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Glyphosat: Vom Wundermittel zur potenziellen Gefahr

  • Glyphosat ist seit den siebziger Jahren der weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichter. Doch seit Jahren mehren sich Hinweise, dass die Substanz Mensch und Tier schaden könnte.
  • Am 27. November hat die EU-Kommission die Zulassung von Glyphosat nach monatelangem Streit um fünf Jahre verlängert. 18 von 28 EU-Ländern haben dafür gestimmt, neun dagegen, ein Land hat sich enthalten.
  • Im März 2015 hatte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) einen Bericht veröffentlicht, dem zufolge das Pflanzengift für den Menschen "wahrscheinlich krebserregend" ist. Andere Institute, darunter das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa), stufen Glyphosat allerdings als nicht akut gesundheitsgefährdend ein. Im Mai 2016 war ein Fachgremium, an dem die WHO beteiligt war, zu dem Ergebnis gekommen: "Glyphosat ist nicht krebserregend."
  • Allerdings gibt es Vorwürfe, an den Bewertungen beteiligte Forscher gehörten zu einem von Pflanzenschutzmittelherstellern finanzierten Netzwerk. Zudem soll Glyphosat-Hersteller Monsanto Forscher bezahlt haben, damit diese positiv über den Unkrautvernichter urteilen.

Glyphosat: Pflanzengift-Saga ohne Happy End

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Verlängert ist nicht verboten: Wer denkt, dass das Drama um Glyphosat nun endet, der irrt. Doch für Hysterie ist keine Zeit, es gilt die Agrarwende endlich vorzubereiten.