StudentenfragenWie kann ich meine Arbeit besser organisieren?

Viele Studenten fühlen sich gestresst. ZEIT ONLINE gibt Tipps, mit welchen Techniken sich die Arbeit sinnvoll einteilen lässt. von Julian Kirchherr

"Mein Studium nimmt momentan fast den ganzen Tag ein. Wie kann ich es besser organisieren?", fragt die Physik-Studentin Saskia Kreienbaum.  

Liebe Saskia Kreienbaum,

zunächst hilft es, alle Aufgabe aufzulisten und nach Wichtigkeit zu ordnen. Sobald die Prioritäten feststehen, sollten Sie Ihre Konzentration komplett einer Aufgabe widmen. Wer eine Hausarbeit schreibt, darf also nicht nebenbei noch für die nächste Klausur lernen und Facebook-Nachrichten beantworten. Multitasking ist ineffizient.

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"Analysieren Sie genau, womit Sie Ihren Tag verbringen", sagt die Karriereberaterin Nadja Henrich. "Oftmals zeigt sich dann, dass man zu viel Zeit mit Nebensächlichem verschwendet." Sie rät, Zeitfresser wie zielloses Surfen im Internet zu verbannen. Spezielle Programme können dabei helfen. Viele kann man sich kostenlos herunterladen.

Außerdem sollte man ausreichend Zeit für Pausen einplanen. "Ambitionierte Studenten laden sich den Kalender häufig so voll, wie es keine Führungskraft in der Wirtschaft auf Dauer tun würde", sagt der Coach Florian Prittwitz-Schlögl. "Aber Ihre Leistungsfähigkeit nimmt nach wenigen Stunden schon so weit ab, dass die investierte Arbeitszeit eigentlich unsinnig ist."

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Prittwitz-Schlögl rät Studenten, pro zwei Stunden Arbeit 15 Minuten zu pausieren und jeden Tag mindestens eine Stunde seinen Hobbys nachzugehen. "Wenn Sie zusätzlich noch einen Tag in der Woche komplett arbeitsfrei halten, erleben Sie einen richtigen Produktivitätssprung." Wer trotz Zeitmanagement-Techniken gestresst ist, der muss womöglich eigene Ziele überdenken. "Wenn Sie jede Aufgabe nur noch als belastende Verpflichtung wahrnehmen, stecken Sie vielleicht in einer Sinnkrise."

Studien über die Arbeitsbelastung von Studenten kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Während einige Forscher von rund 20 Stunden sprechen, haben andere bis zu 40 Stunden pro Woche errechnet.

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Leserkommentare
    • tsnud
    • 21. Juni 2013 17:19 Uhr

    ... diese Tipps sind wirklich... mir fehlen gar die Worte.

    4 Leserempfehlungen
  1. Liebe Saskia,
    nun kriegst du dein Physikstudium bestimmt in der Hälfte der Zeit hin.
    Aber mal Spaß beiseite, es liegt einfach in der Natur eines Physikstudiums, dass es auch einen guten Teil des Privatleben frisst.
    Aber vielleicht versuchst du es mal mit QM, wenn du einfach alle Aufgaben des Tages überlagerst solltest du nach ein paar Stunden durch sein und hast noch massig Zeit.^^

    Eine Leserempfehlung
    • QW
    • 21. Juni 2013 19:22 Uhr

    ...Personen gefragt werden, die gleiches oder ähnliches studieren, bzw. studiert haben.Ob jemand der BWL, Theaterwissenschaft, Neuere deutsche Literatur, Philosophie, Kulturökonomie, Wirtschaftsethik, Gender-Studies, zeitgenössische Dramatik, wie die Autoren, studiert hat, der richtige Ansprechpartner ist, darf bezweifelt werden, insbesondere nach Lesen des Artikels.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    bei allem respekt, aber alle von ihnen aufgezählten studiengänge sind nicht gerade dafür bekannt, mit wenig inhalten daher zu kommen. sofern der jeweilige studierende diesen inhalten wohlwollend gegenüber steht, bedeutet das für ihn einen enormen zeitaufwand, sei es beim lernen, schreiben von haus- und abschlussarbeiten oder bei langfristigen projekten.

    vorurteile? neid? oder doch das wetter? :)

  2. Liebe Saskia,

    wenn du die Prüfungen bestanden hast, hast du alles richtig gemacht und deine Zeit sinnvoll investiert. In einem Physik-Studiem geht es nun mal nicht leichter, da kannst du organisieren, wie du möchtest. Dich dafür einzusetzen, dass Studiengänge gleichwertigere Anforderungen haben, könnte aber den zukünftigen Physik-Studenten helfen. D.h. anspruchsvolleres Studium --> längere Regelstudienzeit, wäre ein Konzept, das ich ebenfalls unterschützen würde. Die Anforderungsunterschiede bei gleicher Regelstudienzeit in diesem Land sind erschreckend!

    Eine Leserempfehlung
  3. bei allem respekt, aber alle von ihnen aufgezählten studiengänge sind nicht gerade dafür bekannt, mit wenig inhalten daher zu kommen. sofern der jeweilige studierende diesen inhalten wohlwollend gegenüber steht, bedeutet das für ihn einen enormen zeitaufwand, sei es beim lernen, schreiben von haus- und abschlussarbeiten oder bei langfristigen projekten.

    vorurteile? neid? oder doch das wetter? :)

    Antwort auf "Vielleicht indem .."
    • QW
    • 21. Juni 2013 20:31 Uhr

    "alle von ihnen aufgezählten studiengänge sind nicht gerade dafür bekannt, mit wenig inhalten daher zu kommen"
    Habe ich dieses behauptet? Falls ja, an welcher Stelle?
    Was glauben SIe denn, was ich mit der obigen Aussage ausdrücken wollte?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    "Ob jemand der BWL, [...], studiert hat, der richtige Ansprechpartner ist, darf bezweifelt werden..."

    heißt doch nicht anderes als: wer nicht auch physik studiert, kanns nicht beurteilen, oder? wie kann man das noch verstehen?

  4. Wie nutze ich meine Zeit effizienter?
    Indem ich nicht prokrastiniere.

    Wow. Wer darauf selbst gekommen wäre, bräuchte kein Studium mehr.

  5. "Ob jemand der BWL, [...], studiert hat, der richtige Ansprechpartner ist, darf bezweifelt werden..."

    heißt doch nicht anderes als: wer nicht auch physik studiert, kanns nicht beurteilen, oder? wie kann man das noch verstehen?

    Antwort auf "Voruteile"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • QW
    • 21. Juni 2013 22:08 Uhr

    "alle von ihnen aufgezählten studiengänge [...], wenig inhalten daher" entnehme ich, dass Sie der Meinung sind, dass ich die von mir aufgezählten Studiengänge, als inhaltsarm, also vergleichend, als wenig zeitaufwendig, bezeichnet hätte. Was nicht der Fall ist.
    „wer nicht auch physik studiert, kanns nicht beurteilen, oder?" Wenn Sie dieses so verstanden haben, warum antworten Sie dann in der oben beschriebenen Form. Ich habe doch nie behauptet, dass die aufgezählten Studiengänge nicht zeitintensiv sind. Zudem bezog ich mich einleitend auf „gleiches oder ähnliches“.
    "Wie kann man das noch verstehen?" Siehe oben

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Arbeit | Arbeitszeit | Führungskraft | Hobby | Internet | Konzentration
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