: Aschenbrödel

Porträt: Die Seelenspielerin

Menschenforschung mit reinem Herzen und hellem Verstand – die Bamberger Schauspielerin Susann Würth

König ohne Reich

Wie der Industriemanager Hans-Olaf Henkel den Instituten der Leibniz-Gemeinschaft zu Glanz verhelfen will - und warum er sich damit nicht nur Freunde machen wird

Schnuller statt Kondome

Die Filme "Fast Food Fast Women" und "Darlenes Männer" führen Frauen auf Umwegen ins Glück

Mit Gebärdenspiel hat sie nichts zu tun, die ideale „Pantomime“, alles aber mit britischer Weihnachtsfreude. Laut, schräg und schlicht geht es dabei zu auf der Bühne, und auch unser Autor war wieder ganz hingerissen: Alle Jahre wieder das gleiche Theater

Die Village Hall ist der Ort, an dem sämtliche Lokalereignisse stattfinden, Gemeinderatssitzungen und die Sprechstunden des einmal wöchentlich anreisenden Doktors, Sitzungen des Landgerichts, durchtanzte und durchzechte Nächte.

Zeitlese

Es konnte nicht ausbleiben, daß mit der Eröffnung von Euro-Disneyland die alte Debatte über den amerikanischen Kulturimperialismus einen Aufguß erleben würde.

Filme

Wenn man von Staten Island hinüberschaut nach Manhattan, spürt man diese Sehnsucht: Dort drüben, an der Wall Street, muß das Reich der Wünsche beginnen.

Papiertheater

Von den farblich erlesenen Exemplaren des Wiener Verlages Trentsensky bis zu den knallbunten Neuruppiner Bögen waren sie beliebtes und selbstverständliches Requisit unter Spielzeugen.

Enzensbergers Ausgabe Norwegischer Märchen: Kindheitstraum

Es war einmal“, so beginnt dieses neue und doch so alte Buch. „Es war einmal ein armer Mann, der hatte drei Söhne. Als er starb, wollten die beiden ältesten in die Welt reisen, um ihr Glück zu versuchen; aber den jüngsten wollten sie gar nicht mit haben.

Blei-Ersatz: Äther macht Karriere

Wenn der Ölhafen nur noch tröpfelt, dann soll der „Sprit aus Kohle“ die Räder weiter rollen lassen. Die technischen Möglichkeiten, Methanol über Synthesegas aus Kohle herzustellen, existieren.

Das Sterben der Winter-Soldatin

Alfred Hitchcock hat einmal gesagt, er könnte nie „Aschenbrödel“ verfilmen, weil das Publikum sofort anfangen würde, nach der Leiche zu suchen: ein trauriger Satz, nicht nur ein koketter (obwohl Hitchcock gewiß nie Lust hatte, „Cinderella“ zu inszenieren), denn er formuliert ein Spezialistentum, dem schwer zu entrinnen ist, das eine Art von Gefangenheit in Gewohnheiten und Erwartungen bedeutet.

Filmtips

„Sonne der Hyänen“ von Rhida Behi. Es gibt ein Genre Südseefilme, deren Bilder Trauer über die verlorenen Paradiese und zugleich die Sehnsucht danach produzieren.

Fernseh-Vorschau: Sozialistisches Biedermeier

Aber eigentlich müßte die Geschichte anders anfangen: Es war einmal ein kleiner Prinz, der fühlte sich immer sehr einsam. Bis ihm eines Tages eine Prinzessin begegnete, eine mit traurigen Augen, und zu ihm sagte: „Wir gehören zusammen.

Kunstkalender

Die Galerie von Thomas Wagner, eine der neuesten in Berlin und vermutlich eine mit Überlebenschance, hat es sich zum Programm gesetzt, vor allem junge, in Berlin lebende Künstler vorzustellen.

Filmtips

„Die letzte Nacht des Boris Gruschenko“ von Woody Allen. Der Originaltitel „Love and Death“ erinnert in seiner entwaffnenden Schlichtheit nicht von ungefähr an „War and Peace“: In seinem neuen, teils in Frankreich, teils in Ungarn gedrehten Film montiert Woody Allen aus disparaten Bildungstrümmern und genüßlich verzerrten Hollywood-Klischees über Mütterchen Rußland die satirische Odyssee eines schmächtigen Verlierers durch das Reich der Zaren zur Zeit Napoleons.

Wolfgang Ebert: Hört, hört...

„Jawohl, mitten in der Nacht! Um 2.30 Uhr. Da holte K. den B. aus dem tiefsten Schlaf. B. fluchte natürlich fürchterlich. Was K.

Aschenbrödel in Straßburg

Wer erreichen will, daß eine politische Aussage geheim bleibt“, so heißt ein europäisches Scherzwort, „der braucht sie nur vor dem Europäischen Parlament von ich zu geben.

Der Witz der Wirklichkeit

Der Märchenkönig sieht ziemlich unansehnlich aus – trägt graue Strumpfhosen unter dem Herrscherwams, hat ein vom Griesgram verknautschtes Gesicht.