: Alfred Brendel

Wunderkind: Alma spielt

Sie ist zehn, schreibt Opern und tritt mit Orchestern in der ganzen Welt auf. Sie geht nicht zur Schule, liest aber Bücher über Newton. Darf Alma auch noch Kind sein?

"Schuberts Winterreise": Fremd bin ich eingezogen

Der Startenor Ian Bostridge hat ein Buch über Franz Schuberts Liederzyklus "Winterreise" geschrieben. Der Pianist Alfred Brendel erklärt, warum das so aufregend ist.

Kunst: Das kleine Ach

Zu Besuch beim Kunstprofessor und wahren Opfer des Beltracchi-Skandals, Werner Spies.

Pianist Kit Armstrong: Das Wunderkind im Nacken

Vor fünf Jahren hätte der Pianist Kit Armstrong ein großer Klassikstar werden können. Stattdessen übte er sich in Demut und Geduld. Jetzt erst erscheint sein Debütalbum.

Frei und doch nicht exzentrisch

Unter den Dirigenten, die ich gehört habe, ist Furtwängler mir der wichtigste geblieben. Der Eindruck seines Musizierens ließ den Rahmen der symphonischen Literatur weit hinter sich zurück: Ihm vor allem verdanke ich meine professionellen Maßstäbe.

Die neue Schallplatte

Hans Reichel: „Hans Reichel“. Die zwei Stücke dieser Single-Platte können einen ziemlich lange beschäftigen. Im einen läßt sich der Gitarrist von einer Volksweise zu manchmal aufbrausenden Meditationen inspirieren, im anderen bietet er (mit seinem Toningenieur Joachim Ehrig) einen lautmalerischen Playback-Ulk dar.

Ermahnungen eines Mozartspielers an sich selber

Unverkennbar nimmt Mozart seinen Ausgangspunkt vom Gesänge aus, woraus sich die unausgesetzte melodische Gestaltung ergibt, welche durch seine Tonsätze schimmert, wie die schönen weiblichen Formen durch die Falten eines leichten Gewandes.

Hans Zender:: Heilung durch Anstrengung

Es gibt in Wirklichkeit keine alte, sondern nur immer neue Musik. Wer einmal in letzter Zeit Alfred Brendel oder Nicolaus Harnoncourt ein Werk von Mozart – übrigens auf sehr verschiedene Weise – hat interpretieren hören, wird sich dem Gefühl des Unerhörten, des ganz neu Gesehenen nicht haben entziehen können.

Schallplatten

Antal Dorati und sein ungarisches Exil-Orchester haben sich so in das Haydnsche Idiom eingelebt, daß ihre Aufführungen mittlerweile einen stilistischen Standard setzen.

Die neue Schallplatte

Walter Mossmann: „Neue Flugblattlieder“. Zorn treibt diesen Liedermacher – und Angst. Zum Beispiel vor den Sevesos, auch einem Kernkraft-Seveso.

Geburtshelfer am Klavier

Er ist keineswegs der Sieger von Anfang an. Zum Konzert kommt er auf das Podium mit leicht wiegendem, eher zögerndem als forschem Schritt, rudert oder pendelt mit den Armen, als wisse er jetzt noch nicht, wohin mit ihnen, schiebt den Kopf etwas wippend vor, bewegt die zurückgenommene Unterlippe, als wenn er etwas murmele, die tiefe Kinnfalte wird dabei noch tiefer.

Zeitmosaik

Diese schrecklich rührselige Aufregung wegen der königlichen Babys: die Bettler auf den Straßen, die um Geld bitten, um „Nahrung fürs Baby“ zu kaufen – es könnten die zwanziger Jahre oder ein anderes Land sein.

Schallplatte

Zur geplanten Europatournee des Juilliard-Quartetts hat CBS einen Schub von Aufnahmen des amerikanischen Top-Ensembles – außer dieser noch Beethoven, Schubert, Ives – in den Handel gebracht.

Die neue Schallplatte

Robert Schumann: „Werke für Oboe und Klavier“. Das Cover-Gemälde, Waldmüllers „Blick auf Arco“, täuscht: weder alpenländische Bauern- oder Winzeridyllen noch dolomitische Mächtigkeit werden hier musikalisch ausgedrückt.

Die neue Schallplatte

Ludwig van Beethoven: „Klavierkonzerte Nr. 1–5“. Als sie die Stücke aufgenommen hatten, bei einer doppelten Konzertreihe in der Chicago Orchestra Hall, und dann im Studio die Montage gelungen war, schrieb Alfred Brendel spontan ein „Plädoyer für die Live-Aufnahme“ (ZEIT 4/84).