Hochschulranking 2013/2014 : Den richtigen Studiengang finden

Das neue Uni-Ranking von ZEIT ONLINE und dem Centrum für Hochschulentwicklung ist online. Wir erklären, nach welchen Kriterien es erhoben wird und wie es funktioniert.

Wer studieren möchte, hat viele Fragen: Welches Fach passt zu mir? Welche Universität oder Fachhochschule ist die richtige? Wie gut ist die Ausstattung an der favorisierten Hochschule? Sind die Studenten dort zufrieden?

Eine Orientierung liefert das Hochschulranking auf ZEIT ONLINE, das in Zusammenarbeit mit dem Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) über 30 Fächer an mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen analysiert.

Im Ranking werden verschiedene Qualitätsmerkmale berücksichtigt: Zum einen werden Fakten zu Studium und Lehre, zur Ausstattung und zur Forschung im jeweiligen Fachbereich gesammelt. Dazu gehört beispielsweise das Kriterium "Forschungsgelder", das anzeigt, wie viel Geld ein Fachbereich pro Jahr und Wissenschaftler zusätzlich zum Etat der Hochschule ausgeben konnte (sogenannte Drittmittel, zum Beispiel von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Europäischen Union oder von Wirtschaftsunternehmen). Die Fakten können direkt von den Hochschulen oder aus öffentlich verfügbaren Datenquellen und Statistiken stammen. Einzelheiten zu den Kriterien stehen hier.

Neben diesen Fakten beinhaltet das Ranking auch Urteile von rund 200.000 Studenten: Sie bewerten die Qualität der Lehre an ihrer Hochschule und geben Auskunft darüber, wie gut die Forschung ist und die Bibliotheken ausgestattet sind. Ergänzt werden die Studentenurteile durch die Empfehlung von 15.000 Professoren zur Reputation ihrer Fachbereiche. 

Diese großen Datenmengen zu sammeln, bedeutet für Hochschulen einen erheblichen Arbeitsaufwand. Daher werden nicht alle Fächer pro Jahr gleichzeitig untersucht, sondern jedes Fach alle drei Jahre. Hinzukommt, dass oft Durchschnittswerte über mehrere Jahre dargestellt werden. Diese Werte können sich rein rechnerisch innerhalb eines Jahres nicht gravierend ändern.

In diesem Jahr untersuchte das CHE die Fächer Anglistik/Amerikanistik, Erziehungswissenschaft, Germanistik, Geschichte, Romanistik, Psychologie, Architektur, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Informationstechnik, Mechatronik, Maschinenbau sowie Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen. Neu hinzugekommen sind die Fächer Angewandte Naturwissenschaften, Bioingenieurwesen/Biotechnologie, Umweltingenieurwesen und Werkstofftechnik/Materialwissenschaften.

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Kommentare

16 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Wertloses Ranking

Die Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) ist nun auch gegen das CHE-Ranking. Bereits vor mehr als einem halben Jahr hatte die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ihren Mitgliedern empfohlen, sich nicht mehr an den vergleichenden Beurteilungen der Chemie-Fachbereiche durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) zu beteiligen. Die DGPuK schließt sich nun den Argumenten der anderen Kritiker des Rankings an.

http://www.dgpuk.de/uber-...

Finde ich überhaupt nicht

Sucht euch eure Studienfächer nach euren Vorlieben aus und achtet auf keinen Fall darauf, ob der Beruf später auch mal gebraucht wird. Es ist besser, wenn man Philosophie studiert und nach dem Studium arbeitslos ist, als dass man Kompromisse eingeht.

Arbeit ist primär Selbstverwirklichung und daher ist das Gehalt nicht wichtig. Euren Lebensunterhalt könnt ihr dann vom Staat bekommen, nachdem ihr ihn fast hundert tausend Euro gekostet habt. Die ganzen Nichtakademiker werden in 100 Jahren noch nicht abraffen, dass sie da benachteiligt sind.

Das ganze hat auch noch einen netten Nebeneffekt: Wenn ihr dann zuhause sitzt und arbeit sucht, dann habt ihr noch genug Zeit um den Studente Opportunismus und Angepasstheit vorzuwerfen, die eben eine Ausbildung auch nach warscheinlichem Gehalt aussuchen.

Immer drann denken: Beruf ist Berufung ist Hobby und für Hobbys habt ihr eh keine Zeit mehr, wenn ihr 60 Stunden in der Woche in einer Werbeagentur arbeitet, weil ihr immer hunderte Konkurrenten im Nacken habt, die alle bereit sind für 8 Euro die Stunde zu arbeiten, weil sich rausgstellt hat, dass man dann halt doch irgendwann auch mal Geld verdienen muss ..... wenn man nicht Reich ist, wie es früher die meisten Studenten waren.

Philosophie studieren heißt auf Risiko spielen

Kann passieren, dass man als Betssellarautor irgendwann von seiner Berufung leben kann. Kann aber auch sein, dass man promovierter Burgerwender ist, der für den Spott nicht zu sorgen braucht.
Wem Sicherheit wichtig ist - und das ist kein Manko, sondern einfach eine Eigenschaft - der sollte vielleicht von einem Universitätsstudium (man setzt einfach viel Zeit und Geld ein, das man evt. als Totalverlust abschreiben muss. Das ist nicht jedermanns Sache) ganz Abstand nehmen und sich die Grundsatzfrage stellen: Handwerk oder Handel - akademisch aufsatteln kann man dann immernoch, wenn einen der Ehrgeiz packt.