: Anton Bruckner

Schallplatten

Seine Musik, so hatte der prominenteste Zwölftöner einst prophezeit, werde man in 150 Jahren so leicht verstehen wie Mozart.

Willkürliche Wahl

Die Donau und die Enns, Linz und Steyr, der Atter- und der Traunsee, das Inn- und das Mühlviertel, das Salzkammergut und die Region Pyhrn-Eisenwurzen, Industrie und Wälder, Gotik und Barock, Adalbert Stifter und Alfred Kubin, all das gehört zu Oberösterreich.

Schallplatten

Mit seiner Einspielung der Achten hatte Carlo Maria Giulini unter den Bruckner-Dirigenten für eine wichtige neue Polarisierung gesorgt.

Kritik in Kürze

Weltrekorde leiden darunter, daß sie immer wieder vom Besseren eingeholt, oder gar überboten werden: im Sport wie in der Kunst.

Wilhelm Furtwängler: Seelenbewegungen

Waren das noch Zeiten! Dem legendären Photo von 1929 haftet noch immer ein Hauch des Sensationellen an: Fünf Herren im Frack, jeder eine unverwechselbare Musiker-Persönlichkeit: Bruno Walter, Arturo Toscanini, Erich Kleiber, Otto Klemperer und Wilhelm Furtwängler.

Die neue Schallplatte

Anton Bruckner: „Symphonie Nr. 8“. Der Psychologe staunt, der Musikhistoriker reibt sich die Hände, beide haben seit fast hundert Jahren reichlich Forschungsarbeit.

Die neue Schallplatte

Anton Bruckner: „Sinfonie“ Nr. 3, 4, 8 – Erstfassungen“. Der fast schon begraben geglaubte Streit darüber, welche Fassung der Bruckner-Sinfonien denn nun die „gültige“ sei, wurde 1980 neu belebt, als sich Bruckner-Forscher in Linz zu einem Symposion trafen.

Schöne Linzer Klang-Retorte

Am Anfang war das Wasser. Der Geist Gottes schwebte darüber, nachdem er Himmel und Erde erschaffen. Poseidon wohnte in ihm und der Dämon Triton, die göttliche Venus entstieg ihm und alles Leben dieser Erde.

Die neue Schallplatte

Anton Bruckner: „Sinfonie Nr. 7/Helgoland/150. Psalm“. Der Anfang der Sinfonie-Aufnahme ist symptomatisch: Haarscharf vor dem ersten Cantilenen-Ton der Celli haben die Aufnahmetechniker ein Geräusch stehengelassen oder nicht gehört, das fatal wie ein Dominant-Vorschlag klingt, als müßten sich die Musiker auf das E durch einen Sprung aus dem H absichern.

Die neue Schallplatte

Elvis Costello And The Attractions: „Armed Forces“. Er wird’s in seiner unsäglichen Arroganz nie zugeben, aber der Pseudonyme Komponist/Gitarrist/Sänger Elvis Costello (bürgerlicher Name: Declan MacManus) aus Liverpool schuldet der Van-Morrison-Schule des britischen Rhythm & Blues genausoviel wie der frei dahinfließenden Assoziations-Poesie des Bob Dylan der Jahre 1964 bis 1966 und den Satiren eines Ray Davies.

Für Ostern ausgebrütet

Falscher Hase: In Heiligenhafen ist der „Seehase“, lat. Cyclopterus lumpus, der den „deutschen Kaviar“ produziert und also auch mit Eiern zu tun hat, kurzerhand zum Osterhasen ernannt worden.

Die neue Schallplatte

Jack DeJohnette: „Pictures“. Alle sechs „Bilder“, die der amerikanische Jazz-Schlagzeuger hier vorführt, sind in oft mehreren (Playback-)Lagen hergestellt.

Schallplatte

José Alfonso: „Grândola Vila Morena“. „Grändola, braune Stadt, Ort der Brüderlichkeit, das Volk hat wieder zu bestimmen in dir, du Stadt“ – mit diesem lange verbotenen Lied war am 25.

Die neue Schallplatte

„John Williams“. Die Gitarre ist wieder „in“. Nostalgie und der neue Hang zum Selbermusizieren, Beat und der Einfluß aus Fernost, Soul und die Flucht vor sich selber mögen an der neuen Entwicklung mitbeteiligt sein, Künstler wie Segovia und Yepes haben die Reputation des Instruments aufgebessert, Schallplattenproduzenten entdecken die klassische Gitarren- und Lautenmusik ständig neu.

Die gepreßten Kolosse

An ihrem Bruckner sollt ihr sie erkennen. Es gibt wohl keine Musik, die mehr auf eine gute, ausgefeilte Schallplattentechnik angegewiesen ist, als die Sinfonien von Anton Bruckner.

Die neue Schallplatte

„Les Sites auriculaires“, Landschaften zum Hören nennt sich eine Sammlung von eigenhändigen Transkriptionen Ravels – Orchesterstücke wurden umgeschrieben für vier Pianistenhände.

In Demut

Seine erste Lehrerprüfung bestand er, indem er in achtzehn Fächern die Note „sehr gut“ erwarb; die Prüfungskommission des Wiener Konservatoriums gestand, eigentlich habe er die Kommission prüfen müssen; in London kamen sie zu Zehntausenden, um ihn auf der Orgel improvisieren zu hören.

Die neue Schallplatte

Im Jahre 1706 reiste Händel, einundzwanzigjährig, nach Italien und studierte dort die Musik der hier führenden Komponisten Corelli und Scarlatti.

Die neue Schallplatte

Leos Janáček: „Aus einem Totenhaus“; Tattermuschová, Blachut, Zidek, Horácek, Thein, Joran u. a.............................

Die neue Schallplatte

Ludwig van Beethoven: „Sinfonie Nr. 5“ / Wolfgang Amadeus Mozart: „Figaro-Ouvertüre“ / Carl Maria von Weber: „Oberon-Ouvertüre / Franz Liszt: „Ungarische Rhapsodie Nr.

Schallplatte

Mit zweiundzwanzig Klavier-Stücken, keines länger als vier Seiten, entstanden zwischen 1720 und 1965, bietet Alfons Kontarsky einmal eine neue „Klavierschule“, eine Sammlung solcher Stücke, die zu üben nützlich ist, ohne daß einem dabei die Lust am Klavierspiel vergeht; dazu eine akustische Ausführungsanweisung und Kontrollmöglichkeit; schließlich sind Platte und Notenbuch auch noch so etwas wie ein Kompendium von Kontarskys Klavierstil.

DIE NEUE SCHALLPLATTE

Kurz nacheinander sind jetzt zwei maßgebliche Interpretationen der „Winterreise“ erschienen: die so expressive wie artifizielle von Peter Pears und Benjamin Britten (als Reprise bei Decca) und Hotter-Moores geradezu klassisch verhaltene, die bisher nur ausschnittsweise im Handel war.

Oper: „Tristan und Isolde“ in Salzburg: Karajans apollinisches Vergnügen

Zum sechstenmal Herbert von Karajans Osterfestspiele in Salzburg – aus dem einstmals ebenso mit Skepsis beargwöhnten wie mit Bewunderung bestaunten Risiko eines Abenteurers ist längst ein sicher beim Käufer untergebrachtes exklusives Treffen von solchen geworden, die sich die Opernkarten für 150 Mark und das notwendige Drumherum leisten können, und auch Stadt und Land Salzburg haben die Rechnung aufmachen und finden müssen, daß die 850 000 Mark Subventionen schon lohnen, weil sie ja auf andere Weise wieder herein .

Zwei Tage in Salzburg: Kuppeln und Alpen-Skyline

Wenn es Abend wird in Salzburg, zu Ostern oder im August, kann man erleben, wie die Stadt ihres motorisierten Fremdenverkehrs Herr zu werden glaubt: Dann dreht einer der adrett gekleideten Schutzleute an der Ecke Rudolfskai und Mozartplatz – wie an zwei anderen ebenso beliebten Schlupflöchern in die City – das Schild „Zentrum überfüllt“ einfach um.