: Benigno Aquino

„Jetzt ist Mama dran“

MANILA. – Oberflächlich betrachtet ließ sich der Krieg der Witwen, der jetzt mit dem Verzicht der philippinischen Präsidentin auf die Wiederwahl ein Ende fand, als Konfrontation der Klassen darstellen: auf der einen Seite Corazon Cojuangco Aquino, Blaustrumpf und Erbin eines Zucker-Imperiums; auf der anderen Seite Imelda Romualdez Marcos, arm geboren, die sich ihren Weg an die Spitze über Schönheitswettbewerbe erkämpfen mußte.

Klamauk in Manila: Heimflug des Eisernen Schmetterlings

Es war ein heiterer, warmer Mai-Sonntag auf Hawaii – für Imelda Marcos der erste Muttertag im Exil. Tränen des Schmerzes und der Rührung stiegen ihr in die Augen, als sie in ihrem schlichten grünen Kleid auf der Bühne des Neil Blaisdell Centers von Honolulu die sentimentale Weise anstimmte You are the Only One I Am Going to Love.

Putschversuch auf den Philippinen: Heldin in Nöten

Nicht so sehr die historischen Umwälzungen in Osteuropa oder die Unwägbarkeiten der deutschen Frage beschäftigten George Bush auf dem Flug von Washington nach Malta zum Gipfeltreffen mit Michail Gorbatschow.

Weltbühne: Exil als Endstation

Der weise Thales von Milet kannte nur wenig von der Welt. Mehr sein beschränktes Blickfeld als fehlender Weitblick mag ihn denn auch zu dem Satz verleitet haben: „Das seltenste, was ich gesehen: Ein alter Tyrann.

Wind gesät

Im Triumph kehrte Benazir Bhutto vor vier Monaten aus ihrem Londoner Exil nach Pakistan zurück. Hunderttausende jubelten der Tochter des früheren Ministerpräsidenten Zulfikar Ali Bhutto zu, der 1977 vom jetzigen Präsidenten Zia ul-Haq gestürzt und zwei Jahre später hingerichtet worden war.