Charles J. Haughey

Seit wann leben Sie in Irland?

Deutschsprachige Dichter entdecken das "Country Living" im grünen Steuerparadies. Ein Lokalaugenschein

Weltbühne: Mit der IRA verhandeln?

Optimisten meinen, am düsteren nordirischen Himmel sei ein zarter Hoffnungsstreifen auszumachen. Auf den ersten Blick möchte man dieser Aussage zustimmen.

Daten aus Dublin

Das große Lob, das dem irischen Premier Charles Haughey am Ende des Dubliner Gipfels gezollt wurde, war verdient. Mit sicherem Gespür für die Empfindlichkeiten der Europäer, aber auch mit einem natürlichen Sinn für die Darstellungschancen, die sich aus einer erfolgreichen EG-Prasidentschaft ergeben, führte er die Staats- und Regierungschefs über einen Gipfel, dessen Bewältigung sie sich vor einem halben Jahr selber noch nicht zugetraut hätten.

Nachlese: Irische Doppelwahl

Zum fünften Mal in diesem Jahrzehnt wird die Republik Irland am 15. Juni – gleichzeitig mit der Wahl der irischen Europa-Abgeordneten – ein neues Parlament wählen.

Der Dialog der Stummen

Dies ist die Endphase“, vertraute ein in der Hierarchie recht weit oben stehendes Mitglied der „Irisch-Republikanischen Armee“ (IRA) jüngst der nordirischen Zeitschrift Fortnight an, die das Zitat in Balkenlettern aufs Titelblatt ihrer Septemberausgabe druckte.

Bank und Börse: Jedem das Seine

Die Deutsche Mark war bis vor wenigen Monaten noch stabil wie eh und je, andere Währungen verloren ihr gegenüber an Wert. Wer dem hiesigen Markt für festverzinsliche Wertpapiere den Rücken zukehrte und sich Auslandsanleihen zulegte, machte oft genug ein denkbar schlechtes Geschäft.

Irland prüft sein neutrales Gewissen

Dieses EG-Vertragswerk, das die westeuropäische Integration in bescheidenem Ausmaß vorantreiben soll, hätte bereits zum 1. Januar 1987 in Kraft treten sollen.

Garret der Gute

Dublins Innenstadt sieht aus wie ein Emmentaler. Aufgeschreckt von zwei Gasexplosionen innerhalb weniger Wochen, haben sich die städtischen Ingenieure in Maulwürfe verwandelt: Auf der Suche nach Defekten graben sie die Erde auf.

Neuwahlen in der Republik Irland .: Alle wollen Münchhausen sein

Hat der „Stamm der Gälen“ noch eine Chance? Oder übernehmen die „Krieger Irlands“ die Macht, obwohl die Heckenschützen von „Wir selbst allein“ ihre offene Flanke bedrohen? Es ist verlockend, von der wörtlichen Übersetzung irischer Parteinamen Rückschlüsse auf das irische Politikverständnis schlechthin zu ziehen.

Ein Friedensstifter des Jahres: Mit dem Herzen auf beiden Seiten

Seit es Irland gibt, gibt es die irische Frage. Und immer, wenn eine Antwort darauf gefunden schien, änderten die Iren heimlich die Frage (so klagte vor hundert Jahren der britische Premierminister Gladstone, der die Herrschaft Englands über Irland vergebens zu beenden versuchte).

Irische Wunder: Mit dem Jumbo zur Jungfrau

Monsignore James Horan, der Priester von Knock, hat ein himmelstürmendes Lebensziel: Sein 400-Seelen-Dorf in der westirischen Grafschaft Mayo soll einen Flughafen bekommen – im Jumbo-Format, damit die großen Vögel aus den USA direkt einfliegen können, zum „Knock down“, wie die Spötter in der Hauptstadt Dublin sagen.

Irland: Vor einem Wechsel?

Im alten Dubliner Parlament, das erst im Februar gewählt worden war, konnte sich die konservative Minderheitsregierung der Fianna Fáil („Soldaten des Schicksals“) wegen der Wirtschaftskrise und einer Reihe von Skandalen nicht mehr behaupten.

Umwelt: Das verwaiste Wrack

Der irische Premierminister Charles Haughey wird sich eines Tages wohl kaum damit herausreden können, nichts gewußt zu haben.

Zeitliches aus Europa: Brüsseler Spitzen

Was ist nicht alles schon über die Brüsseler Kommission der Europäischen Gemeinschaft gelästert worden? Vaterlandslose Gesellen hat sie General de Gaulle gescholten.