: Alfred Brendel

Zeitmosaik

Diese schrecklich rührselige Aufregung wegen der königlichen Babys: die Bettler auf den Straßen, die um Geld bitten, um „Nahrung fürs Baby“ zu kaufen – es könnten die zwanziger Jahre oder ein anderes Land sein.

Ermahnungen eines Mozartspielers an sich selber

Unverkennbar nimmt Mozart seinen Ausgangspunkt vom Gesänge aus, woraus sich die unausgesetzte melodische Gestaltung ergibt, welche durch seine Tonsätze schimmert, wie die schönen weiblichen Formen durch die Falten eines leichten Gewandes.

Die neue Schallplatte

Ludwig van Beethoven: „Klavierkonzerte Nr. 1–5“. Als sie die Stücke aufgenommen hatten, bei einer doppelten Konzertreihe in der Chicago Orchestra Hall, und dann im Studio die Montage gelungen war, schrieb Alfred Brendel spontan ein „Plädoyer für die Live-Aufnahme“ (ZEIT 4/84).

Unterwegs mit Beethoven

Ein ZEIT-Gespräch mit dem Pianisten Alfred Brendel zu Beginn eines Acht-Monate-Konzert-Marathons

Eberhard Weber: Der Mann mit dem Reisebaß

Als der Ansager auf dem 7. New Jazzfestival Hamburg seinen Namen nennt, da schreit die Menge freudig auf. Kein Zweifel, der Bassist Eberhard Weber ist ein berühmter Mann.

Die neue Schallplatte

Robert Schumann: „Werke für Oboe und Klavier“. Das Cover-Gemälde, Waldmüllers „Blick auf Arco“, täuscht: weder alpenländische Bauern- oder Winzeridyllen noch dolomitische Mächtigkeit werden hier musikalisch ausgedrückt.

Die neue Schallplatte

Stefan Grossman featuring John Renbourn: „Acoustic Guitar“. Aus einem dieser Platte beiliegenden Faltblatt erfährt man, daß die beiden Gitarristen zunächst recht gehemmt spielten, obwohl sie schon öfter gemeinsam aufgetreten waren.

Frei und doch nicht exzentrisch

Unter den Dirigenten, die ich gehört habe, ist Furtwängler mir der wichtigste geblieben. Der Eindruck seines Musizierens ließ den Rahmen der symphonischen Literatur weit hinter sich zurück: Ihm vor allem verdanke ich meine professionellen Maßstäbe.

Die neue Schallplatte

Randy Newman: „Born Again“. Dies ist tatsächlich Randy Newmans schlechteste LP, wie Kritiker Michael Watts im „Melody Maker“ notierte – und trotzdem immer noch um Klassen besser als das, was die meisten Singer/Songwriter an vertonten Texten zu bieten haben.

Die neue Schallplatte

Walter Mossmann: „Neue Flugblattlieder“. Zorn treibt diesen Liedermacher – und Angst. Zum Beispiel vor den Sevesos, auch einem Kernkraft-Seveso.

Zeitmosaik

In der Orangerie des Charlottenburger Schlosses ist eine große Ausstellung von Dokumenten zu Leben, Werk und Wirkungsgeschichte von Heinrich von Kleist eröffnet worden.

Geburtshelfer am Klavier

Er ist keineswegs der Sieger von Anfang an. Zum Konzert kommt er auf das Podium mit leicht wiegendem, eher zögerndem als forschem Schritt, rudert oder pendelt mit den Armen, als wisse er jetzt noch nicht, wohin mit ihnen, schiebt den Kopf etwas wippend vor, bewegt die zurückgenommene Unterlippe, als wenn er etwas murmele, die tiefe Kinnfalte wird dabei noch tiefer.

Die neue Schallplatte

Hans Reichel: „Hans Reichel“. Die zwei Stücke dieser Single-Platte können einen ziemlich lange beschäftigen. Im einen läßt sich der Gitarrist von einer Volksweise zu manchmal aufbrausenden Meditationen inspirieren, im anderen bietet er (mit seinem Toningenieur Joachim Ehrig) einen lautmalerischen Playback-Ulk dar.

Schallplatte

Zur geplanten Europatournee des Juilliard-Quartetts hat CBS einen Schub von Aufnahmen des amerikanischen Top-Ensembles – außer dieser noch Beethoven, Schubert, Ives – in den Handel gebracht.

Schallplatte

Mit den Espressivomusikern Bruno Walter und John Barbirolli bildet der monumentale Klassizist Otto Klemperer das Triumvirat ehrwürdiger Mahlerkompetenz.

Schallplatten

Antal Dorati und sein ungarisches Exil-Orchester haben sich so in das Haydnsche Idiom eingelebt, daß ihre Aufführungen mittlerweile einen stilistischen Standard setzen.