: Elvis Presley

Mitten ins Herz

Die Kampfpresse kannte seinen Marktwert genau und hatte ihn deshalb schon lange totgeschrieben. Aufgedunsen war er vom ewigen Saufen, fett geworden, verlebt, eine ziemlich peinliche Erscheinung.

Von den Wonnen des Voyeurs

Wer nicht mitmacht, mit dem stimmt etwas nicht. Nach diesem Schema funktioniert nach wie vor vieles. Wer die Mutproben der Pubertät nicht mitmacht, wer heute als Hauptschüler immer noch ohne Totschläger und Stichwaffe rumläuft, bei dem kann es sich nur um ein dickbebrilltes Mustersöhnchen handeln; und wer in Golfkriegen usw.

Ein Freund von uns allen

Selbst bei schlechten Konzerten: es bleibt diese Stimme – Bob Dylan wird 50 Jahre alt

Ausstellung in Hannover: Rob Scholte: Quietschbunt und kitschig

Wieder flattern vor dem Kunstverein in Hannover Fahnen, wieder ist die Einladungskarte ein kleines Kunststück, der Katalog ein Künstlerbuch, sind die Ausstellungsräume sauber inszenierte Bühnen für Kunstwerke, wobei auch mal Wände weiß bleiben können.

Fernseh-Kritik: Gestorben

Die Geschichte des Kinos und der Pop-Kultur ist längst Stofflieferant für Amerikas jüngere Traumfabriken: die Fernsehanstalten.

Popmusik: Nick Cave geht auf Tournee: König der Nacht

Der Sänger, der schaut böse, weil sie ihn den Löwen vorgeworfen haben, der Bassist wirkt reichlich nervös wegen der Mädchen, die sich vor der Bühne heiser kreischen, der Drummer ist völlig überfordert, er kann den Beat kaum hatten, und auch der Gitarrist ist reichlich kaputt.

Von der Rebellion zur Retusche

Wenn abends im Werbefernsehen Marianne Koch kommt, um die „Ado“-Gardinen vor die Fenster zu ziehen, spüre ich Mitleid. Arbeitet die Frau nicht auf verlorenem Posten? Wenn ich recht sehe, ist die Gardinengesellschaft auf dem Rückzug, vielleicht noch nicht in den Vorstädten, aber in der City.

Awhopbabaloopba! Awhopbamboom!

Vor dreißig Jahren erschien die Erstauflage von Bill Haleys „Rock Around The Clock“, landläufig der erste Rock ’n’ Roll-Hit.

Plattensammler: Besser Elvis als Adolf

Wenn der Eisenbahner Josef Fimpel von der Arbeit kommt, geht sie erst richtig los. Dann steigt er in seinen Hobbyraum, führt Listen, schreibt Gesuche, katalogisiert Nummern und telephoniert kreuz und quer durch Deutschland.

Elvis, vom Sockel gestoßen

Machen wir uns doch nichts vor; auf den ersten Blick sieht die Skulptur so aus, als würde ein schwangerer Elvis Presley mitten im Flamenco von Wehen befallen sein: Ole, oje.

Die neue Schallplatte

Jerry Lee Lewis: „The San Years“. Mehr noch als auf seinen – nur! – vier großen Single-Hits basiert die Legende des Jerry Lee Lewis auf seinen entfesselten Bühnenshows, die der wilde Mann des Rock ’n’ Roll-Piano zelebrierte.

Filmtips

„Die Kadetten von Bunkerhill“ von Harold Becker zeigt vor allem, wie fett und unbeweglich George C. Scott inzwischen geworden ist.

Die neue Schallplatte

Johann Sebastian Bach: „Konzerte für Violine a-moll und E-dur / Doppelkonzert d-moll“. Manchmal glaubt man, sie nicht mehr hören zu können, die ständigen Drücker und empfindsamen Akzentuierungen, die immer nur zu klagen scheinen und zu seufzen.

Die neue Schallplatte

Mink DeVille: „Coup de Grâce“. Willy DeVille alias William Borsay hat sein viertes Album mit einer bis auf Keyboard-Spieler Kenny Margolis komplett neuen Band aufgenommen.

Die neue Schallplatte

The King’s Singers: „Victorian Collection“: Das ist eine wohlgerundete, charakteristische Sammlung von Liedern aus dem viktorianischen England.

Papa Rock Hallyday

An einem regnerischen Nachmittag des Jahres 1958 ging Jean-Philippe Smet ins Kino, denn er langweilte sich. In dem verlotterten Saal an der Place Clichy zeigte man „Amour frénétique“.

„...ärmer ohne dieses Lied“

Als Kinder haben wir das Lied „Stille Nacht“ ebenso gefürchtet wie geliebt. An Adventsonntagen durfte es nicht gesungen werden, da wurden „fröhliche“ Weihnachtslieder gespielt.

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