: Gegenwartsliteratur

© Dennis Dirksen

Heinz Strunk: Ernstfall mit Witzfigur

Heinz Strunk tut vielleicht so, als wäre sein Roman mit Lachnummern gesättigte Unterhaltung. Tatsächlich entlarvt "Jürgen" auf kluge Weise unser aller Floskelsprache.

© juergen-bauer.com

Eva Menasse: Die Tränen der Krokodile

In diesen Geschichten hallt sardonisches Gelächter: Eva Menasse erzählt in "Tiere für Fortgeschrittene" aus dem Leben mittelalter und mittelunglücklicher Paare.

© Thorsten Greve

Anne Weber : Die stets das Gute schafft

Anne Webers Roman "Kirio" ist ein ästhetisch raffiniertes Spiel mit Erzählmechanismen. Die fantasievolle Geschichte ist jedoch vor allem eine Kopfgeburt.

© Werner Geiger/Suhrkamp Verlag

Anna Kim: Alles Spione

Die österreichische Autorin Anna Kim hat einen raffinierten historischen Roman über den Kalten Krieg in Korea geschrieben: "Die große Heimkehr".

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Jakob Nolte : Nihihihilismus

Werwölfe! Terroristen! ACE-Drinks! Der hochbegabte Schriftsteller Jakob Nolte erzählt in "Schreckliche Gewalten" eine irrwitzige, verspielte Menschheitsschauergeschichte.

© Hertha Hurnaus

Tex Rubinowitz: Achtung, Lügenliteratur!

Tex Rubinowitz wirft in "Lass mich nicht allein mit ihr" Wahrheit und Fake wild durcheinander. Der famos witzige Roman ist die perfekte Begleitlektüre zur Gegenwart.

© Martha Reta

Katie Kitamura : Wir Voyeure

Katie Kitamura erzählt in ihrem Roman "Trennung" von der gefährlichen Lust, in fremde Leben einzudringen. Und sei es auch nur durch Spekulation und Fantasie.

© Getty Images/Hulton Archive

Elena Ferrante: Alle Männer sind kläglich

Eine intensive Frauenfreundschaft und eine Hochzeit mit dem falschen Mann: Mit der "Geschichte eines neuen Namens" setzt Elena Ferrante ihre fesselnde Neapel-Saga fort.

© Sia-Kambou/AFP/Getty Images

Denis Johnson : Zerfetzte Seelen

Denis Johnsons Roadmovie "Die lachenden Ungeheuer" spielt in einer Welt, die keine Gnade kennt und keinen Halt. Gegenwärtiger und radikaler kann ein Roman kaum sein.

© Peter-Andreas Hassiepen

Eduardo Halfon: Heimat ist immer woanders

Eduardo Halfon begibt sich in dem Erzählband "Signor Hoffman" auf die Reise zu seinen Wurzeln. Ankommen wird er nicht. Für den Leser ist das ein Glück.