: Hans Apel

Reform: Kabinett der Mittelstreckenläufer

Gerhard Schröder und seine Wirtschaftsmannschaft wollen den Sozialstaat gründlich umbauen. Doch eigentlich liegt ihnen das langfristige Denken nicht. Wie soll das gut gehen?

Verzicht als Gewinn

Die Bundeswehr könnte ihren Umbau selbst finanzieren

Was ist Verstrickung?

Bei der Debatte über den Nationalsozialismus wird zuviel im Passivgeredet

BUCH IM GESPRÄCH: Diagnose ohne Therapie

Dieses Buch ist eine große Enttäuschung. Da schreibt einer, von dem man ein klares Wort gewohnt ist, der das politische Geschäft als Exminister in- und auswendig kennt, der mit der Brüsseler Kommission vertraut ist, der auch als Hochschullehrer Erfahrung gesammelt hat – und dann kommt ein Werk ohne Konturen heraus, ohne einen originellen Ansatz, ohne klare Meinung und voller sprachlicher Schlampereien und Gedankensprünge.

Bundeswehr: Eine interne Studie deckt die Verschwendung von Milliarden auf: Die Generäle mauern

Brigadegeneral Lorenz Huber hatte eigentlich alles, was er für einen gedeihlichen Job als Sonderbeauftragter zur Rationalisierung der Landesverteidigung brauchte: die schwerste Finanzkrise der Bundeswehr, genügend Sachverstand, zwei externe Unternehmensberater von gutem Ruf, dazu auch noch das Wohlwollen und den Auftrag seines obersten Dienstherren Volker Rühe, einen Sparkurs für die Bundeswehr zu unterstützen.

Bundeswehr: Eingebunkert

Die neuerliche Posse des Verteidigungsministeriums gehört zum Besten, das je von der Hardthöhe geboten wurde. Da läßt der Verteidigungsminister, angesichts leerer Kassen, einen General als Sonderbeauftragten für Rationalisierungsmaßnahmen zusammen mit zwei renommierten Unternehmensberatern gut ein Jahr lang ermitteln, wie und wo die Bundeswehr kostspielige Schwachstellen beseitigen könnte, und kurz nach Übergabe seiner Studie bittet der Sonder-General um seine Demission.