: Edgar Salin

Edgar Salin leitete die Ökonomen zu ganzheitlichem Denken an. Schon früh untersuchte er das Problem einer europäischen Währungsunion: Der letzte Humanist

Wie nur wenige andere Persönlichkeiten seiner Zeit verkörperte Edgar Salin noch das humanistische Bildungsideal. In seinen Erinnerungen als „Goethe-Gymnasiast in der Goethe-Stadt 1901-1910“ schrieb er im Jahre 1960: „Und die außerordentliche Bildungsmacht des Gymnasiums leitete sich wohl davon her, daß in ihm die gleiche Tradition und die gleiche Gesinnung herrschte wie zu Hause.

Einer der letzten Universal-Gelehrten

Edgar Salin wurde vor hundert Jahren in Frankfurt, in der Stadt Goethes, geboren. Zu einer Zeit also, da der Dichter im Bewußtsein der Bürger noch durchaus präsent gewesen ist.

Preußisch im besten Sinne

Eines langen Lebens klare Botschaft – zum achtzigsten Geburtstag von Marion Gräfin Dönhoff

Verzauberer und Entzauberer

Edgar Salin, Professor der Universität Basel, ist in der vorigen Woche in Montreux gestorben. Vor Monaten hatte er eine schwere Operation durchgemacht, von der er sich nicht mehr erholte.

Edgar Salin wird 80: Weise ohne Resignation

In diesen Tagen feiert Edgar Salin seinen achtzigsten Geburtstag. 1892 geboren, hatte der Zweiundzwanzigjährige, kurz bevor er als Freiwilliger in den Ersten Weltkrieg zog, 1914 bei Alfred Weber in Heidelberg mit summa cum laude promoviert.

Nationalisierung der Währungspolitik?

Wenn man wie der Verfasser vergeblich gegen die Aufwertung gekämpft hat, so überlegt man sich lange, ob es einen Sinn hat, in dieser durch die Aufwertung geschaffenen Situation das Wort zu ergreifen.

Tüftler, Manager, Mäzen

Ich hatte Kurt Körber zwar gelegentlich hier oder da getroffen, aber wer dieser Mann, den manche als Erfinder apostrophieren, eigentlich wirklich ist, das entdeckte ich erst, als wir beide im Frühjahr 1967 einer Delegation angehörten, die nach Rußland eingeladen war.

Der Streit um die Mark

Das Plädoyer der ZEIT gegen die Aufwertung der Mark ist bei vielen Lesern auf Widerspruch gestoßen. Wir veröffentlichten bereits in der vergangenen Woche auf unserer Leserbrief-Seite eine Auswahl aus den uns zugegangenen Leserbriefen.

Die empfindlichen Professoren

Wer wird auf Fritz Dietz hören? Leider steht zu befürchten, daß der Verbandspräsident des Deutschen Groß- und Außenhandels mit seinem Appell, nun nicht ständig, weiter über Aufwertung zu streiten, nur wenig Widerhall finden wird.

Mitbestimmung in der Diskussion

Die CDU hat sich auf ihrem Berliner Parteitag zu keiner klaren Entscheidung für oder gegen die Mitbestimmung durchringen können.

Mitbestimmung auf falschem Weg

Es ist schwer heute, in Deutschland sachlich über die Mitbestimmung zu sprechen und sachlich angehört zu werden, und es wird wahrscheinlich demnächst auch in Frankreich nicht leichter sein.

Warum Erhard scheiterte

Wenn hier die Wandlungen der Marktwirtschaft untersucht werden sollen, so bedeutet das nicht, daß ein Krankheitszustand untersucht wird.

Währungspolitik in der Krise

Zwei Jahre nach dem Tode von Hans Luther erscheint, von Dr. W. J. Heibich sorgfältig redigiert, gleichsam als zweiter Band der Lebenserinnerungen des „Politikers ohne Partei“ (so der Titel seines ersten, 1960 erschienenen Memoirenbandes) ein Buch, das sich vornehmlich mit den währungspolitischen Problemen des Young-Planes, der deutschen Zahlungsbilanz, sowie der Weltwirtschaftskrise im Stadium der Kanzlerschaft Brünings und Papens beschäftigt.

Das neue Wirtschaftsbuch: Planung ohne Planwirtschaft

Das scharfe Rededuell, das sich die Professoren Erhard und Hallstein im November 1962 vor dem Europäischen Parlament in Straßburg lieferten, und dem im Oktober 1962 die Veröffentlichung des Memorandums der EWG-Kommission über das „Aktionsprogramm für die zweite Stufe“ vorausgegangen war, lösten in der Bundesrepublik eine Flut von Äußerungen zum Thema „Planification“ aus.

Dirigismus vor Schweizer Toren?

Kreditrestriktionen und Baustopp – das sind die Maßnahmen, mit denen der Schweizerische Nationalrat den Inflationsgefahren der Eidgenossen zu Leibe rücken will.

Konzerne gegen die Freiheit?

Eine Konzentrations-Enquête, wie sie der Bundestag mit Gesetz vom 31. 12. 1960 beschlossen hat, kann nicht den Sinn haben, „sensationelle Enthüllungen über das angeblich finstere Konzentrationsunwesen zu bringen“.

Freiheit- oder nur noch Scheinfreiheit?

Nichts kann die Verwechslung von echter und scheinbarer individueller Freiheit besser charakterisieren als die bekannte These, die Wirtschaft sei zur Zeit der klassischen Ökonomie eine freie gewesen.