: Ernst May

Allein in Afrika

Vom Städte- zum Landbau: Eine Ausstellung über den Architekten Ernst May im Exil

Ballast abwerfen

Warum Antje Vollmer, die kulturpolitische Sprecherin der Grünen, den Denkmalschutz auflösen möchte

Seit dreißig Jahren gibt es die Bremer Siedlung Neue Vahr. Zur Geburtstagsfeier hieß die Frage: Hat die Großsiedlung als Wohnform noch eine Zukunft?: Noch ein Märkisches Viertel?

Sie ist natürlich immer noch ein interessantes Beispiel: die Neue Vahr in Bremen, einst die größte Großsiedlung im Lande, Ende der fünfziger Jahre im Osten der Hansestadt „auf die Kuhweide plaziert, 10 000 Wohnungen für 40 000 Menschen in knapp vier Jahren, das war ohne Vorbild“, sagt Eberhard Kulenkampff, der Geschäftsführer der Gewoba, der Gesellschaft für Wohnen und Bauen, die diese Siedlung geplant und gebaut hat.

Die verkommene Moderne

Wie konnten sie nur! Wieso war das möglich! Zwei Stoßseufzer, die die Ratlosigkeit im Angesicht unserer Großsiedlungen mit den Großwohnanlagen an den Rändern fast aller großen Städte in Deutschland und anderswo ausdrücken.

Ferdinand Krämer: Menschenfreund

Es ist eben einen Monat her: Ferdinand Kramer war aufgestanden, genauer, er hatte das Bett verlassen und saß in Decken gehüllt auf dem Sofa (auch in die karierte, die die jüngste Tochter für den Vater verlangt hatte, damit er ja nicht friere).

Er denkt mit den Händen

Daß er am 13. Mai sechzig Jahre alt wird, ist ganz uninteressant. Das gelingt vielen,, und wie vielen will man es genauso wenig glauben.

Die Wiener Superblocks

Welche, man auch nennt, die Frankfurter Römersiedlung von Ernst May, die Siedlung in Dessau-Törten von Walter Gropius, die Weißenhofsiedlung in Stuttgart, Onkel-Toms-Hütte von Bruno Taut oder die Siemensstadt in Berlin: wenigstens eine davon taucht in der Erinnerung auf, wenn von den zwanziger Jahren die Rede ist.

Rudi Arndts Disneyland

Rudi Arndt, der Oberbürgermeister von Frankfurt am Main, hat seinen Bürgern eine Schnapsidee vorgetragen und sie auch gleich von dem Zeichner Ferry Ahrlé ausmalen lassen.

ZEITMOSAIK

Über zweihundert Filme zwischen 45 Sekunden und 125 Minuten sind auf der „Hamburger Filmschau 1970“ zu sehen, die vom Donnerstag bis zum Sonntag, dem 20.

Aus rein merkantilen Gründen

Herr Baumann benötigt vier Seiten für den Versuch, meine Kritik an den Planungspraktiken der Neuen Heimat und ihrer „Nichten“ (wie man nach diesem Schreiben wohl wird sagen müssen) als unwahrhaftig hinzustellen.

Ist Ratingen ein Skandal?

Gegen Kritik an unserer Arbeit haben wir nichts einzuwenden, wenn sie sachlich und fundiert ist. Wenn aber jemand eine ganze Reihe falscher Behauptungen aufstellt und darauf seine Kritik aufbaut, dann hat das mit einer sachlichen Auseinandersetzung nichts mehr zu tun.

ZEITMOSAIK

Mit der Frage, ob man Heine führe, ob man ihm etwas von Heine verkaufen könne, betrat Rainer Barzel, der Fraktionsvorsitzende jener Partei, deren Chef so genau weiß, wo der Dichter aufhört und der ganz kleine Pinscher anfängt, die Hamburger Buchhandlung Felix Jud.

Ein Pionier des Neuen Bauens

Als ich vor ein paar Wochen Ernst May fragte, was ihm selbst an seinen Frankfurter Stadtrandsiedlungen, die mittlerweile Eingang in die Architekturgeschichte gefunden haben, heute noch modern und bedeutungsvoll erschiene, war ich auf verschiedene Antworten gefaßt.

Von Küchen haben sie keinen Dunst

Die Vorstellung gab ein Professor: Dr. Elfriede Stübler, Direktorin der Bundesforschungsanstalt für Hauswirtschaft in Stuttgart-Hohenheim.

Blumen für die Stadt

Bundesgartenschau: Essen schließt zufrieden, Frankfurt a. M. hat kein Geld, Hamburg rechnet noch

Jedem Ding die eigene Gestalt

Professor Dr. Hans Bernhard Reichow plante die Sennestadt bei Bielefeld und (zusammen mit Ernst May und den Bremer Architekten Säume und Hafemann) die neue Vahr bei Bremen; im Augenblick beschäftigt er sich unter anderem mit der Limesstadt im Taunus, der Parkwohnanlage Nürnberg-West und der Neuplanung von Saarlouis.