: Bodo Morshäuser

Schlaffis, die von Stärke reden, brauchen wir nicht

Alle suchen Antworten. Claus Leggewie hat eine: In seinen Augen gehören die jetzt jungen Menschen (wie alle zehn Jahre wieder) einer „verlorenen Generation“ an, „die sich selbst (und der Glotze) überlassen blieb“.

Plädoyer eines Antiautoritären für Autorität

„In Autoritätsfeindlichkeit kommt eine Art Abdankung der Zeitgenossen zum Ausdruck, die sich als Eltern und Erzieher gewissermaßen weigern, eine der allerelementarsten Funktionen in jedem Gemeinwesen, das Hinleiten derer, die durch Geburt neu in die Welt gekommen und daher in ihr notwendigerweise Fremdlinge sind, zu übernehmen und so die Kontinuität dieser gemeinsamen Welt zu sichern.

Einige kurze Bemerkungen zu Botho Strauß’ Aufsatz „Anschwellender Bocksgesang“ und dem Echo darauf: Die Mandarine werden nervös

Über Botho Strauß’ „unerhörtes Dokument, das erste aus dem Neuen Deutschland, undenkbar in der alten Bundesrepublik“ (Frankfurter Rundschau), das Anfang Februar erschien, herzufallen ist leicht – da schüttet einer seinen Kopf aus; dieser polemischen Gegenwartsdeutung das Anstößige (statt des Abstoßenden wie Tilman Spengler in der Woche) zu entnehmen und es, eigener Erfahrung folgend, anders auszudrücken oder dem etwas entgegenzusetzen ist schwer.

CultureClub Berlin

Über die Bemühungen der Veranstaltungs-Verwalter, an den Bedürfnissen der Bewohner vorbei durch Anschein eine behauptete Wirklichkeit plausibel zu machen

Heimkehr auf den fremden Planeten Erde: Krieg der Waren

Berliner Simulation“, unter diesem Titel beschrieb der Berliner Lyriker und Erzähler Bodo Morshäuser vor zwei Jahren die Stadt als einen Lebensraum, in dem die alten Vermittlungen nicht mehr funktionieren.

Ulla Hahn und ihre Gedichte: Mit Grazie, mild wie Vanille

Die Lyrikerin Ulla Hahn hatte, als sie von Marcel Reich-Ranicki entdeckt wurde, Glück und Pech. Glück, weil ihr die Fürsprache dieses wohl einflußreichsten Literaturkritikers viele Wege ebnete und zu einer steilen Karriere verhalf.