: Astor Piazzolla

Klassik: Der persönliche Draht

Kammermusik hat wenig Freunde. Aber beim hochkarätigen Moritzburg Festival sind die Konzerte ausverkauft, dank eines außergewöhnlichen Konzepts.

Mein Leben mit Musik: Ich tanze Tango

Nur ein Mann, der abwarten und sich ganz der Stille hingeben kann, ist ein guter Tänzer. Der mir das Gefühl geben kann, mich nur höchst ungern loszulassen. – Erfahrungsberichte aus dem tönenden Alltag (4)

Silvana Deluigi: Eine volle Stimme für den Tango

Doch so geradlinig, wie sich das liest, ging das mit der jungen Karriere von Silvana Deluigi nicht vonstatten. Den Tango, jenes „von den Armen in der Vorstadt geschaffene kulturelle Wunder, das die Welt eroberte und zum Wahrzeichen und Sinnbild von Buenos Aires und seiner Bevölkerung wurde“, wie der argentinische Autor Jordi Borja den Tanz beschreibt, mochte Silvana Deluigi zunächst nämlich gar nicht.

Zeit zum Hören

Als 1911 die ersten Tangos im Abendland gespielt wurden, als die ersten Paare neuartig übers Parkett tanzten, war das Mißtrauen groß.

Schallplatten

Der große Bandoneonist kehrt nicht zurück auf den Tanzboden, bleibt, sich treu, mit seinem Quintett (Klavier, Geige, Kontrabaß, Gitarre) auf dem Konzertpodium: reine Kammermusik, fein, aber nicht zu virtuos gespielt, die Kompositionen von lauernder, unruhiger Dramatik, die melancholischen Melodien durchsetzt von plötzlichen und vorbereiteten Synkopen.

Kritik in Kürze

„Tango – die Berührung“, von Eberhard Janke. Als wolle er die Aktualität seines Buches noch unterstreichen, skizziert Janke anfangs atemlos, was sich in der „Tango-Szene Deutschland“ so alles tut.

Die neue Schallplatte

Richard Strauss: „Der Rosenkavalier“. Ob es wirklich notwendig war, Herbert von Karajan die „erste“ Kassette mit den vier Compact-Discs einer Gala-Performance in der piekfeinen Villa Schmederer vom veritablen Mohrenknaben seiner Aufführung überreichen zu lassen, sei dahingestellt.

Die neue Schallplatte

Sebastiäo Tapajós: „Guitarra Criolla“ und Sebastião Tapajós & Zimbo Trio: „Sinco Pando“. Auf der ersten Schallplatte hört man den brasilianischen Gitarristen so, wie man ihn kennt: einen fingerfertigen, in vielerlei Spielweisen erfahrenen Musiker mit einer interessanten Klangfarbenpalette.

Die neue Schallplatte

„Sprechstunden Deutscher Geschichte“. „Hart sein im Schmerz, nicht wünschen, was unerreichbar oder wertlos, zufrieden mit dem Tag, wie er kommt“: so stellte sich Kaiser Wilhelm II.

Zeitmosaik

Es ist noch immer notwendig, Hochschulen zu betreiben; hier spreche ich hauptsächlich von naturwissenschaftlichen und technischen Hochschulen.