: Antonin Artaud

Frank Witzel : Reibe deine Seele

Terrorismus als sinnvolle Beschäftigung für Depressive? Frank Witzel bohrt mit seinem Roman in den schmerzenden Tiefen der bundesrepublikanischen Vergangenheit.

Theater: Unser Bühnentest

Hamburg ist eine Theaterstadt. Die Auswahl ist groß. In welche Inszenierung muss man gehen? Und was hat man davon? Unser Bühnentest prüft die wichtigsten Stücke.

Donaueschingen: Das komponierte Ich

Auf den Donaueschinger Musiktagen sind alle Tabus schon gebrochen worden. Heute versuchen die Komponisten nur, den eigenen Stil zur unverwechselbaren Marke zu steigern.

Vietnamkrieg: In der Hölle zu Hause

Ein grandioser Wurf: Denis Johnsons Roman "Ein gerader Rauch" leuchtet in die Abgründe amerikanischer Kriegsführung.

Roman: »Ich schaufle und schaufle«

Französisch, existentialistisch und geheimnisvoll: Der Roman »Das Vorgebirge« von Henri Thomas, übersetzt von Paul Celan.

Kunst: Zum Malen verdammt

War Salvador Dalí wirklich wahnsinnig? Und was ist heute von seiner Kunst zu halten? Eine überraschende Nachforschung zum 100. Geburtstag

Film: Gewitter des Denkbaren

Für die Filmkritikerin Frieda Grafe war das Kino Kunst, weil es so wunderbar trivial ist. Nun liegen ihre Schriften in vier Bänden vor. Plädoyer für eine Autorin, die man lesen, aber nicht verstehen muss

Brillanter Feuerkopf

Spitzendiplomat und Dichter: Der französische Außenminister DOMINIQUE DE VILLEPIN ist beides auf einmal und fasziniert nicht nur seine Landsleute. Wie schafft er das alles?

Eine Reise nach Mexiko

Antonin Artaud hat diesen Text 1947, ein Jahr vor seinem Tod, als Postskriptum zu seinem „Theater der Grausamkeit“ geschrieben, das auch eine Art Revision seines „Theaters als Double“ darstellt.

Dieser Schrei ist ein Traum

aus jemandem herausschreit; die hochexpressiven Vielton-Akkorde, die schmerzen und zugleich süchtig machen; die gehämmerten Ostinati, die sich reibenden Linien, die abrupten Wechsel.

Zeitmosaik

„Europa in Trümmern“ – so nennt Hans Magnus Enzensberger den 65. Band der von ihm herausgegebenen „Anderen Bibliothek“, erst im Greno Verlag, jetzt bei Eichborn in Frankfurt.

Fernseh-Kritik: Rummel, Tempel

Van Gogh ist von allen Malern derjenige, der uns am nachhaltigsten entblößt“, sagte Antonin Artaud. Er hat es wohl getroffen: Um ihre Blöße zu bestaunen, strömt, hundert Jahre nach dem Tod des Künstlers, die Welt in Amsterdam zusammen.

Berührung

Ich bin drei Jahre alt, die Fensterläden sind geschlossen, eine Armee marschiert in Bordeaux ein, es ist ein Tag der Trauer und der Scham.