Frankfurter Buchmesse: Bücher, Bücher, Bücher

  • Vom 11. bis 15. Oktober 2017 fand die 69. Frankfurter Buchmesse statt. Angela Merkel und Emmanuel Macron haben die Messe gemeinsam am 10. Oktober eröffnet.
  • Am Samstag war es beim Auftritt des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke zu Ausschreitungen zwischen linken und rechten Gruppen gekommen. Die Organisatoren der Frankfurter Buchmesse sind wegen ihres Umgangs während der Tumulte in die Kritik geraten.
  • Die Frankfurter Buchmesse ist die weltweit größte Bücherschau. Rund 7.000 Aussteller aus mehr als 100 Ländern waren vertreten.
  • Gastland war in diesem Jahr Frankreich. Mit Spannung erwartet wurden unter anderem Autoren wie Yasmina Reza und Michel Houellebecq, Édouard Louis, Virginie Despentes, Mathias Énard, Alain Mabanckou, Tristan Garcia oder der Philosoph Achille Mbembe.
  • Zum Auftakt der Messe, am 9. Oktober, wurde der Deutsche Buchpreis für den besten Roman des Jahres an "Die Hauptstadt" von Robert Menasse verliehen. Auf der Shortlist standen außerdem Gerhard Falkner mit "Romeo oder Julia", Franzobel mit "Das Floß der Medusa", Marion Poschmann mit "Die Kieferninseln" und Sasha Marianna Salzmann mit ihrem Debüt "Außer sich".
  • Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017 geht an die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood. Die Verleihung fand am Buchmessen-Sonntag in der Frankfurter Paulskirche statt. Die Laudatio hielt die Schriftstellerin Eva Menasse, die Halbschwester von Robert Menasse.

"Citizen": Raus aus der Entrüstungsstarre

© Ricardo DeAratanha/Los Angeles Times via Getty Images

In ihrem Langgedicht "Citizen" befragt die Lyrikerin Claudia Rankine den Rassismus und die Ausgrenzung in den USA. Es ist rhythmische, kraftvolle Literatur.

© Colin McPherson/Corbis via Getty Images

"So enden wir": Irgendwo donnert's

Der Brasilianer Daniel Galera erzählt in seinem neuen Roman von verlorenen Seelen des Digitalkapitalismus. Aber wo will seine Gegenwartskritik überhaupt hin?

© Sofie Amalie Klougart

Madame Nielsen: Die neue Romantik

Einst war sie eine berühmte und radikale Performance-Künstlerin, seit 2013 schreibt sie als Madame Nielsen Romane. Eine Begegnung mit der Schriftstellerin in Kopenhagen

© Tim Bruening

"Serverland": Tja. Oha. Aha

Tolle Idee, überforderte Autorin: Josefine Rieks' Roman "Serverland" beschreibt eine Welt ohne Netz und klingt oft wie ein Partysmalltalk unter Studenten.