: Droemer Knaur

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Nachrichten-Ausblick: Das bringt der Montag

+++ Lokführer entscheiden über neue Streiks +++ Mitgliederbefragung über Rot-Rot-Grün in Thüringen endet +++ Altkanzler Kohl stellt Buch über Europa vor +++

Viele Männer scheuen die Liebe, fand die Soziologin Shere Hite. Schuld sei die verlorene Nähe zur Mutter: Weg von Mama

Seit zehn Jahren beschäftige ich mich mit den Unterschieden zwischen den Geschlechtern, mit der Frage: Warum verhalten Jungen und Mädchen sich unterschiedlich? Wie sehen sie ihre Familie? Was bedeutet Liebe für sie? Für den jüngsten Hite-Report – „Erotik und Sexualität in der Familie“ – habe ich mehr als 15 000 Menschen, jeweils etwa zur Hälfte aus den Vereinigten Staaten und aus Westeuropa, nach ihren Erfahrungen befragt.

Harry Rowohlt: Pooh’s Corner

Als ich neulich in Innsbruck (welches man korrekt „Innschbruckch oddr?“ ausspricht) mit Betonung aus Selbstübersetztem vorgelesen hatte, sagte eine junge Frau zu mir, sie schreibe eine Magisterarbeit über die beiden verschiedenen deutschen Übersetzungen von Flann O’Briens „At Swim-Two-Birds“ und ob ich ihr da mit Material aushelfen könne? „Nein“, sagte ich, denn ich erinnerte mich an die Worte eines weisen Balten: „Das hat die Natur so eingerichtet, daß Frauen jemanden suchen, der ihnen die Magisterarbeit schreibt.

Aus vergangenen Welten

Schon auf den ersten Blick ist er höchst verführerisch, dieser „Weltatlas der Archäologie“, an dem mehr als hundert Experten mitgearbeitet haben, Archäologen, Historiker, Prähistoriker, Ethnologen, und zwar wegen seiner faszinierend großzügigen und zugleich sehr detaillierten Illustrationen mit 275 Karten, 900 Farbbildern, Plänen und Diagrammen.

"Man muß sich um die Menschen kümmern"

Manchmal wissen Leute, die nicht zu den großen Denkern gehören, mehr als diese mit ihrem gesunden Menschenverstand anzufangen. Der aber reicht nicht immer aus, wenn ihnen das Temperament davongaloppiert — zumal in der Politik.

Sie glauben doch nicht im Ernst, daß wir Glück haben?“ – Gentechnik, Grandhotels und die Zukunft der Menschheit: Der unreine Aufklärer

Ich will gar keine Kunst machen. Wer mich vom ästhetischen Standpunkt beurteilt, liegt ganz falsch“, hat Johannes Mario Simmel einmal gesagt; und wer ihm vorhält, er neige beim Schreiben zu sehr einfachen Metaphern, dem entgegnet er schüchtern lächelnd: „,Einfach‘ ist schon sehr freundlich ausgedrückt .

„Wende“-Kabarett: Kohl blüht und bläht

Als Scharfrichter rief Budzinski 1982 die Akteure eines ganzen Kabarett-Jahrhunderts (1880 bis 1980) aufs Blutgerüst, und wer statt „künstlerischer Ausdruckswut“ bloß das Geld im Kopf hatte, wurde diesen Kopf augenblicklich los.

Sachbücher: Warum der Kuckuck kitzlig ist

Drei Sommer und dreitausend Stunden Zeit brauchten Leo Novrup und Poul Erik Andersen, um wenige Sekunden festzuhalten, die photographisch sensationell sind: ein Kuckucksweibchen legt sein Ei ins Nest eines Rohrsängers.

Memoiren ohne Polemik: Zeuge der Zeiten

Memoiren eines Politikers – so sagte Theodor Heuss einst in einem Vortrag vor Journalisten – seien stets „eine Mischung von Erinnerungen, Hoffnungen, Träumereien und auch von Versuchen der eigenen Rechtfertigung“.