Studentisches Wohnen Ab ins Heim

Der eine fürchtet die Einsamkeit, der andere fremde Haare im Abfluss – Vorzüge und Nachteile unterschiedlicher Studentenbuden

Ein Viertel der Studenten in Deutschland lebt in WGs. Das kann schön, aber auch sehr nervig sein

Ein Viertel der Studenten in Deutschland lebt in WGs. Das kann schön, aber auch sehr nervig sein

Wohngemeinschaft

Wie geht’s da zu? Zwei bis viele Menschen wohnen zusammen; jeder hat sein Zimmer; Bad und Küche werden gemeinsam genutzt. Es gibt Zweck-WGs, die sich vor allem die Miete, und WGs mit Freunden, die auch ihr Leben teilen. Je nachdem gehen sich die Bewohner aus dem Weg oder verbringen Abende in der Küche beim Rotwein. Ob man gemeinsam oder nach Plan putzt, den Kühlschrank aus der Haushaltskasse bestückt oder Fächer zuteilt, muss man vorher aushandeln.

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Wie komme ich ran? Wer eine eigene WG aufmachen möchte, durchstöbert Zeitungen, Anzeigenblätter und Internetseiten wie beispielsweise www.wg-gesucht.de oder www.studenten-wg.de. Wer nur ein Zimmer braucht, sollte regelmäßig auf das Schwarze Brett der Uni schauen, die Ohren offen halten und Rundmails schreiben. Bei den Besichtigungsterminen prüfen beide Seiten, ob man zueinanderpasst.

Warum sollte ich da wohnen? Weil es für weniger Geld mehr Platz gibt als in der Einzimmerwohnung. Weil man nie allein ist, wenn man nicht will, aber allein sein kann, wenn man will. Weil WG-Partys die besten sind. Weil man wirklich gute Freunde finden kann.

Und warum nicht? Weil die Haare in der Badewanne nicht die eigenen sind und die anderthalb Wochen alten schmutzigen Teller in der Spüle auch nicht. Weil man in Sachen Hygiene und Lärm Kompromisse und bei der Privatsphäre Abstriche machen muss. Weil man sich ganz ungemein auf die Nerven gehen kann.

Wer wohnt denn so? Laut Sozialerhebung des Studentenwerks leben 25 Prozent aller Studenten in WGs. Im Schnitt zahlen sie 246 Euro und fühlen sich ganz wohl: 25 Prozent geben an, sehr zufrieden zu sein, 37 Prozent sind zufrieden.

Hotel Mama

Wie geht’s da zu? So wie in den Jahren zuvor auch – oder eben nicht. Entweder man bleibt aus Bequemlichkeit zu Hause und lässt alles beim Alten. Oder man behält aus Kostengründen oder wegen der angesehenen Universität im Heimatort zwar die Lebensumstände bei, aber übernimmt mehr Verantwortung und damit auch öfter mal die Wäsche und den Einkauf.

Leser-Kommentare
  1. Ich denke auch, dass man in einer WG zwar eine Menge Spaß haben kann, aber auf Dauer ist eine eigene Wohnung sicherlich die bessere Wahl. [...]

    [Der Rest wurde gelöscht, bitte verzichten Sie auf kommerzielle Werbung. Danke. /Die Redaktion pt.]

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  • Quelle DIE ZEIT, 06.05.2009 Nr. 01
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