Carlos Fuentes

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Yuri Herrera: Drogenballade

Yuri Herrera erzählt von genau der Gewalt, die Mexiko auch in diesen Tagen wieder erschüttert. Seine Worte schlagen an Stellen ein, wo man das Ziel nicht vermutet hätte.

Schriftsteller Sergio Pitol: Die Hyäne im Nacken

Sergio Pitol, der große mexikanische Schriftsteller, erfindet sich in jeder Erzählung neu. Sein neuer Band "Drosseln begraben" ist eine Offenbarung. Von Katharina Döbler

Kultur: Nicht zu fassen

Auch Sprachen, Tänze und Feste genießen als immaterielle Kulturgüter den Schutz der Unesco. Demnächst steht eine neue Auswahlrunde an

Mexikos Präsident Salinas hat eine einmalige Chance: die Verwirklichung der Demokratie: Der Zündsatz von Chiapas

Für die mexikanische Demokratie ist 1994 das entscheidende Jahr. Die Staatspartei, die Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI), die Francos Falange und selbst die kommunistische Partei in der Sowjetunion überdauert hat, weiß keine überzeugende Antwort auf Mexikos Kernproblem: Die politischen Strukturen passen längst nicht mehr zur sozialen, ökonomischen und kulturellen Wirklichkeit des Landes.

Octavio Paz und Carlos Fuentes, die bedeutendsten Schriftsteller Mexikos, einst voller Bewunderung füreinander, sind im Streit über den Aufstand der Indianer in der Provinz Chiapas. Paz sorgt sich um das Ansehen Mexikos, Fuentes beklagt die Brutalität der Oligarchie: Ein Bruderzwist in Mexiko

Über eines sind sich die beiden Gegner einig: In Chiapas muß sich etwas ändern. Und schon hört die Gemeinsamkeit auf, denn wo Octavio Paz betulich von sozialen, politischen, wirtschaftlichen und moralischen Reformen spricht, scheint er für die Regierung des Präsidenten Salinas zu sprechen und Reformen von oben, auf dem bekannten paternalistischen Weg, zu meinen, während Carlos Fuentes in seiner Erwiderung in jedem Satz gegen diese Regierung und für eine Veränderung von der Basis her plädiert.

Ein mexikanischer Mammut-Flop: Liebe zur Zeit des Petit Larousse

Fernando del Paso hat den Steuermann Palinurus aus Vergils Äneis als Medizinstudent in das Mexiko von 1968 versetzt, und so wie Vergils Palinurus Schiffbruch erleidet, läßt auch del Paso ihn untergehen: einerseits in dem blutig niedergeschlagenen Studentenaufstand, andererseits im Strudel des Lebens, der Träume, der Fakten, der Worte.

Kundig

Die Bände des VSA-Verlags geben dem Leser die Gewähr, daß kundige Autoren für ihn schreiben und daß, was bei anderen Verlagsreihen nicht immer selbstverständlich ist, die politischen und gesellschaftlichen Aspekte eines Landes angemessen berücksichtigt werden.

Ein Autor will Präsident Perus werden: Stehen zu seiner Verantwortung

Als der damalige Präsident Perus, Belaúnde Terry, 1984 sein abgewirtschaftetes Kabinett aufputzen wollte und seinem in der Welt bekanntesten Landsmann, dem Schriftsteller Mario Vargas Llosa, das Amt des Ministerpräsidenten antrug, winkte dieser noch ab: Seine Sache sei und bleibe eine andere, die Literatur.

Bücher über Bücher

Joseph Roth hat es einmal bedauert, daß die „Kenntnis des Privatlebens eines Autors ... geradezu ein unumgänglicher Bestandteil der zeitgenössischen Literaturkritik geworden“ sei.

Das Epos eines Kontinents

In der Belletristik hat Lateinamerika auf dem deutschen Büchermarkt den Durchbruch längst geschafft. Namen wie Garcia Márquez, Isabel Allende, Carlos Fuentes und andere stehen seit Jahren auf deutschen Bestsellerlisten.

Feuer und Eisen

Mexico City ist eine „mutwillig krebswuchernde Stadt, die nach anarchischer Ausbreitung giert, faulende Ansätze jeglichen Stils, eine Stadt, .

Filme

Ein Robert Redford in Bestform spielt die Hauptrolle in dieser mit viel Kinoverstand und Witz gemachten amerikanischen Kriminalkomödie, die eine moderne Version alter Hollywoodkomödien mit Spencer Tracy und Katherine Hepburn ist.