Apps für Studenten : Die Hochschule in der Hosentasche

Mensapläne, Lernhilfen, Kalender: Smartphone-Apps können das Studium erleichtern. Wir stellen nützliche Programme vor und fragen: Welche können Sie noch empfehlen?

Für wenige Bereiche des Lebens gibt es heute noch keine App. An deutschen Universitäten merkt man von diesem Phänomen noch nicht so viel. Die wenigsten Studenten nutzen gezielt Apps, um ihr Studium besser zu organisieren oder leichter zu lernen. Wir haben einen Blick auf Programme geworfen, die beim Studieren helfen können.

Studium Stundenplan – Sinnvoller Helfer im Alltag

Die App Studium Stundenplan enthält einen Kalender, in dem alle Semester mit Vorlesungen und Klausuren eingetragen werden können. Daneben kann man Profile der Dozenten anlegen und seinen Notendurchschnitt berechnen. In dem geschlossenen System bleibt fast nichts zu wünschen übrig, außer, dass es geschlossen ist: Dateien, wie Skripte oder Vorlesungsmitschnitte können an Einträge leider nicht angehängt werden. Auch fehlt es am Austausch mit anderen Studenten, also einer Möglichkeit verschiedene Kalender zu synchronisieren. Wer das nicht braucht, ist bei Studium Stundenplan gut aufgehoben. Für alle, die darauf nicht verzichten können, müssen auf die schicke Plattform verzichten und auf Organisationsprogramme wie Evernote ausweichen.

Daten: Studium Stundenplan macht hierzu keine Angaben. Eine Nachfrage der Redaktion blieb unbeantwortet.

Plattform: Die App ist bisher nur für Android erhältlich.

Kosten: Die Anwendung ist kostenlos.

myUDE – Hoffnungsschimmer der Hochschul-Apps

Der digitale Mensaplan gehört an Unis inzwischen zum guten Ton. Dabei bleibt es aber leider oft. Nur wenige Hochschulen machen sich die Mühe, eigenständige Anwendungen für die Ansicht von Lehrplänen, Räumen oder Adressen anzulegen. Ansatzweise versuchen sich daran die Unis in Mannheim, Tübingen, Bochum, Hohenheim und Koblenz. Wohl dem, der in Duisburg-Essen studiert. Die Uni aus dem Ruhrpott verfügt über eine fortschrittliche App. Das Programm hat alles an Bord: Den richtigen Weg zur Vorlesung zeigen Raumpläne. Ort und Zeit jeder Veranstaltung sind über das Veranstaltungsverzeichnis abrufbar, die Abfahrtszeiten der Busse und Bahnen zeigt ein Monitor. Den Mensaplan und Neuigkeiten an der Uni gibt es sowieso. Wenn die App doch mal nicht weiter weiß, verlinkt sie auf die entsprechende Homepage der Uni. Die Kataloge der Bibliotheken lassen sich so in der App durchsuchen. Will man ein Buch bestellen, gelangt man zur Anmeldung auf die Homepage der Bibliothek.

Daten: Die App erfasst keine persönlichen Daten.

Plattform: myUDE gibt es für iOS und Android

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Kommentare

25 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

bitte Vorsicht

Ich habe nichts gegen Apps und nutze selbst ein Smartphone. Ich wäre bloß im Studium nie darauf gekommen, eine App bei der Hörsaalsuche zu Rate zu ziehen. Wer nicht in der Lage ist, anhand der Ausschilderung einmalig beim Erstkontakt einen Hörsaal zu finden, sich den Standort zu merken und hernach immer wiederzufinden, der sollte sich das mit dem Studium vielleicht nochmal überlegen. Das hat nichts mit Technikfeindlichkeit zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand.

Wie bereits jemand anders hier anmerkte: Wirklich hilfreich wäre eine App gewesen, die einen auch über ausfallende Veranstaltungen informiert, bevor man in die Uni gefahren ist.

Wozu eine "App"

Also ich kam im Studium ohne "App" aus, und millionen Menschen vor mir auch...

Ferner vermisse ich einen Verweis auf RIM's BlackBerry - Evernote ist auch für BlackBerrys erhältlich (hab es jedoch nie benutzt).
Technologien können eine Hilfe sein, wer diese jedoch als Krücke braucht täte gut daran die Probleme für sich zu loesen.

Zu guter Letzt, der Fairness halber sollte man Windows Phone auch erwähnen. Übrigens, dies hier ist auf meinem Berry geschrieben :)

Coole Sache

Noch ein Wenig an den Stellrädchen gedreht, eine Kleinigkeit verändert und ich kann endlich sozialkontaktfrei studieren.
Da müsste der Master doch in zwei Jahren drin sein, alles andere ist herumlungern auf Kosten des Steuerzahlers. Wieviel credit points gibts denn für die Apps?
Und das mit den Büchern ist natürlich auch ärgerlich, wo bleibt der nürnberger Trichter?