: Ausgangssperre

USA: Marsch ins Gefängnis

Aus dem „Marsch der Armen“ – vom ermordeten Negerführer Martin Luther King einst als mächtige Demonstration der Gehaltlosigkeit geplant, von dessen Nachfolger Abernathy mehr schlecht als recht durchgeführt – wurde zum Wochenbeginn ein Marsch ins Gefängnis.

Rasender Ryun

Länderkampf der Leichtathleten, USA gegen Deutschland in Düsseldorf: Am ersten Tag wurden die 35 000 Zuschauer in den Himmel nationaler Hochstimmung katapultiert, um am zweiten Tag um so tiefer in den Orkus der Niederlage geschleudert zu werden.

Kann sich Nasser lange halten?

Das Geländer der Nilbrücke ist so heiß, daß man es nicht anfassen kann. Das Thermometer in Kairo zeigt 42 Grad im Schatten. Die Posten an den Brückenauffahrten dösen.

ZEITSPIEGEL

Von einem Militärgericht in Fort Dix wurden James Johnson und David Sornas zu je fünf Jahren Schwerarbeit verurteilt. Die beiden Soldaten hatten sich am 14.

Nachtisch à la Saigon

Harold Wilson will sich die Friedensinitiative im Krieg um Vietnam nicht aus der Hand winden lassen. Obwohl die Machthaber in Peking, Hanoi und der Vietcong der Friedensmission des Commonwealth die Tür vor der Nase zugeschlagen haben und die Sowjetunion sie nur angelehnt hat, wollten die vier Premierminister ihre Reise antreten – wenn nicht jetzt, dann später.

Sperren auf, Augen zu

Die Bundesbahn will auf allen Bahnhöfen, mit Ausnahme jener, wo es aus Sicherheitsgründen nicht angebracht ist, die Bahnsteigsperren aufheben.

Seiltanz in Saigon

Seit dem 30. Januar, dem „Tag der Machtergreifung“, galt der kleine, bärtige Regierungschef Nguyen Khanh als der „starke Mann“ Südvietnams.

Neue Sorgen für London

Die britischen Commonwealth-Sorgen, hervorgerufen durch die Krisen in Zypern und Malaysia, verstärkten sich am letzten Wochenende: Schlechte Nachrichten kamen von der ostafrikanischen Gewürzinsel Sansibar und aus der indischen Dreimillionenstadt Kalkutta.

In Gelnhausen ist der Teufel los

Wer ist schuld an der „Schlacht im Kinzingtal“? – Harfe Probe für die deutsch-amerikanische Freundschaft

Zeitspiegel

Das Politbüro der chinesischen KP hat zugegeben, daß China in einer Wirtschaftskrise steckt. In einem Aufruf im Parteiorgan Rote Fahne erklärt die Parteiführung, daß der Fortschritt in der Industrie solange zurückstehen müsse, bis die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln gesichert sei.

Der Wut folgt die Angst

Die Fallschirmjäger in ihrem „Leoparden-Kampfanzug“ stehen neben den Panzerwagen am Eingang der Europäer-Stadt; nur wenige Meter entfernt stehen die tunesischen Soldaten.

„Der neunte Kreis”: Liebe 1941

Im Jahre 1941 beginnen auch in Zagreb, der Stadt des Staatschefs Ante Pavelic, die Judenverfolgungen. Zufällig ist das jüdische Mädchen Ruth nicht daheim, als ihre Eltern von der Gestapo geholt werden.

Nächtlicher Höllenlärm in Algier

Seit dem Zusammenbruch des Generalputsches, seit zwei Wochen also, herrscht der Belagerungszustand in der Stadt Algier. Hunderte von schwerbewaffneten Gendarmen und Polizisten patrouillieren auf den Straßen und bewachen die öffentlichen Gebäude.

Stockholmer Notizen

Auf vielen schwedischen Bahnhöfen stehen kleine Gepäckkarren, mit denen der Reisende seine großen Gepäckstücke bequem selbst über die zum Teil sehr langen Bahnsteige befördern kann.

Art Buchwald:: Arrivederci Roma

Feste in- Rom sind offenbar gefährlich. Nehmen Sie beispielsweise unseren Freund Peter Howard. Mr. Howard, ein 26jähriger Amerikaner, Stiefsohn George Vanderbilts und ein lebensfroher playboy, hat vor ein paar Wochen in Rom eine kleine Party gegeben.

Schamun hält sein Pulver trocken

stille Beiruts jetzt gelegentlich wieder vom Motorengeheul amerikanischer Düsenjäger zerrissen, die niedrig über die Dächer der Stadt hinwegbrausen.

Raubbau in Mitteldeutschland

Reparationslieferungen und akuter Brennstoffmangel führen zu immer rigoroseren Kahlschlägen in Mitteldeutschland. Die staatliche „Deutsche Handels-Zentrale“ (DHZ) hat in den letzten Monaten das Verfügungsrecht über den gesamten Waldbestand an sich gerissen.

Sei kein Grabscher!

New York hat sich nach dem ersten Kriegsschrecken wieder erholt. Es wird nur wenig gehamstert. Nur Zucker ist seit Beginn des Korea-Krieges knapp.