: Friedrich Heer

Österreich: Fast eine Nation

Von den Illyrern bis Kreisky: Friedrich Heers Suche nach der Identität seines Landes / Von Rolf Schneider

Eine Einladung, neu zu sehen

Das Neue hat im Zeitalter der Massenkommunikationsmittel die Chance, übersehen zu werden....................................

Die Kinder der Welt

Dem französischen Staatsmann Talleyrand, der der Französischen Revolution, Napoleon, den Bourbonen und dem Bürgerkönig seine Dienste zur Verfügung gestellt hat, wird das Wort zugeschrieben, die Sprache sei dazu da, die Gedanken zu verbergen.

Katholische Kirche in Lateinamerika: Welche Rolle spielen „Basisgemeinden“ und „Befreiungstheologie“?: Das Paradies auch auf Erden

Fidel Castro, immer ein taktisches Genie, kümmert sich plötzlich um Religion. Wird der alternde Revolutionär fromm? Oder bietet ihm Lateinamerikas katholische Kirche die Chance für eine neue revolutionäre Offensive? Fidels Interessen an religiösen Fragen belegt wohl am deutlichsten, daß im lateinamerikanischen Katholizismus einiges in Bewegung geraten ist.

Kanzler in Lederhosen

Über den neuen österreichischen Bundeskanzler Dr. Josef Klaus, den 53jährigen Rechtsanwalt aus der Salinen-Kleinstadt Hallein bei Salzburg, gibt es keine Anekdoten zu berichten.

Die neue alte Herzlichkeit

Als der russische Außenminister Molotow am 15. Mai 1955 im ehemaligen Schloß des Prinzen Eugen von Savoyen in Wien den österreichischen Staatsvertrag unterfestigte, da mag ihm eines fast sicher erschienen sein: daß nun das Verhältnis zwischen dem Ballhausplatz und Bonn auf Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte hinaus, gründlich vergiftet sei.

Der Krebsschaden unserer Kirchen

Über den Leser der 584 Seiten Text und 128 Seiten Anmerkungen bricht eine Sturmflut an Informationen herein, deren Umfang und Vielfalt sich in dem 27 Seiten starken Namensregister zeigt (das nicht einmal ganz vollständig ist: Abraham a Santa Clara und der evangelische Theologe Paul Althaus erscheinen im Text, nicht aber im Register).

Das Mittelalter – offen und geschlossen

Große Historiker sind nicht häufig, große Kulturhistoriker eine Rarität. Sie müssen zuviel zusammensehen, zuviel Zusammengehörendes, Verflochtenes in der Darstellung wieder auseinanderlegen.

Bilder aus der Hölle

Theresienstadt – Auschwitz – Schwarzheide: Das waren die Leidensstationen des jungen tschechischen Künstlers Alfred Kantor in den Jahren 1941-1945.

Fernsehen:: Warten auf Naphta

In der Woche vor Weihnachten waren sie schon einmal zusammengekommen, die vier Matadore, und hatten die Klingen gekreuzt nun traten sie abermals unter Eugen Kogons Ägide in die Arena: Max Bense zunächst, ein Cartesianer vom Rhein, der den theologischen Tiefsinnigkeiten seiner Kondebattanten die schlichte Zuversicht, des zwei mal zwei bleibt vier entgegenhielt; Ernst Topitsch sodann, dessen Munde die grimmigsten Sentenzen wie Milch und Honig einströmten: Selbst die Zurechtweisungen nahmen sich im nasalierend-ärarischen Tonfall eher wie väterliche Zusprüche aus.

Ironien des Fortschritts

Geschichtliche Abläufe kann man auf zweierleiWeise betrachten: entweder nach dem Prinzip „Alles kam, wie es kommen mußte“, oder nach dem entgegengesetzten „Es hätte alles auch anders kommen können“.

Das jubilierende Augsburg

Augsburg – einst Hauptstadt der römischen Provinz Raetien, später Weltstadt des Mittelalters, um 1500 Mittelpunkt der deutschen Renaissance – feiert in diesem Sommer zwei der bedeutsamsten Gedenktage des Abendlandes: Vor tausend Jahren, am 10.

Fernseh- Vorschau: Der Fall Österreich

Karl Kraus nannte Österreich eine „Experimentierstelle für Weltuntergänge“. Einen Satz, den Axel Corti wohl im Sinn gehabt haben mag, als er sich Franz Werfels Novelle „Eine blaßblaue Frauenschrift“ als Vorlage für seinen zweiteiligen Fernsehfilm wählte.

Friedrich Heer:

Sie haben hiermit, sehr geehrter Herr Montanelli, mit hohem Mut heiße Eisen angefaßt........................................

Österreicher unter sich

Friedrich Heer ist einer der produktivsten Autoren deutscher Sprache. In kurzen Abständen folgt Band auf Band, und man schmälert diese Fruchtbarkeit nicht, wenn man anmerkt, daß sich die Themen gelegentlich überschneiden und immer wieder Stücke aus älteren Werken mit in die neuen eingebaut werden.

Von der Freiheit eines Nichtchristen-Menschen

Zur Rezension des folgenden „Briefwechsels“ bedürfte es eigentlich wiederum eines Briefwechsels. Da dies offenbar ins Uferlose und mindestens technisch nicht mehr zu Bewältigende führen würde, mußten wir die Einseitigkeit des Engagements in Kauf und zur Kenntnis nehmen, die jedem Rezensenten in der vorliegenden Diskussion seinen Standort zuweist: Professor Ludwig Marcuse den Standort desjenigen, den er selber einen „aufgeklärten Atheisten“ nennt.