: Adolf von Thadden

Ein Volk, ein Reich, ein Frieden

Wenn die Atombomben gezündet werden, sind wir tot. Mit den Gegnern der Nachrüstung und der Neutronenbombe aber müssen wir leben.

Hitlers Harlekine von heute

Oktober 1977 kam ein Jude, der seine Frau in Auschwitz verloren hat und jetzt in Kalifornien wohnt, zu Besuch zurück nach Deutschland.

Mit altem Schrott und Trott

Gibt’s die denn überhaupt noch – die Nationaldemokratische Partei Deutschlands? Eines nicht allzu fernen Tages mag ein quicker Quizmaster seinen Kandidaten fragen: Wer oder was war die NPD? Und der wird, wetten, mit den Schultern zucken.

Der „Bubi“ auf dem Altenteil

Wer hätte das gedacht: Jetzt sitzt Adolf von Thadden, der ehemalige Chef der NPD, direkt neben den Jusos, tagtäglich, und sie stören sich nicht.

Niedersachsens NPD: „Schritt fassen!“

Als der Rattenfänger von Hameln Anno 1284 als Ersatz für entgangenen Lohn in Sachen Rattenvertilgungsaktion schlimme Rache nahm, folgten ihm der Sage nach 130 Kinder ins Verderben.

ZEITSPIEGEL

„Ich weiß nicht, was die Opposition ist. Ich sehe, daß die Opposition im Augenblick aus einer Reihe von Kanzlerkandidaten besteht und lebhaft damit beschäftigt ist, sich gegenseitig Vorhaltungen zu machen.

Thaddens Pleite

Mit der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands geht es zu Ende. Ein Verbot, wie es dieser Tage wieder der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kühn forderte, ist gar nicht mehr nötig.

Vom Ballast befreit

In Bonn bleibt alles beim alten – zufrieden registrieren es die einen, zähneknirschend finden sich die anderen damit ab. Die Regierung bleibt: Das ist das innenpolitische Ergebnis der Landtagswahlen in Hessen und Bayern.

Würzburger Widersprüche

Das erste Auftreten der rechtsradikalen „Aktion Widerstand“ in der Würzburger Frankenhalle zieht Kreise. Bei der von der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands unter Adolf von Thadden aufgezogenen „Großkundgebung“ des „deutschen Gewissens“ gegen Bonns Ostpolitik war nicht nur ein Transparent mit einem Galgen für Brandt gezeigt worden.

Vertrag mit Polen

Aus zwei Quellen ist der Entwurf des deutsch-polnischen Vertrages bekannt geworden. Der NPD-Vorsitzende Adolf von Thadden verlas den Text im Indikativ auf einer Wahlversammlung; der Springer-Inlanddienst brachte ihn im Konjunktiv.

Die Schüsse von Kassel: Der Partei ergeben

Als der rechtsradikale Wahlkämpfer Adolf von Thadden am 16. September vergangenen Jahres nach Kassel kam, erwarteten ihn Hunderte von Demonstranten, flogen Farbbeutel und Knallkörper.

Thaddens Abgesang

Noch einmal marschierte die NPD in fest geschlossenen Reihen – zum 4. Bundesparteitag in das Mainstädtchen Wertheim. Aber es war ein Marsch ins Ungewisse.

NPD: Weiter mit Thadden

Auf dem Parteitag der Nationaldemokratischen Partei (NPD) ist der bisherige Partei Vorsitzende, Adolf von Thadden, für zwei weitere Jahre in seinem Amt bestätigt worden.

Worte des Jahres

„Ihr gebt mir nicht die geringste Möglichkeit, meine politische Haltung zu verteidigen, öffentlich beschuldigt ihr mich, aber ihr sperrt mir den Mund zu, damit ich nicht antworten kann.

Party-Test

Die Spielkartenfabrik „ASS“ hatte vorausgesagt, 1969 werde ein ASS-Jahr sein. Da gibt es in der Tat sechs Titel, die beachtenswert sind.

NPD vor dem Ruin

Adolf von Thadden, der Bonn im Sturm nehmen wollte, kam nur bis Kassel. Er scheiterte nicht am 28. September, als ihm knapp 0,7 Prozent zum Sprung über die Bundestagshürde fehlten; er erlebte sein Cannae bereits 13 Tage zuvor, als einer seiner Leibwächter nach einer verbotenen Wahlkundgebung eine Mauser-Pistole zog und schoß.

Die NPD auf dem Wahlprüfstand

Die Nationaldemokratische Partei hat, gemessen an ihrer Niederlage bei der Bundestagswahl 1969, bereits fünf Jahre nach ihrer Gründung ihren Gipfelpunkt überschritten.

Dokumente der ZEIT

Es ist wirklich gut für Deutschland, daß der erklärte Rechtsextremismus nicht im Bundestag vertreten sein darf. Als Vorsitzender meiner Partei möchte ich sagen: Dies ist das beste Ergebnis, das wir bisher gehabt haben, und deshalb liegt mir natürlich sehr daran, allen Wählern zu danken und insbesondere auch denen Dank zu sagen, die so gut mitgeholfen haben in den letzten Monaten und Wochen .

Gesten und Geheul

Adolf von Thadden verfügt über gute Umgangsformen. Nach meiner Auseinandersetzung mit ihm in der Wahlnacht vor der Fernsehkamera verabschiedete er sich höflich, ungerührt und korrekt.