: Christoph Hein

In Leipzig regiert der Augenblick

Löwen? Ach wissen Sie, die sind sehr selten geworden. Hyänen haben wir jede Menge.“ Kinder stiefeln durch die grauen Pfützen.

Elmar Faber: Im Bücherturm

Ostdeutschlands größter Verleger war Elmar Faber. Zu Besuch bei dem Mann, der Christa Wolf ebenso wie Erich Honecker im Programm hatte.

Das wehende Vakuum

Eindrücke von der DDR und der bitter-fröhlichen Beharrlichkeit ihrer Intellektuellen

Zeitmosaik

Wir stellen uns vor: Uwe Barschel, gespielt von Hermann Lause, wälzt sich auf einem Gerüst unterm Schnürboden unter den Gitarrengewittern der Gruppe „Einstürzende Tranquilizer“ unruhig in der Badewanne, die freundlicherweise von der Firma Villeroy & Boch zur Verfügung gestellt wurde (wie das Programmheft dankbar vermerkt) und schluckt unter Aufbietung eines Sartre-Monologs hastig jede Menge Tabletten, die von der Internationalen Apotheke, Hamburg, Steintorwall, großherzig gesponsort wurden.

Der Kanzler und die deutsche Einheit: Wer zahlt, hat auch das Sagen

Wie Sinnbilder ihrer Republiken wirken sie, Hans Modrow und Helmut Kohl, nebeneinander im Saal der Bundespressekonferenz. Ihre Gemütslage, aber auch etwas von dem Zustand, in dem sich Deutschland-West und Deutschland-Ost befinden, drückt sich im Erscheinungsbild aus.

Kein schöner Thema weit und breit

Christoph Hein, Stefan Heym und Christa Wolf, Günter Grass und Martin Walser: Schriftsteller in Ost und West bündeln ihre Aufsätze, Reden und Gespräche zur deutschen Frage

Ich weiß, daß wir keine Chance haben

Fritz J. Raddatz: Herr Minister Keller, Sie haben mal gesagt: „Sozialistische Kultur will ich nicht verkünden, aber auf den Traditionen der großen bürgerlichen Kultur haben wir hier doch ein Konzept sozialistischer Kultur.

Fernseh- Vorschau: Die große Leere

Das Stück hatte im März des Vorjahres in Dresden seine Uraufführung und wurde nach wenigen Vorstellungen abgesetzt. Es erfüllte damals eine publizistische Funktion, die zu übernehmen die DDR-Kunst allenthalben genötigt war: zu sagen, was ist, und es so zu sagen, daß man es öffentlich sagen kann.

Draußen vor der Tür

Krach bei Luchterhand: Was wird aus einem profilierten literarischen Verlag und seinen Autoren?

Literatur und Luchterhand: Die Tür ist offen noch

„Draußen vor der Tür“ lautete die Überschrift zu unserem Bericht über die Irrungen und Wirrungen beim Verkauf des Luchterhand-Verlags an den holländischen Kluwer-Konzern (ZEIT, Nr.

Worte der Woche

„Es ist, als habe einer die Fenster aufgestoßen, nach Jahren der geistigen, wirtschaftlichen und politischen Stagnation, nach Dumpfheit und Mief, Phrasengewäsch, bürokratischer Willkür und Blindheit.

Freiheit, mir graut’s vor dir

Gibt es doch zwei deutsche Literaturen? Christoph Hein, der Schriftsteller aus der DDR, hat im vergangenen Jahr in einem Interview davon gesprochen, „daß man, spätestens beginnend mit meiner Generation, schon von zwei verschiedenen Literaturen sprechen muß“.