StudentenfrageWelches Studienfach bietet die besten Jobchancen?

Welche Fachrichtungen bei Arbeitgebern gefragt sind, können Studienanfänger leicht herausfinden. ZEIT ONLINE zeigt, welche Daten und Studien man sich anschauen sollte. von Julian Kirchherr

"Ich will meine Studienwahl auch von späteren Jobchancen abhängig machen. Welche Daten und Studien sollte ich mir anschauen?", fragt die Abiturientin Michaela Cichon.

Liebe Michaela Cichon,

ein hilfreicher Startpunkt ist die Jobampel, die der Stern gemeinsam mit der Universität Duisburg-Essen erstellt. Sie bewertet die Aussichten für 26 Studienfächer mit den Farben Grün, Gelb, Orange und Rot. Die besten Berufsaussichten haben hiernach Studenten der Ingenieurwissenschaften, Informatik und Medizin. Wer ein Massenfach wie Jura und BWL wählt, hat es dagegen nicht so leicht.

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Orientierung bietet auch die Bundesagentur für Arbeit. In ihrer alljährlichen Untersuchung "Arbeitsmarkt für Akademikerinnen und Akademiker" schlüsselt sie die Arbeitslosenquoten von Absolventen nach deren Hochschulabschluss auf. Außerdem informiert sie über die Zahl offener Stellen und zeigt, wie viele Studienanfänger es pro Studienfach gibt. Hilfreich ist auch der BIBB-Report vom Bundesinstitut für Berufsbildung.

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Spätere Verdienstmöglichkeiten zeigen die Gehaltsstudien der Karriereberatung alma mater. Vor dem Abrufen müssen Sie sich allerdings kostenfrei registrieren. Ähnliche Informationen bietet auch der Absolventenlohnspiegel, der vom Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans Böckler Stiftung veröffentlicht wird. "Wir liefern außerdem detaillierte Informationen zu den Gehaltschancen von Akademikerinnen und Frauen in Führungspositionen", sagt WSI-Forscher Reinhard Bispinck.

Sich vor Studienbeginn über spätere Jobchancen zu informieren, kann vor Enttäuschungen bewahren. "Meine Empfehlung ist aber, die Studienwahl letztlich vor allem von den eigenen Interessen und Stärken abhängig zu machen", sagt der Arbeitsmarktforscher Enzo Weber. "Wer als Akademiker in einem Feld wirklich gut ist, wird auch im Arbeitsmarkt Erfolg haben."

Überhaupt ein Studium abzuschließen, ist übrigens die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosenquote bei Absolventen von Hochschulen und Fachhochschulen lag zuletzt bei nur 2,4 Prozent.  

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Leserkommentare
  1. Wer bezüglich seiner Studienwahl nach seinen späteren Jobchancen fragt, hat möglicherweise schon eine falsche Entscheidung getroffen. Nämlich die, als abhängig Beschäftigter arbeiten zu wollen.

    Die erste Frage lautet eigentlich: Will, möchte oder kann ich eher unternehmerisch/selbständig, freiberuflich, verbeamtet oder abhängig arbeiten.

    Hat man diese Frage für sich beantwortet, ergibt sich daraus auch schon die Auswahl der Studienfächer. Denn einige Studienfächer führen direkt in den öffentlichen Dienst (verbeamtet oder angestellt), andere ermöglichen die freiberufliche/selbständige Tätigkeit, einige sind so speziell ausgerichtet, dass man damit fast nur als abhängig Beschäftigter unterkommt.

    3 Leserempfehlungen
  2. Eine Leserempfehlung
  3. Lieber Herr Kirchherr,
    das gibt's doch nicht! Sie müssen doch korrekt klassifizieren können. Es muss heißen; entweder "Die Arbeitslosenquote bei Absolventen (besser Absolventinnen und Absolventen) von Universitäten und Fachhochschulen...." oder "Die Arbeitslosenquote bei Absolventen (besser Absolventinnen und Absolventen) von Hochschulen ...".
    'Hochschule' ist der Oberbegriff für Unis, Fhs, BAs, ....

    Besten Dank für die Korrektur.

    Eine Leserempfehlung
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    Hallo Profdoc1,

    danke für Ihren Hinweis. Allerdings bin ich noch nicht von Ihrem Korrekturvorschlag überzeugt. Haben Sie dazu eine Quellenangabe? Für mich sind 'Universität' und 'Hochschule' im Regelfall synonyme Begriffe.

    Die Formulierung "Absolventen von Hochschulen und Fachhochschulen" habe ich übrigens vom IAB übernommen, das das wohl ähnlich sieht. Dort heißt es: "Die günstige Arbeitsmarktentwicklung bei den Absolventen von Hochschulen und Fachhochschulen hat sich weiter fortgesetzt" (Seite 3, http://doku.iab.de/kurzbe...).

    Viele Grüße
    Julian Kirchherr

  4. Hallo Profdoc1,

    danke für Ihren Hinweis. Allerdings bin ich noch nicht von Ihrem Korrekturvorschlag überzeugt. Haben Sie dazu eine Quellenangabe? Für mich sind 'Universität' und 'Hochschule' im Regelfall synonyme Begriffe.

    Die Formulierung "Absolventen von Hochschulen und Fachhochschulen" habe ich übrigens vom IAB übernommen, das das wohl ähnlich sieht. Dort heißt es: "Die günstige Arbeitsmarktentwicklung bei den Absolventen von Hochschulen und Fachhochschulen hat sich weiter fortgesetzt" (Seite 3, http://doku.iab.de/kurzbe...).

    Viele Grüße
    Julian Kirchherr

    Antwort auf "Hochschulen"
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    Denn die Fachhochschulen verleihen sich frechdreist ihre Bezeichnungen als "Hochschulen" einfach selbst.

    Die inhaltlich/qualitativen Unterschiede zwischen Uni/TH/TU einerseits also den Hochschulen im eigentlichen Sinne und den FHs andererseits bestehen trotz Bologna immer noch, und eben auch formal.

    Man schaue sich dazu auch einmal das Promotionsrecht der Unis an.

    http://www.hrk.de/themen/...

    Sehr geerhter Herr Kirchherr,

    leider geht es nicht um Ihre Überzeugung. Es geht um richtig oder falsch. Und falsch ist, dass nur eine Universität als Hochschule zu bezeichnen ist, denn auch eine FachHOCHSCHULE ist dem Oberbegriff der Hochschule zuzuordnen.
    Und nur weil anscheinend weiterhin von Institutionen wie der IAB oder Unternehmen ständig diesen Fehler der Unterscheidung machen, ist dies noch lange nicht korrekt.
    Es sind unterschiedliche Arten von Hochschulen, die mit unterschiedlichen Rechten ausgestattet oder mit unterschiedlichen Profilen aufwarten. Es sind aber Hochschulen. Und Hochschule ist man somit auch ohne Promotionsrecht.
    Dies kann man im Normalfall auch durch Nachschlagen des Begriffes Hochschule in einem Lexikon o.ä. herausfinden.
    Daher würde auch bitten diesen tatsächlichen Fehler zu korrigieren.

    Vielen Dank!

    Guten Abend, Herr Kirchherr,

    gerne nenne ich Ihnen Quellen. Die Definition ist in den Hochschulgesetzen der Länder festgelegt, z.B. https://recht.nrw.de/lmi/.... Ich hoffe, Sie kommen daran. Zu finden auch bei der Hochschulrektorenkonferenz, usw. Der Begriff ist bundesweit einheitlich festgelegt. Das hat nichts mit Meinung oder Wunschdenken (Roter-Rainer) , usw. zu tun. Vgl. in diesem Zusammenhang bspl. auch das Urteil des BVG zur Freiheit in Forschung und Lehre http://www.bundesverfassu....

    so, ich hoffe, dass ist geklärt.

    Schhönen Abend noch

  5. Denn die Fachhochschulen verleihen sich frechdreist ihre Bezeichnungen als "Hochschulen" einfach selbst.

    Die inhaltlich/qualitativen Unterschiede zwischen Uni/TH/TU einerseits also den Hochschulen im eigentlichen Sinne und den FHs andererseits bestehen trotz Bologna immer noch, und eben auch formal.

    Man schaue sich dazu auch einmal das Promotionsrecht der Unis an.

    http://www.hrk.de/themen/...

    Antwort auf "Quellenangaben"
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    Lieber Herr Roter-Rainer,

    ich verweise in diesem Zusammenhang auf #6 und #7. Bitte vorher die korrekten Zusammenhänge recherchieren und bitte objektiv und sachlich bleiben.

    Warum schreiben Sie so etwas?

    Schönen Abend noch

    Da haben sie recht. Die qualität von vielen Fachhochschulen ist wirklich nicht mit der von Unis zu vergleichen.

    Ich habe gehört, dass man an der Uni Bulemielernen machen müsste, weil die Fächerkataloge viel zu voll sind und man keine Unterstützung durch die Lehrenden bekommt. Da bin ich schon froh an einer Fachhochschule zu sein, wo ich in im Bachelor in 60er Gruppe und im Master in 20er Gruppen arbeite und man den Prof. nicht nur vom Hörensagen kennt.

    PS: Der grundsätzliche Unterschied zwischen FH und Universität ist die Ausrichtung auf eine wissenschaftliche Ausbildung an der Universität und der Focus auf eine praxisorientierte Ausbildung. Das bedeutet nicht, dass man an einer FH keine Theorie hätte, nur eben weniger.

    Kurz: Mal nicht so arrogant den Hochschulen gegenüber. Da haben sie absolut kein Recht zu.

  6. Sehr geerhter Herr Kirchherr,

    leider geht es nicht um Ihre Überzeugung. Es geht um richtig oder falsch. Und falsch ist, dass nur eine Universität als Hochschule zu bezeichnen ist, denn auch eine FachHOCHSCHULE ist dem Oberbegriff der Hochschule zuzuordnen.
    Und nur weil anscheinend weiterhin von Institutionen wie der IAB oder Unternehmen ständig diesen Fehler der Unterscheidung machen, ist dies noch lange nicht korrekt.
    Es sind unterschiedliche Arten von Hochschulen, die mit unterschiedlichen Rechten ausgestattet oder mit unterschiedlichen Profilen aufwarten. Es sind aber Hochschulen. Und Hochschule ist man somit auch ohne Promotionsrecht.
    Dies kann man im Normalfall auch durch Nachschlagen des Begriffes Hochschule in einem Lexikon o.ä. herausfinden.
    Daher würde auch bitten diesen tatsächlichen Fehler zu korrigieren.

    Vielen Dank!

    Antwort auf "Quellenangaben"
  7. Guten Abend, Herr Kirchherr,

    gerne nenne ich Ihnen Quellen. Die Definition ist in den Hochschulgesetzen der Länder festgelegt, z.B. https://recht.nrw.de/lmi/.... Ich hoffe, Sie kommen daran. Zu finden auch bei der Hochschulrektorenkonferenz, usw. Der Begriff ist bundesweit einheitlich festgelegt. Das hat nichts mit Meinung oder Wunschdenken (Roter-Rainer) , usw. zu tun. Vgl. in diesem Zusammenhang bspl. auch das Urteil des BVG zur Freiheit in Forschung und Lehre http://www.bundesverfassu....

    so, ich hoffe, dass ist geklärt.

    Schhönen Abend noch

    Antwort auf "Quellenangaben"
  8. und Rankings in wasauchimmer ist, dass sie leider bei weitem nicht alle Studiengänge anzeigen. Können sie auch gar nicht, wenn sie nicht den Rahmen völlig sprengen sollen, und einige Fächer mit vielleicht nur ein paar hundert Studenten in ganz Deutschland liefern keine wirklich repräsentativen Zahlen, was die Arbeitsplatzaussichten angeht. Diese Fächer findet man in solchen Aufzählungen nicht, man muss dann jedesmal direkt die Uni fragen, wie die Aussichten sind. Wenn man denn die Studiengänge überhaupt findet...

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