt, zwar keine Schulden, aber auch keinen Abschluss, und ein paar Jahre richtig in den Sand gesetzt.

    Außerdem wird die KV immer teurer, je älter man wird, ab 30 ist das ein ernstzunehmender Posten.

    18 Leserempfehlungen
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    • DK1987
    • 14. Dezember 2012 14:42 Uhr

    Genau dafür ist das Studium da.

    So eine Überlebenserfahrung, die Sarah momentan durchmacht, ist viel mehr wert als Examen.

    Gerade während der Studienzeit muss man viel erleben.
    Damit meine ich natürlich nicht nur die Sonnenseite (Auslandssemester => studieren am Meer, neue Leute kennenlernen und Partys, Sex etc.), sondern auch die dunkle Seite, wo man wirklich weiß, was für eine Gesellschaft ein Land zu bieten hat.

    Ich bin mir sicher, dass Sarah schon als Überlebenskünstlerin gesehen hat, dass jede Gesellschaftsform immer versagt ist.

    Ich bin stolz auf Sie und ich gönne ihr erfolgreiches (sowohl geistige als auch finanzielle Erfolge) Leben.

    Nach dem Winter kommen warme Frühlingstage. Im Leben genauso.

    • Klüger
    • 14. Dezember 2012 16:44 Uhr

    ... muss man ja erst mal bekommen.

    Können Sie sich vorstellen, dass die Bank evtl. einer 25-jährigen Studenten mit bedürftigen Eltern so eine Kredit NICHT gibt?

    Ich schon!

    Als Student mussten meine Eltern für alles bürgen - denn ich besaß ja nichts und verdiente auch ganz wenig.

    Woher soll denn die Sicherheit herkommen, welche Banken so gerne haben?

  2. dass es so etwas in einem der reichsten länder der welt immer noch gibt und das gegen jede empfehlung verschiedenster studien (s. z.b. osze). aber stark wenn jemand so etwas durchsteht!

    ps. besten dank an die redaktion fürs entfernen des ersten posts, ich wollte schon an die decke gehen, ob soviel dummheit.

    10 Leserempfehlungen
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    • Sirisee
    • 15. Dezember 2012 3:19 Uhr

    Warum wohnt sie nicht bei Eltern/Verwandten/Freund/Zimmer für 200 EUR ?
    Warum soll der Staat die Karriere eines Anwalts bezahlen? Gibt es nicht längst genug Anwälte?
    Warum soll man sie über die Regelstudienzeit finanzieren? Bis auf ewig?

  3. Ich habe schön ab und zu von Studenten gehört, die in der Tafel aufschlagen, habe aber nie persönlich so jemanden gekannt. Ich finde es bewundernswert, dass sich solche Leute durchbeißen. Zu Anfang meines Studiums kam ich mit ca. 100 Euro im Monat (exklusive Miete natürlich) durch, das war schon schwierig und das schafft man nicht das ganze Studium. Später wurde es zum Glück Stück für Stück besser. Das Dumme ist nur: Viele Studiengänge bieten ihren Absolventen dann auch keine besonders gut bezahlte Arbeit - da wird es für die Elite sehr schwierig, angemessen zu leben.

    2 Leserempfehlungen
    • DK1987
    • 14. Dezember 2012 14:42 Uhr

    Genau dafür ist das Studium da.

    So eine Überlebenserfahrung, die Sarah momentan durchmacht, ist viel mehr wert als Examen.

    Gerade während der Studienzeit muss man viel erleben.
    Damit meine ich natürlich nicht nur die Sonnenseite (Auslandssemester => studieren am Meer, neue Leute kennenlernen und Partys, Sex etc.), sondern auch die dunkle Seite, wo man wirklich weiß, was für eine Gesellschaft ein Land zu bieten hat.

    Ich bin mir sicher, dass Sarah schon als Überlebenskünstlerin gesehen hat, dass jede Gesellschaftsform immer versagt ist.

    Ich bin stolz auf Sie und ich gönne ihr erfolgreiches (sowohl geistige als auch finanzielle Erfolge) Leben.

    Nach dem Winter kommen warme Frühlingstage. Im Leben genauso.

    16 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Studienabschlusskredit"
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    Ich glaube Sie haben mich falsch verstanden. Sicherlich ist die Studienzeit selbst eine Lehrzeit fürs Leben (das war bei mir auch nicht anders - ohne Bafög, Eltern und Kredit).

    In dem Artikel wird aber in etwas weinerlicher Diktion eine Studentin dargestellt, der es _so sehr_ an Mitteln fehlt, dass sie zur Tafel gehen _muss_. Sie ist bereits einmal durchs Examen gefallen, das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass ihr dieses noch einmal passiert und das Studium somit für den Allerwertesten war, ist nicht ganz gering. Da würde ich mir schon überlegen, welche Pille jetzt die bitterere ist. Dieses scheint die porträtierte Studentin aber nicht getan zu haben. Einziges Argument gegen den Kredit war die Information, dass sie schonmal gehört habe, dass ein Konto gepfändet werden kann und dass sie davor Angst habe.

    Das zeugt aber nicht gerade von im Studium erlangter Reife, sondern höchstens für eine Jurastudentin von bemerkenswerter Unkenntnis - schließlich liegt der Pfändungsfreibetrag bei fast 1000 Euro.

    das ist eine sehr sehr merkwürdige Sicht aufs Leben.

    Ganz ehrlich.

    Das Studium ist dafür da sich für eine Zeit seines Lebens mit theoretischen Sachverhalten sehr genau und intensiv zu beschäftigen.

    Ein Überlebenstraining macht man in einem Wildnis-camp.

    Das grenzt schon an Wahnsinn, was hier propagiert wird. Aber es nicht aussergewöhnlich. Wenn man sich als Student darüber beschwert, dass die Heizung nicht richtig läuft oder es keine Dusche gibt, dann kriegt man zu hören: nach dem Krieg hatten wir keine Duschen oder meine Kinder sind in einer kalten Wohnung gross geworden.

    Ist das ein Argument? Kann das ein Argument für die Aufrechterhaltung schlechter Wohnbedingungen für viel Geld sein?

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf unterstellende Äußerungen und bleiben Sie sachlich. Danke, die Redaktion/au

    Meiner Meinung nach hat Sara zu wenig Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Ansonsten würde sie in den sauren Apfel beißen und einen Kredit bei der KfW-Bank beantragen, um weniger arbeiten zu müssen und dafür mehr lernen zu können.
    Es hinterlässt doch Spuren, wenn man so von irrealer Angst geprägt ist.
    Angst ist kein guter Lehrmeister.
    Wenn ein Chef Leute wie Sara beispielsweise unter Druck setzt und sie gleichzeitig ein Team führen muss, dann ist das ein absoluter Alptraum für alle die unter ihrer Führung arbeiten müssen.
    Irreale Ängste führen zu irrationalem Handeln.
    Ich denke also komplett anders als Sie.
    Sarah ist für das absolute Antivorbild.
    Dennoch tut es mir leid um Sarah.

  4. Ich bin ebenfalls Jurastudent und habe pro Monat nicht mehr als 500 Euro zur Verfügung. Davon muss ich ebenfalls mein Zimmer in Heidelberg, mein Essen, meine Kleidung und meine Bücher finanzieren. Dennoch reicht es für mich zum Leben aus, ohne dass ich zur Tafel gehen muss...

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    Auf jedenfall gut für sie, kommt natürlich auch darauf an in welcher Stadt sie ihr Studium gemacht haben. Wenn sie es in München mit 500€ geschafft haben , meinen Respekt. Aber heutzutage dort mit 500€ zu überleben, ist nicht gerade einfach.

    Würd mich mal interessieren, wie das funktionieren soll.
    Arbeiten Sie auch nebenbei auf 400 Euro Basis ? Was zahlen Sie an Miete ? In Heidelberg wird es wohl kaum billige Wohnungen geben.

    [...] Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/kvk

    Hallo,

    ich denke schon, dass es möglich ist von 500€ zu leben. Ich bekomme 600€ zusammen, das sind 100€ mehr, aber zu Beginn des Studiums hatte ich nur 400€ zur Verfügung, damals war aber mein Zimmer sehr viel günstiger (9qm, keine Heizung, kein Zugang zur Küche, Dachgeschoss)

    Das setzt sich dann meist wie folgt zusammen:
    300€ Zimmermiete (warm + GEZ + Internet)
    100€ Transportkosten (öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradersatzteile)
    100€ Lebensmittel und Mensaessen
    100€ für Freizeitaktivitäten, Kleidung, Schuhe, Hygieneartikel etc.

    Geht. Aber luxuriös ist natürlich etwas anderes. Eine Wohnung in Heidelberg wäre alleine schon unbezahlbar.

  5. ...kann man mit 1000 Euro keine großen Srünge machen.

    Die Überschrift liest sich aber so, als ob die Studentin jeden Tag nur eine warme Mahlzeit bekäme, und zwar bei der Tafel.
    Im Folgenden steht dann aber, dass sie nur einmal die Woche zur Tafel geht.

    Aktuelle Essenspreise für Studenten bei studenwerk-berlin.de, eine Auswahl von sechs unter ca 20 Essen:

    Pizza 2.25 EUR, Schinkenkraukauer mit Senf/Bratensauces 1.25 EUR,
    Ein gebackenes Seelachsfilet mit Tiroler Sauce EUR 2.15 , Vier Kartoffelpuffer mit Apfelkompott EUR 1.35 Kartoffeleintopf mit Waldpilzen EUR 1.35
    Blumenkohl mit Senfsauce Stampfkartoffeln EUR 1.65

    Einmal pro Woche zur Tafel spart also zwischen 1.25 und 2.25 Euro.

    Nicht wirklich der richtige Aufhänger für die Überschrift, meiner bescheidenen Meinung nach.

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    • Bastie
    • 14. Dezember 2012 15:29 Uhr

    hat, soweit ich weiß eine Ausgabe von Lebensmitteln, die man sich nach Hause mitnimmt. Wenn man also einmal in der Woche hingeht, dann kann man sich für den Rest der Woche Dinge zum Kochen, etc. mitnehmen

    Zum Artikel:
    Ich finde schon, dass eine begrenzte Regelstudienzeit, die finanziert wird, sinnvoll ist. Wird man nicht über 1 Jahr länger als Regelstudienzeit dadurch finanziert? Ich denke bei dieser Studentin ist schon im Vorfeld etwas falsch gelaufen (Oder ist sie vllt fiktiv?). Zumal Berlin ja auch noch wirklich preiswert ist, da sollten 500euro monatlich eigentlich sogar reichen, zumindest für ein Jahr.

    Was ich nicht nachvollziehen kann ist zudem, dass sich die Studentin nicht exmatrikuliert und Hartz IV bezieht, denn, wenn ich mich nicht irre, ist sie dann immer noch berechtigt die Prüfungen abzulegen, nur Scheine kann sie nicht mehr machen.
    Das andere, was ich merkwürdig finde, ist die Ablehnung eines Studienabschlußkredits, denn durch Bafög ist sie ja schon verschuldet, es wäre ja nur sinnvoll für sie, wenn sie dann fürs letzte Jahr sich eine optimale Situation zur Prüfungsvorbereitung schafft, denn als Juristin hat sie es erst recht schwer, wenn sie nur einen mäßigen Abschluß nachweisen kann (Das Verhältnis Bürger/Juristen in Berlin ist katastrophal). Wenn alles, was im Artikel so steht, stimmt, dann sollten es auch nicht mehr als 200Euro im Monat sein, was die Schuldenlast insgesamt nicht wesentlich ändert (nach vollem Bafögsatz, über den vollen Zeitraum).

    Die Studentin verfügt über 500 Euro im Monat, von denen sie sämtliche Kosten bestreiten muss. Davon dürfte selbst in Berlin inzwischen mindestens die Hälfte für´s Wohnen draufgehen.

    sondern dort bekommt man Lebensmittel für die Woche, da man sich den EInkauf nicht leisten kann.
    Ich glaube sie haben sich verlesen. Die Studentin hat insg. nur 500€ im Monat (400€ Job + 100€ Wohngeld) und nicht 500€ + 400€ Minijob + 100€ Wohngeld. Das ist schon echt hart wenn man mind. 35 - 40Std. für sein Studium aufwendet, in Klausurphasen gerne auch mal mehr.
    Ich finde das wirklich bewundernswert. Ich bekomme ein Stipendium von 800€ im Monat, kann davon gut (über)leben, am Ende des Monats bleibt aber nicht viel übrig. Mit nur 60% meines EK, hätte ich Probleme mich auf men Studium zu kozentrieren! Deswegen, meine absolute Anerkennung hat Sarah auf jeden Fall!

    • dedee
    • 14. Dezember 2012 16:32 Uhr

    Anscheinend haben Sie keine Ahnung von der Tafel. Für 1 € bekommt man dort ca. 1-2 Tüten mit verschiedenen Nahrungsmitteln. Man kann auch Wünsche äußern. Jedoch wird oft bunt alles zusammengewürfelt. (Obst, Aufstrich, Brot usw.)
    Von dieser Zusammenstellung kann eine Studentin locker die ganze Woche leben.

    Mit 1000€ kann man hervorragend leben!
    Meine Freundin und ich studieren beide in Heidelberg und sind gemeinsam (!!!) bei 600-700€. Es ist nicht so, dass wir nicht auch gern mal etwas anderes als Aldi-Nudeln/Knödel/Reis etc. mit Sauce essen würden, aber da wir nur ca. 80€ für Essen im Monat zu zweit haben ist das ein Sonderfall.

    Unsere Eltern können uns nicht weiter unterstützen (Scheidung und Geschwister) und Bafög ist auch nicht drin. Die letzten 4 Semester habe ich daher nebenbei gejobbt (7,50€ pro Stunde), dafür hatte ich dann nicht mehr genug Zeit alles für die Uni zu erledigen, sodass mein Schnitt gesunken ist.

    Und das Traurige an dem ganzen ist, dass es dann auch noch Menschen gibt, die von der tollen Studienzeit schwärmen. Ich bin jedesmal kurz davor in Tränen auszubrechen oder diese Person nieder zu strecken.

    Und jetzt geht es wieder weiter an das Lernen, einen schönen Freitagabend noch.

    • sauce
    • 14. Dezember 2012 17:07 Uhr

    Offenbar sind sie so weit von der Realität entfernt, daß Sie nichtmal wissen was "Tafel" ist. Ich habe mir bisher nicht vorstellen können, das es sowas noch gibt....
    Tafel bedeutet in disem Fall nicht "großer, für eine festliche Mahlzeit gedeckter Tisch" (Quelle: Duden) sondern bezeichnet eine Einrichtung in der Lebensmittel am Rande des Mindesthaltbarkeitsdatums oder nicht verkaufte Frischwaren an Menschan abgegeben werden denen das Geld für einen regulären Einkauf fehlt. Damit kann man dann kochen.
    Mit einem wöchentlichen Tafelbesuch spart man also deutlich mehr als 1-2€

    Ich bin selbst Student und habe nicht viel mehr zur verfuegung, (wohne auch in Freiburg was sicherlich teurer ist)
    Ich kann micht alleridngs nicht beklagen und es mir sogar leisten gelegentlich nocht auszugehen.
    Gerade in Berlin ist das Leben nicht so teuer, dass sie es noetig haette zur Tafel zu gehen.
    Natuerlich muss man als Student (in der Regel) sehr sparsam leben, aber um sein Ueberleben kaempfen muss man mit dieser Summe mit Sicherheit nicht, es sei den man hat zu hohe Ansprueche. Ich habe selber Freunde in Berlin und eine kleine Wohnung ist mit Sicherheit fuer 200 Euro im Monat zu haben. Bleibt wie ich finde noch genug fuer alles andere.
    Viellecith sollte man seine Ansprueche mal etwas runterschrauben und eben auf Luxus wie Teure Kleider, Bio-Essen usw. verzichten.
    Ich finde es gut, dass sie sich selbst durchkaempft, allerdings finde ich das auch Selbstverstaendlich, sie wird spaeter davon profitieren, dass sie Jura studiert hat

    • wauzi
    • 15. Dezember 2012 21:09 Uhr

    welche mengen leute von der tafel wegschaffen?

    das sind mengen, die locker als wochenration durchgehen.

  6. Auf jedenfall gut für sie, kommt natürlich auch darauf an in welcher Stadt sie ihr Studium gemacht haben. Wenn sie es in München mit 500€ geschafft haben , meinen Respekt. Aber heutzutage dort mit 500€ zu überleben, ist nicht gerade einfach.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Abitur | Auszubildende | Bafög | Bildung | Brille | Eltern
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