Show Nummer zwei macht die Blamage vom Anfang vergessen. Ein normaler "Wer-wird-Millionär"-Abend: freundlicher Kandidat, ab und zu ein Joker. Maximilian Friedrich weiß ohne Hilfe, dass Ban Ki Moon neulich den "Gangnam Style" tanzte, der FC Bayern München 187.000 Mitglieder hat und Clark Kent keinen Doktortitel.

ZEIT ONLINE: Sind Sie froh, es Ihren Kritikern doch noch gezeigt zu haben?

Friedrich: Klar. Aber ich hab nie daran gezweifelt, dass ich eigentlich eine gute Allgemeinbildung habe. Sonst hätte ich wohl kaum ein Abitur mit 1,5 geschafft. Geärgert habe ich mich nur über die Kommentare, die unter dem Artikel im Internet standen…

ZEIT ONLINE: … zum Beispiel: "Der Kandidat war zu dumm, eindeutiger Fall"?

Friedrich: Das fand ich blöd. Nur bei einem hab ich mich amüsiert, jemand schrieb: "Der ist so blöd, der kann nicht mal einen Eimer Wasser umkippen." Ich denke, die meistens sind nur neidisch.

ZEIT ONLINE: Haben Sie den Leuten geantwortet?

Friedrich: Nein, ich wollte die Diskussion nicht weiter anheizen. Obwohl ich kurz darüber nachgedacht habe, nachdem ausgestrahlt wurde, dass ich die 64.000 Euro gewonnen habe.

ZEIT ONLINE: Und nun die klassische Günther-Jauch-Abschiedsfrage: Was machen Sie mit dem Geld?

Friedrich: Vielleicht kaufe ich mir ein neues Motorrad. Viel verändern wird sich nicht, es ist aber ein gutes Startkapital fürs Leben. Ich wohne noch zu Hause, für eine Küche oder ein Schlafzimmer werde ich es später einmal gut gebrauchen können.