Nikolai Bulganin

"Bis die Krabben pfeifen lernen"

Die entscheidenden Weichen wurden im Frühjahr 1955 gestellt. Im Februar ratifizierte der Bundestag die Pariser Verträge, die drei Monate später in Kraft traten. Am 5. Mai wurde die Bundesrepublik ein souveräner Staat.

Die alte Garde läßt nicht locker

Machtkampf in Moskau: Nicht die Außen-, sondern die Wirtschaftspolitik steht jetzt im Mittelpunkt

Gipfel-Kalender

17. bis 23. Juli 1955: Präsident Eisenhower (USA), Ministerpräsident Bulganin und Parteichef Chruschtschow (UdSSR), Premierminister Eden (Großbritannien) und Ministerpräsident Faure (Frankreich) treffen in Genf zusammen.

Der Atomclub wird geschlossen

Der bevorstehende Abschluß eines Atom-Sperrvertrages hat Bonn alarmiert. Im Auswärtigen Ausschuß prallten die Meinungen aufeinander – beitreten oder nicht? Die deutschen Besorgnisse brachte Botschafter Grewe im NATO-Rat zur Sprache: Welche Folgen hat der Vertrag für die industrielle Entwicklung der nichtatomaren Staaten; wird eine europäische Atomstreitmacht verhindert? Wir veröffentlichen Auszüge aus einem intern gehaltenen Vortrag (vor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik), in dem Grewe die langfristige Bedeutung des Nonproliferations-Vertrags untersucht hat.

Die Welt hielt den Atem an

Wir haben auf der ganzen Linie gesiegt!“ meldete der israelische Botschafter Eban am Morgen des 1. November 1956 freudestrahlend dem amerikanischen Außenminister John Foster Dulles.

Olivenöl im Reisegepäck

„Adenauer – und der Weg Deutschschlands“ heißt der Bildband, der in den nächsten Tagen im C. J. Bucher-Verlag erscheint. Der Text stammt von Robert Strobel, dem langjährigen Bonner Korrespondenten der ZEIT.

Die "Parteifeinde"

Unter „Parteifeinden" versteht man in der Sowjetunion die inzwischen gestürzten Widersacher Chruscht

Grenzziehung im Weltraum

Nationale Hoheitsrechte sollen in 85 Kilometer Höhe enden – Juristen fordern klare Rechtsverhältnisse

ZEITSPIEGEL

„Vielleicht wäre es klug von Marschall Montgomery, seine diplomatische Aktivität auf Gespräche mit dem ebenfalls pensionierten Marschall Schukow zu beschränken.

Beljajew abgebaut

Am gleichen Tag, da der ehemalige sowjetische Ministerpräsident Bulganin erstmals als Mitglied einer „parteifeindlichen“ Gruppe bezeichnet wurde, gab die Prawda den Ausschluß Nikolai Beljajews aus dem Sekretariat des Zentralkomitees bekannt.

Volksfeind Nikolai Alexandrowitsch

Es war der 25. Februar 1956. Im Großen Saal des Kreml saßen mit angehaltenem Atem die Delegierten der Kommunistischen Partei der Sowjetunion; Es sprach der Erste Sekretär der Partei, Nikita S.

Chruschtschows neue Leute

Mit der Verstoßung des ehemaligen Ministerpräsidenten Bulganin aus dem Präsidium des Zentralkomitees hat letzte Woche Chruschtschows „Flurbereinigung“ in der Sowjetführung ihren vorläufigen Abschluß gefunden.

ZEITSPIEGEL

Rededuelle, die länger als 15 Minuten dauern, ermüden nicht nur die Gehirnnerven, sondern lassen auch die Blutzufuhr in lebenswichtigen Organen stocken.

Die UdSSR – ein Bildband

Im Februar 1956, anläßlich eines Empfangs im Sankt-Georgs-Saal des Kreml, wandte sich ein französisches Journalistenehepaar an Bulganin mit der Bitte, im Auto die UdSSR durchqueren zu dürfen.

Gespräch der Schwerhörigen

Das weltpolitische Gespräch, nach dem so viele Leute so lange gerufen haben, ist in Gang gekommen. Aber vorläufig gleicht es noch dem, was die Franzosen einen dialogue des sourds nennen, einem ‚Zwiegespräch der Schwerhörigen’, von denen keiner versteht, was der andere sagt, obwohl jeder den anderen zu überschreien sucht.

Bulganin-Philologie

Die großen Staatsmänner der westlichen Welt hatten schon begonnen, ihre Koffer für die Fahrt nach Paris zu packen, da ließ ihnen der Kreml als kleine Aufmerksamkeit noch eine Reiselektüre überreichen: Briefe des sowjetischen Ministerpräsidenten Bulganin.

Aus alt mach neu

In Vorbereitung der fast alle Jahre fälligen „Berichtigung“ der Geschichte der Sowjetunion haben die sowjetischen Obersten Sergejew und Andrejew zum Gebrauch der Moskauer Parteipropagandisten eine Broschüre verfaßt, in der Malenkow, Molotow und Kaganowitsch nicht mehr wie bisher unter den „großen Führern des vaterländischen Krieges“ figurieren, obwohl sie alle drei Mitglieder des zu Beginn des Krieges gebildeten Verteidigungskomitees waren – Molotow sogar dessen Vizepräsident.

Die zwölf Thesen

Es war gewiß nur Zufall, daß die Unterzeichnung der Berliner Erklärung im Schöneberger Rathaus gerade am Geburtstage Ernst Reuters stattfand.

85000 Deutsche

Im September 1955 hatte Ministerpräsident Bulganin dem Bundeskanzler die Rücksendung jedes sich unfreiwillig in der Sowjetunion aufhaltenden Deutschen, zugesagt.

Zwei politische Legenden

Zu berichten, „wie es wirklich gewesen“, ist nach einem Ausspruch Rankes Aufgabe des Historikers. Zu sagen, wie es wirklich nicht gewesen, scheint die Aufgabe der noch im Banne der Ereignisse stehenden Zeitgenossen und interessierten Politiker zu sein.

ZEITSPIEGEL

Kürzlich erhielt die Pariser Polizei einen nächtlichen Anruf, sie sollte doch mal nachsehen, wer in den Katakomben nächtliche Tanzveranstaltungen abhalte.