: Enzyklopädie

Kein Ausverkauf der Wissenschaft?

Unter dem Titel „Die Wissenschaft wird ausverkauft“ kritisierte unser Redaktionsmitglied Paul Hühnerfeld in der Ausgabe Nr. 5 der ZEIT weniger die ersten zehn Bände von Rowohlts Deutscher Enzyklopädie, sondern mehr den grundsätzlichen Anspruch dieser Reihe, der sich eben in dem Namen „Deutsche Enzyklopädie“ ausdrückt.

Die Wissenschaft wird ausverkauft

In der Tat“ – so schreibt Diderot 1751 im programmatischen Vorwort zu seiner berühmten Enzyklopädie – „in der Tat ist das Ziel einer Enzyklopädie, die über die Erdoberfläche verstreuten Erkenntnisse zu sammeln; ihr System den Menschen, die mit uns leben, darzulegen und es den Menschen, die nach uns kommen, zu überliefern; damit die Arbeiten der vergangenen Jahrhunderte .

Lexikon für Frauen

Man merkt schon, worauf das hinaus will: der Lebensbezug der Frau wird deutlicher herausgearbeitet, das weibliche Element der kleinen Geschichtchen und der großen Geschichte, gezeigt werden.

ZEITSPIEGEL

Eine deutsche Delegation wird Ende April in Frankreich über die Frage der von französischen Gerichten wegen Kriegsverbrechen zum Tode verurteilten deutschen Staatsangehörigen verhandeln.

ZEITSPIEGEL

Dem Abzug der letzten französischen Truppen aus Hanoi ging eine feierliche Flaggenparade im Stadion voraus. Im Morgengrauen des folgenden Tages begann der Einmarsch der Vietminh-Verbände in die flaggengeschmückte Stadt.

Dänemark:: Geschichts-Operation

In George Orwells utopischem Roman „1984“ gibt es eine düstere Schilderung von der Angst der Diktatoren vor dem Zeugnis der Geschichte.

Kant verteidigte die Bourgeoisie

Eine Enzyklopädie sollte sich durch höchste wissenschaftliche Objektivität auszeichnen. Um wieviel mehr müßte das diejenige tun, die als das „umfassendste wissenschaftliche Werk in der Geschichte der Menschheit“ gepriesen wird, nämlich die „Große Sowjet-Enzyklopädie“.

ZEITSPIEGEL

Die Zeitungen, insbesondere „eine große norddeutsche Wochenzeitung“, sollten die Urteile immer genau lesen, bevor sie darüber schreiben, hat der Sprecher des Bundesverfassungsgerichts in einer Pressekonferenz in Karlsruhe bemerkt.

Ein moderner Postminister

Der neue Bundespostminister, Dr. Siegfried Balke, der das zweite Kabinett Adenauer als Spätberufener endlich komplettierte, ist ein Mann der Wirtschaft.

Von Dankbarkeit befreit

„Nahrungsmittel sind eine Waffe.“ Das war Litwinows stereotype Redewendung in den Verhandlungen mit der amerikanischen Hilfsorganisation ARA in Riga 1921, die, auf Grund eines im Augenblick höchster Not von Maxim Gorki ergangenen Aufrufs, dem hungernden Rußland Brot und Medikamente liefern sollte.

Das Atlantisbuch der Kunst

Dem „Atlantisbuch der Musik“, das vor 18 Jahren erschien, einem Compendium, das Aufsätze über alles enthielt, was im weitesten Sinne zum Gebiet der Musik gehört, ist jetzt das Atlantisbuch der Kunst, eine Enzyklopädie der bildenden Künste, gefolgt (Atlantis-Verlag).

ZEITSPIEGEL

Der Abschuß eines britischen Lincoln-Bombers durch sowjetische Düsenjagdflugzeuge hat zu einer Viererkonferenz in Berlin geführt.

Zwei Damen mit Vergangenheit

„Er war ein Kritiker, der sich nicht auf Ideen, sondern auf lebendige Menschen stürzte“, sagte T. S. Eliot einmal von Henry James, dem Amerikaner und Wahlengländer.

Das Lexikon ohne Dünkel

Es war so um 1910, als Christian Morgenstern sich das „Nasobem“ erdichtete und besang: „Es steht noch nicht im Meyer, und auch im Brockhaus nicht.

Weltgeschichte nach Bedarf

täre Staat der Zukunft mit seinem „Wahrheitsministerium“ geschildert, das die Aufgabe hat, die Vergangenheit zu frisieren und die Geschichte nach den jeweiligen Bedürfnissen des Diktators umzuschreiben.

Keiner hat’s bemerkt

Der Satiriker Lessadowski hat es kurz vor Beginn der letzten „Reinigungsaktion“ vorgezogen, die Sowjetunion „geräuschlos wegen zu scharfer Winde“ in Richtung Südamerika zu verlassen.

Zwiegespräche in der Vergangenheit

krieg stellte er sich zunächst ganz in den Dienst der Volksbildungsarbeit, die ihn mit einigen seiner ehemaligen Universitätslehrer zur Gründung der Volkshochschule in Jena führte.

Diskussionen! Diskussionen!

Vor 1945 hatte man die Haare militärisch kurz getragen. Nach 1945 verfiel man ins andere Extrem und ließ sie über den Kragen hängen.

„Memorial“ und „Furie“

Günther Weisenborn ist einer des Jahrgangs 02 und ein Dichter; auch in seinen beiden neuen Büchern: „Memorial“, Verlag Kurt Desch, München, und Rowohlt, Hamburg, und „Die Furie“.

Nicht zuviel Theorie

Nicht zuviel Theorie“ – diese Worte sagte Bertrand Russell in einer großen bewegten Diskussion zu seinem Vortrag über „Wissenschaft und Zivilisation“, den er während seines Berliner Aufenthalts im britischen Information Centre gehalten hatte.