: Afrika

Mailand: betont international

Jedes Jahr treffen sich in der zweiten Hälfte des April Kaufleute aller Welt in Mailand zur Internationalen Mustermesse. Aus kleinsten Anfängen ist diese großartige Schau europäischen und überseeischen Gewerbefleißes gewachsen, ein Musterbeispiel dafür, was händlerische und industrielle Initiative in Verbindung mit einer geographisch denkbar günstigen Lage zu leisten imstande ist.

Italiens Kolonien

Graf Sforza hat neulich geäußert, er könne sich nur darüber wundern, daß es auch nach dem Beitritt Italiens zum Atlantikpakt noch immer Leute gäbe, die an der Legitimität der Ansprüche seines Landes auf die früheren afrikanischen Kolonien zweifelten.

Der Mittelmeerpakt

Während die Verhandlungen um den Atlantikpakt die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf Westeuropa und Skandinavien lenken und immer neue Probleme und Schwierigkeiten den Abschluß dieses Vertragswerkes hinauszuzögern drohen, werden an anderer Stelle meist unter Ausschluß der Öffentlichkeit Verhandlungen geführt und Schwierigkeiten allmählich aus dem Wege geräumt: ein neuer Bündnisblock beginnt sich abzuzeichnen – der Mittelmeerpakt.

Die Stimme Lavals

Der Begriff „Kollaboration“ kennzeichnet den Modus vivendi zwischen Siegern und Besiegten. Als Vokabel Freiwilligkeit vortäuschend, ist Kollaboration der Ausfluß eines Zwanges.

Das Epos des weißen Südafrikas

In der Weltpolitik gibt es manchmal Ereignisse von sensationeller Wirkung, die im Grunde nur wie grelle Reichen aus ihrer eigenen tieferen Bedeutung aufgestiegen sind.

Malans Rassenpolitik

Der Aufstand der „Farbigen“ ist keine Utopie mehr. Er ist in Asien nahezu vollendet und steht in Afrika möglicherweise dicht bevor.

Der Goldglanz verblaßt...

Goldbesitz und Reichtum sind nicht mehr identisch. Das erfährt die Südafrikanische Union in ihrer Handelsbilanz. Nach wie vor ist sie wohl der größte Goldproduzent der Welt.

Atempause für Queuille

Die Sozialisten und Volksrepublikaner wissen, was eine Regierungskrise für da Land und was Neuwahlen für diese beiden Parteien bedeuten werden, so schrieb Le Monds vor dem Zusammentritt der französischen IxatSonalversammlung.

Takt und Taktik

Wenn ein Zivilist einmal wagt, sich mit militärischen Angelegenheiten zu befassen, oder gar sie nur zu erörtern, dann sind die Soldaten immer empört, daß Laien sich erlauben, sich mit der hohen-Kunst des Kriegführens zu beschäftigen.

HOCHLAND IN NOT

Diesen Herbst sind in vielen Touristenhotels der schottischen Hochlande Gäste anzutreffen, die weder Golf spielen noch angeln noch Moorhühner jagen, sondern dem Studium eines merkwürdigen Problems obliegen.

Viele neue Tiere

Gleich hinter der Totenbrücke lag eine dunkle Gasse, die nach einem Heiligen hieß. Die kleinen Häuser standen schief und still unter den schmalen Himmelsspalt, der durch die vortretenden Giebel eben noch zu sehen war.

WGB in Liquidation

Vor drei Jahren schien eine Forderung friedlich in Erfüllung gegangen zu sein, die das kommunistische Manifest als Schlachtruf verkündet hatte: „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“.

Die Wüste droht

Das technische Ingenium der modernen Zeit hat die vertrauensvolle und gläubige Zusammenarbeit mit der Natur zum Verschwinden gebracht und den Kampf gegen die Natur eröffnet.

Verworrene Fronten

Winston Churchill erklärte in einer Parlamentsdebatte während des letzten Krieges: „Ich bin nicht Premierminister Seiner Majestät geworden, um bei der Liquidierung des Empire den Vorsitz zu führen.

Ein Mann des Gewissens

20. Februar 1938: Das britische Kabinett beschließt, die Besprechungen mit Italien trotz Anwesenheit tilaienischer Truppen in Nordafrika und Spanien wieder aufzunehmen.

Moskaus Pokerspiel

Der Schlüssel zum Verständnis der russischen Antwortnote über Berlin, die der Kreml den Westmächten überreichen ließ und über deren Verwunderliche Schroffheit man sich vielerorts den Kopf zerbricht, dürfte in folgenden merkwürdigen Feststellungen der „Täglichen Rundschau“ zu finden sein: Amerika, so schreibt dieses Blatt der sowjetischen Militärregierung, werde keinen Krieg riskieren, um die Blockade Berlins zu brechen, da es dann die friedliebenden Völker Europas gegen sich haben würde.

Störungsfeuer

Die russische Demonstration in Berlinbegann an dem Tage, an dem das amerikanische Repräsentantenhaus die Gesetzesvorlage für die Europahilfe annahm.

Neues Projekt einer Zollunion

Eine italienisch-französische Zollunion wäre ein wesentlicher Schritt zur Überwindung der europäischen Kleinstaaterei und des Nationalismus.

Das Beispiel des Mahatma Gandhi

Es war Web Miller, berühmter amerikanischer Reporter und Verfasser des schönen Buches „I found no peace“, der mir zuerst Unvergeßliches über Gandhi erzählte – derselbe Web Miller, der in seinem Kreide dafür bekannt war, daß er überall, von einer Friedenskonferenz zur anderen und von einem Kriegsschauplatz zum anderen, zwei Bank mit sich herumschleppte: die „Bekenntnisse“ des Augustinus und den „Walden“ von Thoreau.

Entspannte Getreidemärkte?

Mehrfach schon wurde nach diesem Kriege ein Umschwung auf dem Weltmarkt, für Getreide vorhergesagt. Jedesmal zu unrecht wie sich herausstellte, denn immer wieder überschritten die Weizenpreise bald die 3-Dollar-Grenze.

Hoffnungen und Entwürfe

„Wird es Krieg geben“,sagte Churchill in der Unterhausdebatte, die an die große Rede von Außenminister Bevin anschloß, „wird es Krieg geben, so werde ich oft gefragt, und dies ist eine Frage; die ich mir selber häufig stelle“.

Alfred Kerr oder die Kritik als Kunst

Gustaf Gründgens in einem Düsseldorfer Vortrag: „Ich meine. daß bei uns das Theater überschätzt wird. Das liegt meiner Meinung nach daran, daß man gegenüber Dingen des Theaters am ungefährlichsten seine Meinung äußern durfte und darf, und es fließt in eine Kritik über eine Theatervorstellung manches Wortchen mit ein, das ,über dem Strich‘ zu sagen in den letzten fünfzehn Jahren nicht möglich war und auch heute noch nicht möglich ist.

Neue Solidaritäten in der UNO

Die Verselbständigung der Kolonialvölker,gestern noch eine bloße geschichtswissenschaftliche Theorie, ist zu einer der unbestreitbaren Tatsachen von heute geworden.

Exporterfolge für Kraftfahrzeuge

Der deutsche Export von Kraftfahrzeugen wurde zwar zunächst durch den Kontrollrat abgelehnt. Jedoch war dieser Beschluß kaum haltbar angesichts der Tatsache, daß für Nahrungs- und Rohstoffeinfuhren ein sehr hoher Bedarf an Devisen zu erwarten ist, zu dessen Aufbringung sich auch der Export von deutschen Kraftfahrzeugen als unumgänglich notwendig erwiesen hat.